iPhone-Akku schonen: Diese Einstellungen helfen

Wenn Ihr iPhone mittags schon fast leer ist, liegt das meist an Einstellungen, die im Hintergrund Strom verbrauchen, nicht an einem defekten Akku. Die größten Stromfresser sind Energiesparmodus, Display-Helligkeit, Netzwerkverbindung und Hintergrundaktivitäten. Diese vier Bereiche ändern Sie in wenigen Minuten, und die wichtigen Funktionen bleiben dabei nutzbar.

Energiesparmodus aktivieren

Der Energiesparmodus ist die einfachste und wirkungsvollste Maßnahme. Sie finden ihn unter Einstellungen > Batterie > Energiesparmodus. Einmal aktiviert, reduziert das iPhone Hintergrundaktivitäten wie den automatischen E-Mail-Abruf, visuelle Effekte, automatische Downloads und die iCloud-Synchronisierung. Außerdem senkt der Modus die Bildschirmhelligkeit und optimiert die Prozessorleistung.

Dafür kommen Benachrichtigungen verzögert, und Updates werden erst wieder geladen, wenn Sie das iPhone aufladen. Für einen normalen Arbeitstag ist das meist verschmerzbar. Wenn Sie den Energiesparmodus nur bei Bedarf einschalten, etwa unterwegs ohne Lademöglichkeit, sparen Sie Akku, ohne dauerhaft auf Komfort zu verzichten.

Display-Helligkeit senken

Das Display verbraucht am meisten Strom. Je heller der Bildschirm leuchtet, desto schneller leert sich der Akku. Am einfachsten senken Sie die Helligkeit manuell: Wischen Sie vom oberen Bildschirmrand nach unten und ziehen Sie den Regler nach links. Aktivieren Sie zusätzlich die Auto-Helligkeit. Sie finden sie unter Einstellungen > Bedienungshilfen > Anzeige & Textgröße > Auto-Helligkeit. Sie passt die Helligkeit an die Umgebung an. In dunklen Räumen leuchtet das Display dann nicht unnötig hell.

WLAN statt Mobilfunk nutzen

Eine WLAN-Verbindung verbraucht deutlich weniger Energie als eine Verbindung über das Mobilfunknetz. Im Mobilfunknetz muss das iPhone ständig mit dem nächsten Sendemast kommunizieren. Bei schwachem Empfang kostet das besonders viel Strom. Wenn Sie zu Hause oder im Büro sind, schalten Sie daher das WLAN ein und die mobilen Daten aus. Das geht über das Kontrollzentrum oder unter Einstellungen > Mobilfunk. Achten Sie darauf, keine Anrufe zu blockieren, wenn Sie die mobilen Daten deaktivieren. Für die meisten Nutzer reicht es, nur die mobilen Daten abzuschalten und das WLAN zu nutzen.

iOS aktuell halten

Apple verbessert mit jedem iOS-Update auch die Energieeffizienz. Eine veraltete Systemversion kann dagegen mehr Strom verbrauchen, weil bekannte Probleme nicht behoben sind. Prüfen Sie regelmäßig unter Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate, ob eine neue Version verfügbar ist, und installieren Sie diese. Das Update selbst kostet zwar während der Installation etwas Akku, aber die verbesserte Laufzeit danach gleicht das in der Regel aus.

Hintergrundaktivitäten begrenzen

Viele Apps arbeiten auch dann weiter, wenn Sie sie nicht benutzen. Sie aktualisieren Inhalte im Hintergrund, laden Daten nach oder senden Standortinformationen. Das kostet Strom, ohne dass Sie etwas davon merken. Sie können diese Aktivitäten einschränken:

  • Hintergrundaktualisierung: Unter Einstellungen > Allgemein > Hintergrundaktualisierung können Sie die Funktion ganz deaktivieren oder nur für bestimmte Apps erlauben. Apps wie Nachrichten oder Wetter können Sie aktiv lassen, Spiele und soziale Netzwerke brauchen sie meist nicht.
  • Ortungsdienste: Unter Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Ortungsdienste sehen Sie, welche Apps Ihren Standort abfragen. Stellen Sie Apps, die den Standort nicht dauerhaft benötigen, auf „Beim Verwenden" oder „Nie". Das spart nicht nur Akku, sondern schützt auch Ihre Privatsphäre.
  • Push-Mail: Wenn Sie E-Mails nicht sofort benötigen, stellen Sie den Abruf unter Einstellungen > Mail > Accounts > Datenabruf auf „Manuell" oder verlängern Sie das Intervall. Jede automatische Synchronisierung kostet Energie, besonders wenn mehrere Konten eingerichtet sind.

Diese Einstellungen schonen den Akku, ohne dass Sie auf die Funktionen der Apps verzichten. Sie öffnen die App einfach, wenn Sie sie brauchen, und die Daten werden dann geladen.