Akku
Android-Akku länger nutzen
Ist Ihr Android-Handy schon vor dem Abend leer, prüfen Sie den Akkuverbrauch. Senken Sie die Displayhelligkeit, verkürzen Sie den Bildschirm-Timeout und begrenzen Sie Hintergrundaktivität gezielt. Das hilft meist mehr, als pauschal alle Verbindungen auszuschalten.
Die Laufzeit gibt an, wie lange der Akku mit einer Ladung hält. Die Lebensdauer beschreibt, wie lange er über Monate und Jahre zuverlässig funktioniert. Einstellungen für Display und Hintergrundaktivität verlängern vor allem die Laufzeit. Hitze und Ladeoptionen beeinflussen auch die Lebensdauer.
Erst den Verbrauch prüfen
Öffnen Sie die Akkuübersicht, bevor Sie Einstellungen ändern. Auf Pixel-Geräten finden Sie sie unter Einstellungen > Akku > Akkuverbrauch. Bei Samsung Galaxy führt der Weg über Einstellungen > Akku. Dort sehen Sie, wie viel Akku die einzelnen Apps verbrauchen. Bei Samsung können Sie den Verbrauch auch über die letzten sieben Tage vergleichen. Andere Hersteller verwenden teils andere Menünamen. Suchen Sie in den Einstellungen nach „Akku“, wenn der Pfad nicht passt.
Wenn eine App auffällig viel Akku verbraucht, prüfen Sie, ob sie im Hintergrund läuft. Begrenzen Sie diese Aktivität gezielt, statt vorsorglich alle Apps einzuschränken. Bei selten genutzten Apps ist das meist unproblematisch. Bei Messengern, E-Mail-Apps oder anderen Diensten, deren Benachrichtigungen sofort ankommen sollen, können Einschränkungen Nachrichten verzögern. Lassen Sie die Akkuoptimierung für Apps grundsätzlich aktiviert, sofern Sie keinen konkreten Grund für eine Ausnahme haben.
Displayverbrauch senken
Senken Sie die Helligkeit oder aktivieren Sie die automatische Helligkeit. Stellen Sie außerdem einen kürzeren Bildschirm-Timeout ein. So schaltet sich das Display früher aus, wenn Sie das Handy liegen lassen. Google nennt 30 Sekunden als Beispiel für Pixel-Geräte; ein passender Wert hängt davon ab, wie Sie Ihr Handy nutzen.
Ein Always-on-Display zeigt Informationen auch bei ausgeschaltetem Bildschirm an. Wenn Ihr Gerät diese Funktion bietet, können Sie sie deaktivieren oder zeitlich begrenzen. Wenn Ihr Handy eine hohe Bildwiederholrate nutzt, stellen Sie eine niedrigere Standardrate ein. Bewegungen wirken dann weniger flüssig, dafür verbraucht das Display weniger Energie. Der Dunkelmodus kann auf manchen Bildschirmen ebenfalls helfen. Eine feste Ersparnis lässt sich für unterschiedliche Android-Geräte nicht angeben.
Hintergrundaktivität begrenzen
Samsung Galaxy bietet Standby-Einstellungen für Apps. Im normalen Standby können Aktualisierungen und Benachrichtigungen später eintreffen. Apps im tiefen Standby laufen nicht im Hintergrund und werden erst aktiv, wenn Sie sie öffnen. Nutzen Sie diese Einstellung daher für Apps, die Sie selten brauchen, und lassen Sie wichtige Kommunikations- und Alarm-Apps erreichbar.
Der Energiesparmodus begrenzt ebenfalls Hintergrundaktivität. Er eignet sich, wenn der Akkustand knapp ist oder das Handy bis zur nächsten Lademöglichkeit durchhalten soll. Auf Pixel-Geräten lässt er sich manuell oder ab einem gewählten Akkustand aktivieren. Die verfügbaren Optionen unterscheiden sich je nach Modell und Android-Version.
Je nach Einstellung aktualisieren sich Apps seltener. Benachrichtigungen kommen später, und manche Funktionen reagieren verzögert. Der Extreme Battery Saver, ein besonders starker Energiesparmodus auf Pixel-Geräten, schränkt Apps stärker ein und pausiert die meisten davon. Pausierte Apps senden keine Benachrichtigungen, solange sie angehalten sind. Verwenden Sie ihn daher nur, wenn die zusätzliche Laufzeit wichtiger ist als sofortige Aktualisierungen.
Verbindungen gezielt nutzen
Wenn Sie eine Funktion gerade nicht brauchen, schalten Sie sie aus. Das gilt für Hotspot, Bluetooth, WLAN und Standortzugriff. Ein aktiver Hotspot und längere GPS-Nutzung, etwa beim Navigieren, verbrauchen besonders viel Akku. Ohne Standortzugriff funktionieren einige Apps und Funktionen allerdings nicht wie gewohnt. Wenn Sie unterwegs mobile Daten nutzen, verbrauchen längeres Video-Streaming und grafikintensive Spiele ebenfalls viel Energie.
Deaktivieren Sie 5G nicht pauschal. An einem Ort mit schlechtem oder ständig wechselndem Empfang lohnt sich ein Test mit einem anderen verfügbaren Netzmodus. Die passende Einstellung hängt von Gerät, Mobilfunknetz und Empfang ab. Wenn Sie an einem bestimmten Ort keine Mobilfunkverbindung benötigen, können Sie dort auch den Flugmodus einschalten.
Akku bei Hitze schonen
Ein heißes Handy entlädt sich schneller, auch wenn Sie es gerade kaum nutzen. Längere Hitze belastet außerdem den Akku. Lassen Sie das Gerät deshalb nicht unnötig in der Sonne oder in einer heißen Umgebung liegen. Vermeiden Sie ebenso längere extreme Kälte, die den Betrieb beeinträchtigen kann.
Sie müssen den Akku nicht regelmäßig von 100 auf 0 Prozent entladen, damit das Handy seine Kapazität erkennt. Einige Pixel-Geräte bieten stattdessen eine Ladeoptimierung. Adaptive Charging passt den Ladevorgang an Ihre Gewohnheiten an. Laut Google braucht die Funktion ungefähr 14 Tage, um diese kennenzulernen. Pixel 6a und neuere Modelle können außerdem eine Ladegrenze von 80 Prozent nutzen. Das schont langfristig den Akku, lässt Ihnen für den jeweiligen Tag aber weniger Ladung als ein vollständiger Ladevorgang.
Wenn der Akku weiter schnell leer ist
Nach einer Neueinrichtung oder einem Zurücksetzen braucht ein Pixel-Gerät laut Google bis zu einigen Wochen, um die Akkuoptimierung an die Nutzung anzupassen. Samsung weist ebenfalls darauf hin, dass der Verbrauch nach einem größeren Software-Update vorübergehend höher sein kann, während Gerät und Apps optimiert werden. Bleibt der Verbrauch ungewöhnlich hoch, prüfen Sie erneut die Akkuübersicht und suchen Sie nach einer auffälligen App. Bei Samsung-Geräten steht zusätzlich eine Akku-Diagnose in Samsung Members zur Verfügung.
Sinkt die Laufzeit dauerhaft, obwohl keine App besonders viel verbraucht, ist möglicherweise der Akku gealtert. Ein Akku verliert mit der Zeit an Leistung und ist ein Verschleißteil. Einstellungen bringen seine ursprüngliche Kapazität dann nicht zurück. Eine Diagnose durch den Hersteller oder einen Reparaturdienst hilft, den Zustand zu prüfen.