Tarif & Vertrag
Den passenden Handyvertrag finden
Der günstigste Handyvertrag lohnt sich nur, wenn das Datenvolumen zu Ihrer Nutzung passt, das Netz an Ihren wichtigen Orten funktioniert und der Preis während der gesamten Laufzeit niedrig bleibt. Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten statt nur den beworbenen Monatspreis.
Weil sich Aktionen und Vertragsbedingungen ändern und der Empfang vom Ort abhängt, wäre eine Rangliste schnell veraltet. Die genannten Preise sind Momentaufnahmen. Für die Mobilhelden-Angebote gibt es keine unabhängigen Messungen mit veröffentlichten Testbedingungen.
Wie viel Datenvolumen brauchen Sie?
Prüfen Sie zuerst Ihren mobilen Datenverbrauch der vergangenen drei bis sechs Monate. Das Kundenkonto Ihres Anbieters oder die Verbrauchsanzeige Ihres Smartphones zeigt, wie viel Datenvolumen Sie tatsächlich nutzen. Als grobe Orientierung nennt Mobilhelden 3 bis 10 GB für Menschen mit geringem Verbrauch, 10 bis 30 GB für den Alltag und 30 bis 100 GB für Menschen mit hohem Verbrauch. Bei sehr hohem Verbrauch kommen Tarife ab 100 GB oder mit unbegrenztem Datenvolumen infrage.
Laut Bundesnetzagentur lag der Durchschnitt 2025 bei 8,4 GB pro aktivem SIM-Profil und Monat. Das ist der Verbrauch über viele Mobilfunkanschlüsse hinweg. Der Wert sagt nicht, wie viel Datenvolumen Sie persönlich brauchen. Streaming unterwegs, Videotelefonate und die Nutzung des Smartphones als Internetzugang für andere Geräte erhöhen den Bedarf deutlich.
Mehr Datenvolumen lohnt sich nur, wenn Sie es nutzen. Vergleichen Sie bei großen Paketen außerdem die Geschwindigkeit, die nach Verbrauch des Inklusivvolumens gilt. Prüfen Sie auch, ob und wie Sie Ihr Smartphone als Hotspot nutzen dürfen, also die mobile Internetverbindung mit anderen Geräten teilen können.
Was Preisbeispiele aussagen
Mobilhelden nennt diese Tarifpreise als Marktbeispiele aus dem August 2026. Sie zeigen Unterschiede zwischen Angeboten, lassen sich aber nicht fair direkt vergleichen: Netz, Vertragsmodell und konkrete Bedingungen sind verschieden.
| Tarifbeispiel | Datenvolumen | Genannter Monatspreis | Laufzeit oder Hinweis |
|---|---|---|---|
| Telekom MagentaMobil XS | 20 GB | 29,95 € | 24 Monate |
| Telekom MagentaMobil M | 50 GB | 49,95 € | 24 Monate |
| O₂ Mobile M | 50 GB oder mehr | 19,99 € | abhängig von der Variante |
| 1&1 Mobilfunktarif | 50 GB | 14,99 € | abhängig vom Modell |
| 1&1 Mobilfunktarif | 150 GB | 19,99 € | abhängig vom Modell |
In einem weiteren Tarifvergleich wurden am 23. Oktober 2026 Aktionsangebote genannt: 25 GB für 5,99 Euro im Monat, 50 GB für 6,99 Euro und 100 GB für 10,99 Euro. Je nach Angebot galten eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten, zusätzliche Einmalkosten oder spätere Preisstufen. Die niedrigen Einstiegspreise sind deshalb kein Beleg dafür, dass diese Tarife für alle die beste Wahl sind.
Prüfen Sie vor dem Abschluss das aktuelle Produktinformationsblatt und die Preisliste. Dort finden Sie die geltenden Preise, Leistungen und Vertragsbedingungen.
So rechnen Sie den Gesamtpreis
Addieren Sie die monatlichen Tarifgebühren sowie Anschluss- und Versandkosten für die gesamte Vertragslaufzeit. Berücksichtigen Sie gegebenenfalls auch eine Einmalzahlung und alle Raten für ein Smartphone. Ziehen Sie nur Rabatte ab, deren Bedingungen Sie erfüllen. Teilen Sie die Summe anschließend durch die Zahl der Vertragsmonate.
So sieht die Rechnung in einem Beispiel von Mobilhelden aus: Ein Tarif mit 50 GB zu 19,99 Euro im Monat kostet über 24 Monate 479,76 Euro an Grundgebühren. Zusammen mit 39,99 Euro Anschlusskosten ergibt das 519,75 Euro, also rund 21,66 Euro pro Monat. Geräte- und Versandkosten sind in dieser Beispielrechnung nicht enthalten.
Bei einem Handy mit Vertrag prüfen Sie auch, ob Sie günstiger fahren, wenn Sie das Gerät kaufen und dazu einen SIM-only-Tarif wählen, also einen Tarif ohne Smartphone. Achten Sie darauf, wann die Ratenzahlung für das Gerät endet und ob sie gleichzeitig mit dem Tarif ausläuft.
Ein Paket mit Abrechnung alle vier Wochen kostet bei gleichbleibendem Preis 13-mal im Jahr. Ein monatlich abgerechnetes Paket wird dagegen zwölfmal berechnet. Vergleichen Sie solche Angebote deshalb anhand der Jahreskosten, nicht nur anhand des angezeigten Paketpreises.
Welches Netz passt zu Ihnen?
Prüfen Sie den Empfang zu Hause, am Arbeitsplatz und auf Ihrer regelmäßigen Pendelstrecke. Die Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur zeigt anhand von Angaben der Netzbetreiber, wo es im Freien Mobilfunkversorgung gibt. Für ein bestimmtes Gebäude lässt sich daraus nicht sicher ablesen, wie gut der Empfang ist. Wände und Gelände beeinflussen die Verbindung. Auch Ihr Gerät und die Auslastung des Netzes spielen eine Rolle.
Im Oktober 2025 waren rund 95 Prozent der Fläche Deutschlands mit 5G versorgt. Die ausgewiesenen Flächenwerte betrugen rund 87 Prozent bei der Telekom, 75 Prozent bei Vodafone und 76 Prozent bei Telefónica. Diese Werte beschreiben die Versorgung auf einer Fläche, nicht die Empfangsqualität an Ihrer Adresse. Auch die Kennzeichnung „5G“ allein sagt nichts darüber aus, ob ein Tarif an den Orten funktioniert, an denen Sie ihn brauchen.
Ein günstiger Tarif mit viel Datenvolumen bringt wenig, wenn Gespräche abbrechen oder die Verbindung zu Hause schwach ist. Fragen Sie im Zweifel Menschen, die sich regelmäßig an diesen Orten aufhalten, nach ihren Erfahrungen mit dem jeweiligen Netz.
Laufzeit und Zusatzkosten
Verbraucherverträge dürfen eine anfängliche Laufzeit von höchstens 24 Monaten haben. Anbieter müssen außerdem eine Vertragsoption mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten. Nach einer stillschweigenden Verlängerung über die Mindestlaufzeit hinaus lässt sich ein Vertrag grundsätzlich mit einer Frist von einem Monat kündigen. Prüfen Sie die konkrete Kündigungsfrist in Ihren Vertragsunterlagen.
Mit kürzeren Laufzeiten können Sie leichter den Anbieter wechseln, zahlen aber möglicherweise mehr. Eine längere Vertragsbindung lohnt sich, wenn der Gesamtpreis niedriger ist und Netz und Tarif zu Ihrer Nutzung passen. Bei Prepaid behalten Sie die Kosten besser im Blick und bleiben flexibler, müssen dafür aber selbst auf Ihr Guthaben und gebuchte Pakete achten.
Prüfen Sie vor dem Abschluss, ob ein Aktionspreis später steigt. Klären Sie außerdem, ob der Anbieter automatisch zusätzliche Datenpakete bucht und welche Geschwindigkeit nach Verbrauch des Datenvolumens gilt. Lesen Sie die Bedingungen für Hotspot und EU-Roaming, also die Nutzung Ihres Tarifs in EU-Ländern. Auch eine Anschlussgebühr wirkt sich auf den tatsächlichen Preis aus. Dasselbe gilt für eine Abrechnung alle vier Wochen.
Welcher Tarif passt zu Ihnen?
Für Wenignutzende ist ein kleineres Datenpaket oder Prepaid oft der bessere Ausgangspunkt als ein Vertrag mit vielen ungenutzten Gigabyte. Wer regelmäßig streamt oder das Smartphone als Hotspot nutzt, sollte Angebote mit mindestens 50 GB vergleichen und neben dem Preis auch Geschwindigkeit und Netzempfang prüfen.
Bei einem sehr hohen Datenbedarf rechnen Sie unbegrenzte Tarife gegen große Datenpakete durch. Kontrollieren Sie dabei das EU-Roaming-Limit gesondert: Unbegrenztes Datenvolumen im Inland bedeutet nicht automatisch unbegrenztes Volumen im Ausland.
Mobilhelden ordnet die Tarifbeispiele danach, wie viel Datenvolumen Menschen nutzen, und berücksichtigt Gesamtpreis, Netz und Vertragsbedingungen. Die Seite veröffentlicht aber keine eigene Testmethode mit Messungen oder einer nachvollziehbaren Punktewertung. Die Beispiele geben Orientierung, sind jedoch kein unabhängiger Test.