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Tarif & Vertrag

Handytarife ohne Grundgebühr: Prepaid-Angebote im Vergleich

Ein Handytarif ohne Grundgebühr eignet sich vor allem für Menschen, die nur selten telefonieren, hauptsächlich erreichbar sein möchten oder ihr Handy als Zweitgerät nutzen. In Deutschland handelt es sich dabei meistens um einen Prepaid-Basistarif: Sie zahlen kein festes Entgelt pro Monat oder vier Wochen, sondern laden Guthaben auf und rechnen Telefonate, SMS und mobile Daten nach Verbrauch ab.

Wichtig ist die Abgrenzung: Ohne Grundgebühr bedeutet nicht automatisch kostenlos. Für Telefonate, SMS und Internet fallen weiterhin Kosten an. Auch eine SIM-Karte, die Aktivierung oder eine gebuchte Datenoption kann Geld kosten.

Handytarife ohne Grundgebühr im Überblick

Die folgenden Basistarife bieten einen laufenden Grundpreis von 0 Euro. Die Angaben entsprechen dem recherchierten Tarifstand vom 27. August 2026. Preise, Startguthaben und Optionen können sich ändern.

Anbieter und Tarif Netz Grundpreis Telefonie und SMS Mobile Daten Besonderheiten
Vodafone CallYa Classic Vodafone 0 Euro je vier Wochen 9 Cent pro Minute und SMS 3 Cent pro MB 5G, LTE, WLAN-Telefonie und EU-Roaming
o2 Prepaid Basistarif Telefónica beziehungsweise o2 0 Euro 9 Cent pro Minute und SMS 150 MB für 1,49 Euro je Nutzungstag Datenoptionen nach Bedarf, SIM und eSIM
Telekom MagentaMobil Prepaid Basic Telekom 0 Euro laut Produktinformation 9 Cent pro Minute und SMS 50-MB-Tagesflat für 1,49 Euro je 24 Stunden Telekom-Netz
NORMA connect Start Telekom 0 Euro 9 Cent pro Minute und SMS Datenoptionen über die App 10 Euro Startguthaben
EDEKA smart talk Telekom 0 Euro 9 Cent pro Minute und SMS Datenoptionen zubuchbar 9,95 Euro für das Startset, 10 Euro Startguthaben
Lidl Connect Classic Vodafone 0 Euro 9 Cent pro Minute und SMS Datenoptionen zubuchbar Keine Mindestlaufzeit, eSIM verfügbar

Bei einigen Angeboten beziehen sich die Kosten auf vier Wochen statt auf einen Kalendermonat. Das bedeutet: Ein Paket wird 13-mal pro Jahr berechnet. Ein Preis von 9,99 Euro je vier Wochen kostet bei durchgehender Nutzung deshalb 129,87 Euro im Jahr und nicht 119,88 Euro.

Welcher Tarif passt zu welchem Nutzer?

Für reine Erreichbarkeit

Wer nur gelegentlich selbst anruft und ansonsten erreichbar sein möchte, fährt mit einem klassischen 9-Cent-Tarif gut. Vodafone CallYa Classic, der o2 Prepaid Basistarif, MagentaMobil Prepaid Basic und NORMA connect Start eignen sich für diesen Zweck.

Beispiel: Bei 20 Gesprächsminuten und fünf SMS im Monat entstehen bei 9 Cent pro Einheit folgende Kosten:

  • 25 Einheiten zu je 0,09 Euro
  • Gesamtkosten: 2,25 Euro
  • kein laufender Grundpreis

Für diesen Nutzungsumfang lohnt sich ein Tarif mit 10 oder 20 GB Datenvolumen meist nicht.

Für Senioren und einfache Handys

Für ein Tastenhandy oder ein Smartphone ohne regelmäßige Internetnutzung bietet ein Basistarif eine übersichtliche Kostenkontrolle. Die Abrechnung erfolgt nur bei tatsächlicher Nutzung. Das Guthaben begrenzt außerdem den Betrag, der ausgegeben werden kann.

Wenn kein mobiles Internet benötigt wird, sollten Sie die mobilen Daten am Gerät deaktivieren. Hintergrundaktualisierungen, automatische Synchronisierungen und App-Updates verbrauchen sonst unbemerkt Guthaben.

Für Kinder und Notfallhandys

Ein Prepaid-Tarif ohne Grundgebühr ist für ein Notfallhandy sinnvoll, wenn das Kind hauptsächlich erreichbar sein soll. Für ein Smartphone mit Messenger, Standortfreigabe, Schul-Apps oder Videotelefonie reicht ein reiner Basistarif dagegen häufig nicht aus.

Eine praktikable Lösung besteht aus vier Schritten:

  1. Einen Basistarif ohne laufende Gebühr auswählen.
  2. Mobile Daten zunächst deaktivieren.
  3. Bei Bedarf ein begrenztes Datenpaket buchen.
  4. Eine automatische Aufladung nur mit einer niedrigen Obergrenze einrichten.

Prüfen Sie außerdem, ob der Anbieter Sonderrufnummern und kostenpflichtige Drittanbieter-Dienste sperren lässt. Für Kinder verhindert das zusätzliche Kosten, die nicht durch die normalen 9-Cent-Preise abgedeckt sind.

Für Zweitkarten und selten genutzte Geräte

Eine SIM-Karte ohne Grundgebühr passt zu einem Ersatzhandy, einem Gerät im Ferienhaus oder einer Zweitkarte, die nur gelegentlich zum Einsatz kommt. Vor dem Kauf sollten Sie allerdings die Regeln zur Kartenaktivität lesen. Anbieter dürfen eine Prepaid-Karte unter den vertraglich festgelegten Bedingungen nach längerer Inaktivität oder fehlender Aufladung deaktivieren.

Es gibt keine einheitliche Frist für alle Prepaid-Tarife. Je nach Anbieter kann eine Aufladung, ein Anruf, eine SMS oder eine andere Nutzung erforderlich sein.

Für gelegentliche Datennutzung

Wenn Sie nur an einzelnen Tagen mobiles Internet brauchen, können Tagesoptionen eine sinnvolle Lösung sein. Beim o2 Prepaid Basistarif kostet eine Tagesoption mit 150 MB 1,49 Euro je Nutzungstag. Das passt beispielsweise für einen Reisetag oder eine kurze Nutzung unterwegs.

Bei Vodafone CallYa Classic werden mobile Daten dagegen mit 3 Cent pro MB abgerechnet. Das ergibt folgende Kosten:

  • 100 MB: 3 Euro
  • 500 MB: 15 Euro
  • 1.000 MB kosten 30 Euro.

Eine verbrauchsabhängige Datenabrechnung eignet sich deshalb nur für sehr geringe Datenmengen. Für regelmäßiges Surfen ist ein Datenpaket fast immer günstiger.

Für regelmäßige Smartphone-Nutzung

Wer jeden Monat mehrere Gigabyte Daten nutzt, sollte den 0-Euro-Basistarif mit einem Prepaid-Paket oder einem monatlich kündbaren Vertrag vergleichen. Ein Beispiel ist Vodafone CallYa Start mit 2 GB sowie Telefonie- und SMS-Flatrate für 4,99 Euro je vier Wochen.

Ein fester Paketpreis schafft bei regelmäßiger Nutzung mehr Planungssicherheit. Entscheidend ist der tatsächliche Verbrauch, nicht allein die Höhe der Grundgebühr.

Was kosten Tarife ohne Grundgebühr wirklich?

Wenige Telefonate und SMS

Bei 10 Gesprächsminuten und fünf SMS fallen bei einem Preis von 9 Cent pro Einheit 1,35 Euro an. Bei gleichbleibender Nutzung ergeben sich im Jahr 16,20 Euro. Ein möglicher einmaliger Preis für die SIM-Karte kommt hinzu.

Bei 60 Gesprächsminuten und zehn SMS steigt die Rechnung auf:

  • 70 Einheiten × 0,09 Euro
  • Gesamtkosten: 6,30 Euro

Ab diesem Nutzungsumfang kann ein Paket mit Telefonie-Flatrate bereits günstiger sein. Für den Vergleich müssen Sie auch das enthaltene Datenvolumen und den Abrechnungszeitraum berücksichtigen.

Mobile Daten

Die Datenabrechnung nach Megabyte wirkt bei kleinen Mengen günstig, wird bei Smartphone-Nutzung aber schnell teuer. Schon automatische App-Aktualisierungen oder das Laden von Fotos können deutlich mehr Daten verbrauchen als ein kurzer Nachrichtenaustausch.

Prüfen Sie daher vor der Nutzung:

  • ob Daten nach MB oder über eine Option abgerechnet werden,
  • ob bei aufgebrauchtem Datenvolumen automatisch weiteres Guthaben belastet wird,
  • ob eine Tagesflat nach 24 Stunden oder am Ende des Nutzungstages endet,
  • ob sich ein Datenpaket automatisch verlängert.

Kartenpreis und Startguthaben

Einige Anbieter geben die SIM-Karte kostenlos aus, andere verlangen einen einmaligen Preis. EDEKA smart berechnet für das Startset beispielsweise 9,95 Euro und gewährt 10 Euro Startguthaben. NORMA connect Start enthält 10 Euro Startguthaben.

Startguthaben gleicht den Kartenpreis rechnerisch aus, macht den Tarif aber nicht dauerhaft kostenfrei. Für Bonus- und Startguthaben gelten teilweise andere Bedingungen als für selbst eingezahltes Guthaben.

Prepaid oder monatlich kündbarer Vertrag?

Ein Prepaid-Basistarif ist die bessere Wahl, wenn Sie:

  • nur wenige Minuten telefonieren,
  • selten SMS versenden,
  • kaum mobile Daten benötigen,
  • die monatlichen Kosten auf null reduzieren möchten,
  • ein Handy für Notfälle oder als Zweitgerät suchen.

Ein Tarif mit Datenvolumen passt besser, wenn Sie:

  • Messenger regelmäßig nutzen,
  • unterwegs navigieren,
  • Musik oder Videos streamen,
  • jeden Monat mehrere Gigabyte Daten verbrauchen,
  • eine Telefonie- und SMS-Flatrate benötigen.

Wie viel Datenvolumen und wie viele Gesprächsminuten verbrauchen Sie tatsächlich? Ein Tarif ohne Grundgebühr ist bei geringer Nutzung günstig. Bei regelmäßigem Datenverbrauch übersteigen die Einzelpreise die Kosten eines kleinen Pakettarifs schnell.

Darauf sollten Sie beim Abschluss achten

Datenabrechnung kontrollieren

Die größten Kosten entstehen häufig durch mobile Daten. Bei einem Basistarif mit MB-Abrechnung können bereits wenige hundert Megabyte teuer werden. Deaktivieren Sie mobile Daten, wenn das Handy ausschließlich zum Telefonieren dient.

Automatische Verlängerung prüfen

Daten- und Minutenpakete laufen häufig über vier Wochen und verlängern sich automatisch, wenn ausreichend Guthaben vorhanden ist. Wer nur einmalig Daten benötigt, sollte die Verlängerung im Kundenkonto oder in den Tarifbedingungen kontrollieren.

Automatische Aufladung begrenzen

Eine Komfortaufladung verhindert, dass das Guthaben ausgeht. Sie führt aber zu regelmäßigen Abbuchungen, obwohl der Basistarif keine Grundgebühr hat. Legen Sie deshalb einen niedrigen Aufladebetrag und eine klare Obergrenze fest.

Netzabdeckung am eigenen Standort prüfen

Die Netzqualität hängt vom Wohnort, vom Arbeitsplatz und von häufig besuchten Orten ab. Eine gute Netzabdeckung am eigenen Standort ist wichtiger als der Markenname des Anbieters. Prüfen Sie die Netzkarte des jeweiligen Netzes, bevor Sie eine Karte bestellen.

EU-Roaming und Auslandspreise lesen

Innerhalb der Europäischen Union gelten für viele Tarife die regulären Roaming-Regeln. Außerhalb der EU können Telefonate, SMS und mobile Daten deutlich teurer sein. Für Urlaubsreisen sollten Sie die Auslandspreise des konkreten Tarifs vor der Abreise prüfen.

Sonderrufnummern berücksichtigen

Die Standardpreise von 9 Cent pro Minute und SMS gelten nicht automatisch für Sonderrufnummern, Premiumdienste oder Drittanbieter. Diese Verbindungen werden häufig gesondert berechnet.

eSIM und Gerätekompatibilität prüfen

Eine eSIM ist eine fest im Gerät integrierte SIM-Funktion. Sie erleichtert den Wechsel zwischen Tarifen, setzt aber ein kompatibles Smartphone voraus. Für ältere Handys benötigen Sie eine klassische SIM-Karte.

Was passiert bei längerer Nichtnutzung?

Prepaid bedeutet nicht, dass eine Karte unter allen Umständen unbegrenzt aktiv bleibt. Der Anbieter kann eine Deaktivierung vorsehen, wenn über einen längeren Zeitraum keine Aufladung oder Nutzung erfolgt. Maßgeblich sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Hinweise im Kundenkonto.

Lesen Sie Nachrichten des Anbieters deshalb regelmäßig. Wenn Sie die Karte langfristig behalten möchten, führen Sie die erforderliche Nutzung oder Aufladung nach den geltenden Tarifbedingungen durch.

Nach dem Vertragsende besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Auszahlung des selbst eingezahlten Restguthabens ohne Gebühr. Für Start- und Bonusguthaben können andere Regeln gelten.

Ist die Rufnummernmitnahme kostenlos?

Seit dem 1. Dezember 2021 dürfen Mobilfunkanbieter für die Mitnahme einer Rufnummer kein Entgelt verlangen. Das gilt für den Wechsel zu einem anderen Mobilfunkanbieter. Die einzelnen Fristen und Abläufe unterscheiden sich jedoch je nach Anbieter.

Bei einem Wechsel sollten Sie darauf achten, ob die alte Karte bis zur erfolgreichen Portierung aktiv bleiben muss und wie der Anbieter mit verbleibendem Guthaben umgeht.

Häufige Fragen zu Handytarifen ohne Grundgebühr

Gibt es einen komplett kostenlosen Handytarif?

Ein Tarif ohne laufende Grundgebühr ist erhältlich. Vollständig kostenlos ist er jedoch nur, solange keine Kosten für SIM-Karte, Telefonate, SMS, Daten oder Zusatzoptionen entstehen. Für die meisten Nutzer fallen bei tatsächlicher Verwendung Verbrauchskosten an.

Welche SIM-Karte kostet keine Grundgebühr?

Vodafone CallYa Classic, der o2 Prepaid Basistarif, MagentaMobil Prepaid Basic, NORMA connect Start, EDEKA smart talk und Lidl Connect Classic gehören zu den Angeboten ohne laufenden Basispreis. Die konkreten Karten-, Aktivierungs- und Startguthabenbedingungen unterscheiden sich.

Kann man mit einem Tarif ohne Grundgebühr ins Internet?

Ja. Je nach Tarif werden Daten einzeln nach MB abgerechnet oder über eine Tages- beziehungsweise Datenoption bereitgestellt. Für regelmäßige Internetnutzung ist ein Paket mit festem Datenvolumen meist günstiger.

Was ist für ein Notfallhandy am besten?

Ein einfacher Prepaid-Basistarif mit 9-Cent-Abrechnung reicht aus, wenn das Handy hauptsächlich erreichbar sein soll. Deaktivieren Sie mobile Daten und prüfen Sie die Regeln zur Aufladung und Kartenaktivität.

Was ist günstiger: ein 9-Cent-Tarif oder eine Datenflat?

Das hängt vom Verbrauch ab. Bei wenigen Gesprächsminuten und kaum Daten ist der 9-Cent-Tarif günstiger. Wer regelmäßig telefoniert oder mehrere Gigabyte Daten nutzt, spart meist mit einem Prepaid-Paket oder einem monatlich kündbaren Tarif.

Muss man einen Prepaid-Tarif kündigen?

Ein Prepaid-Tarif hat in der Regel keine klassische Mindestlaufzeit. Trotzdem kann der Anbieter die Karte bei längerer Inaktivität nach den vertraglichen Regeln deaktivieren. Für die Beendigung und die Auszahlung des selbst eingezahlten Guthabens gelten die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Fazit: Für Wenignutzer bleibt der Basistarif sinnvoll

Ein Handytarif ohne Grundgebühr ist besonders für Wenigtelefonierer, Senioren, Kinder mit Notfallhandy und Nutzer einer Zweitkarte geeignet. Vodafone CallYa Classic bietet eine transparente Einzelabrechnung mit 5G, während der o2 Prepaid Basistarif mit tageweise buchbaren Daten interessant ist. Wer das Telekom-Netz bevorzugt, findet mit MagentaMobil Prepaid Basic, NORMA connect Start oder EDEKA smart talk passende Alternativen. Lidl Connect Classic ergänzt das Angebot im Vodafone-Netz.

Für regelmäßige Smartphone-Nutzung reicht ein 0-Euro-Basistarif dagegen selten aus. Sobald mobile Daten häufig benötigt werden, ist ein Prepaid-Paket mit festem Datenvolumen in der Regel die wirtschaftlichere und besser planbare Lösung.