Android
Android mit Launchern und Widgets personalisieren
Den Startbildschirm können Sie mit den vorinstallierten Funktionen neu ordnen, ohne eine Zusatz-App zu installieren. Ein Widget zeigt Inhalte wie Kalender, Wetter oder Musiksteuerung direkt auf dem Startbildschirm an, ohne die zugehörige App zu öffnen. Ein Launcher ist die App, die den Startbildschirm bereitstellt. Starten Sie mit den Bordmitteln. Ein Launcher lohnt sich erst bei weitergehenden Anpassungen.
Mit den Bordmitteln anfangen
Tippen Sie auf eine freie Stelle des Startbildschirms und halten Sie den Finger kurz gedrückt. Im erscheinenden Menü wählen Sie Widgets und suchen die App, deren Widget Sie einfügen möchten. Halten Sie das Widget gedrückt, ziehen Sie es an die gewünschte Stelle und lassen Sie los. Zum Ändern der Größe halten Sie das Widget erneut gedrückt. Wenn Markierungen an den Rändern erscheinen, können Sie es durch Ziehen vergrößern oder verkleinern. Nicht jedes Widget ist in der Größe veränderbar. Die genauen Menüwege unterscheiden sich je nach Gerät und Android-Version. Manche Schritte in den Herstelleranleitungen setzen neuere Android-Versionen voraus.
Apps und Verknüpfungen verschieben Sie genauso: gedrückt halten, ziehen, loslassen. Ziehen Sie ein App-Symbol auf ein anderes, entsteht ein Ordner. Diesen können Sie anschließend benennen. Wichtig ist der Unterschied zwischen Entfernen und Deinstallieren. Ziehen Sie ein Symbol vom Startbildschirm, bleibt die App auf dem Gerät installiert und ist weiterhin in der App-Übersicht zu finden. Erst die Deinstallation löscht die App vollständig. Ein verschwundenes Symbol bedeutet also nicht, dass die App weg ist.
Ein einfaches Homescreen-Beispiel
Eine übersichtliche Grundordnung sieht zum Beispiel so aus: Auf der Hauptseite liegen die Apps, die Sie täglich nutzen, daneben ein oder zwei Widgets, die Ihnen echte Informationen liefern. Ein Kalender-Widget zeigt die nächsten Termine, ein Wetter-Widget erspart Ihnen den Blick in die Wetter-App. Alles andere sortieren Sie in Ordner: Bank- und Bezahl-Apps in einen Ordner, Messenger in einen zweiten, Spiele in einen dritten. Selten genutzte Apps wandern auf weitere Seiten oder verschwinden ganz aus der Ansicht. Sie bleiben aber installiert. Diese Anordnung ist ein Vorschlag, den Sie an Ihre Gewohnheiten anpassen können. Entscheidend ist, dass Sie die wichtigsten Dinge mit einem Blick finden und der Startbildschirm nicht überladen wirkt.
Was ein Launcher zusätzlich bietet
Wenn die Bordmittel nicht reichen, erweitert ein alternativer Launcher die Möglichkeiten. Sie können das Raster anpassen, das Dock gestalten und die Darstellung der Icons ändern. Bei vielen Launchern können Sie auch die App-Übersicht umbauen, zum Beispiel mit Ordnern oder einer anderen Sortierung. Manche Launcher unterstützen zusätzlich Gesten. Damit starten Sie Apps oder öffnen Einstellungen per Wischbewegung. Welche Optionen genau verfügbar sind, hängt vom gewählten Launcher ab. Bekannte Beispiele sind Nova Launcher und Microsoft Launcher. Beide bieten eigene Anpassungsbereiche und teils kostenpflichtige Zusatzfunktionen.
Ein Launcher lohnt sich vor allem dann, wenn Sie das Raster verändern, das Dock umbauen oder die App-Übersicht neu gestalten möchten. Wer nur Widgets hinzufügen und Apps sortieren will, bleibt mit den Bordmitteln gut bedient. Der Wechsel bringt also mehr Gestaltungsfreiheit, aber auch mehr Komplexität. Jeder Launcher hat eigene Einstellungen, und nicht jede Funktion ist überall gleich umgesetzt.
Launcher wechseln und zurückwechseln
Der Wechsel geht in drei Schritten: Launcher aus dem Play Store installieren, öffnen und als Start-App auswählen. Android fragt beim ersten Öffnen meist direkt, ob Sie den neuen Launcher verwenden möchten. Falls nicht, finden Sie die Einstellung unter Einstellungen, Apps, Standard-Apps und Start-App. Die genauen Bezeichnungen können je nach Gerät und Android-Version abweichen. Der Weg führt aber immer über die Standard-Apps.
Auf dem Gerät läuft nur ein Launcher gleichzeitig. Der vorherige bleibt installiert, solange Sie ihn nicht deinstallieren. Das ist Ihr Rückweg: Bei Problemen wählen Sie in den Standard-Apps einfach wieder den alten Launcher als Start-App. Bevor Sie umbauen, prüfen Sie, ob der neue Launcher eine Backup- oder Importfunktion anbietet. Manche Launcher übertragen das bisherige Layout, andere nicht. Widgets und Einstellungen übernimmt nicht jeder Launcher automatisch. Deinstallieren Sie den alten Launcher erst, wenn das neue Layout geprüft ist.
Ein Sonderfall betrifft Geräte von Xiaomi und anderen Herstellern mit MI-Oberfläche. Dort kann die Nutzung von Vollbildgesten mit Drittanbieter-Launchern Probleme bereiten. In dem Fall hilft der Wechsel zurück zum Standard-Launcher. Das ist eine herstellerspezifische Einschränkung, keine allgemeine Regel für alle Android-Geräte.