Tarif & Vertrag
Bester Handyvertrag: Die besten Tarife für jedes Bedürfnis
Den besten Handyvertrag gibt es nur im Verhältnis zu Ihrem Nutzungsverhalten. Entscheidend sind das Mobilfunknetz an Ihren wichtigsten Orten, der monatliche Datenverbrauch, die Vertragslaufzeit und die Gesamtkosten. Ein günstiger Tarif hilft wenig, wenn der Empfang zu Hause oder auf dem Arbeitsweg nicht ausreicht.
Für viele Nutzer passt ein monatlich kündbarer Tarif mit 20 bis 50 GB, Allnet-Flat und EU-Roaming. Wer regelmäßig Videos streamt, mobil arbeitet oder das Smartphone als Hotspot nutzt, braucht mehr Datenvolumen. Bei sehr hohem Verbrauch kommt ein Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen infrage.
Die besten Handyverträge im Überblick
Die folgenden Empfehlungen dienen als Orientierung. Preise und Leistungen ändern sich, besonders bei Aktionsangeboten. Vor dem Abschluss sollten Sie deshalb die aktuellen Tarifdetails prüfen.
| Bedarf | Sinnvolle Wahl | Beispielhafte Tarifklasse | Darauf kommt es an |
|---|---|---|---|
| Alltag mit Messenger, Navigation und Musik | Monatlich kündbarer Allnet-Tarif | 20 bis 50 GB | Netzqualität, 5G und Kündigungsfrist |
| Möglichst niedriger Preis | Discounter mit Flex-Tarif | 25 bis 70 GB | Aktionsdauer, Anschlussgebühr und Netz |
| Hohe Netzanforderungen | Tarif im Telekom-Netz | 10 bis 50 GB | Empfang an Wohnort, Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsweg |
| Viel Streaming und mobiles Arbeiten | Großer Datentarif | 50 bis 150 GB | Geschwindigkeit und Hotspot-Nutzung |
| Sehr hoher Verbrauch | Unlimited-Tarif | Unbegrenztes Datenvolumen | Geschwindigkeit statt Datenmenge |
| Mehrere Personen | Familien- oder Partnerkarten | Je nach Bedarf | Gesamtkosten aller SIM-Karten |
| Kinder und Jugendliche | Prepaid oder Flex-Tarif | 5 bis 30 GB | Kostenkontrolle und Sperren für Zusatzkosten |
Unsere Empfehlung für die meisten Nutzer
Ein monatlich kündbarer Tarif mit 20 bis 50 GB, Telefonie- und SMS-Flatrate sowie EU-Roaming deckt viele typische Anwendungen ab. Dazu gehören Messenger, soziale Netzwerke, Navigation, Musikstreaming und gelegentliche Videos.
Als Beispiel bot fraenk zum Recherchezeitpunkt am 27. August 2026 dauerhaft 25 GB für 10 Euro monatlich im Telekom-Netz an. Eine Option erhöhte das Volumen auf 50 GB für 15 Euro. Congstar listete monatlich kündbare Tarife mit 10, 25, 100 und 150 GB für 14 bis 29 Euro im Monat. Die konkreten Konditionen sollten Sie vor der Bestellung kontrollieren.
Günstiger Tarif mit viel Datenvolumen
Preisbewusste Nutzer finden bei Discountern häufig besonders große Datenpakete. Sim.de bot zum genannten Stichtag beispielsweise 25 GB ab 6,99 Euro und 50 GB für 9,99 Euro monatlich an. Solche Preise beruhen teilweise auf Aktionen.
Prüfen Sie bei diesen Angeboten besonders:
- das enthaltene Mobilfunknetz
- die maximale Datenrate
- wie lange der Aktionspreis gilt
- den Preis nach dem Aktionszeitraum
- die einmalige Anschlussgebühr
- eine Datenautomatik oder kostenpflichtige Nachbuchung
- die Bedingungen für monatliche Kündbarkeit
Der niedrigste Monatspreis ist erst dann aussagekräftig, wenn alle Kosten und Leistungen feststehen.
Tarif im Telekom-Netz für hohe Netzanforderungen
Die Telekom führte im connect-Mobilfunknetztest 2026 mit 975 von 1.000 Punkten. Vodafone und O2 beziehungsweise Telefónica erreichten jeweils 937 Punkte. Auch bei der von der Bundesnetzagentur ausgewiesenen Flächenversorgung lag die Telekom im Oktober 2025 beim 5G-Anteil vorn.
Für Nutzer in ländlichen Regionen, auf Pendelstrecken oder mit hohen Anforderungen an die Netzstabilität ist ein Tarif im Telekom-Netz daher eine naheliegende Wahl. Beispiele sind Telekom-Tarife sowie Angebote von Anbietern wie fraenk und congstar.
Die bundesweite Netzführung entscheidet jedoch nicht über den Empfang an Ihrer Adresse. Gebäude, Gelände, Funkzelle und Netzauslastung beeinflussen die tatsächliche Verbindung. Prüfen Sie deshalb vor dem Abschluss die Mobilfunk-Monitoring-Karte der Bundesnetzagentur und fragen Sie gegebenenfalls Personen in Ihrer direkten Umgebung nach ihren Erfahrungen.
Tarif für viel Datenvolumen
Wer täglich Videos schaut, mobil arbeitet oder das Smartphone als Hotspot verwendet, sollte 50 bis 150 GB einplanen. Ein großer Volumentarif ist häufig günstiger als ein Unlimited-Tarif, wenn der tatsächliche Verbrauch unterhalb der Tarifgrenze bleibt.
O2 bot zum Recherchezeitpunkt unter anderem monatlich kündbare Tarife mit 50 GB sowie Unlimited-Tarife an. Beim Mobile-on-Demand-Modell lässt sich zusätzliches Datenvolumen in 1-GB-Schritten nachbuchen. Ob sich dieses Modell lohnt, hängt davon ab, wie regelmäßig das Inklusivvolumen überschritten wird.
Unlimited-Tarif für sehr hohen Verbrauch
Ein Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen passt zu Nutzern, die regelmäßig große Datenmengen übertragen. Dazu gehören:
- häufiges Videostreaming außerhalb des WLANs
- regelmäßige Hotspot-Nutzung
- große Downloads und Cloud-Sicherungen
- mobiles Arbeiten an Orten ohne Festnetzanschluss
- mehrere Geräte über eine mobile Verbindung
Unbegrenztes Datenvolumen bedeutet nicht automatisch die höchste Geschwindigkeit: Zum Stichtag führte O2 Unlimited-Tarife mit 15, 100 und bis zu 300 Mbit/s. Für Messenger, Musik und normales Videostreaming reicht eine niedrigere Geschwindigkeit oft aus. 4K-Videos, große Downloads und Hotspot-Nutzung profitieren von einer höheren Datenrate.
O2 bewarb monatlich kündbare Unlimited-Tarife ab 24,99 beziehungsweise 29,99 Euro. Die Preise und Geschwindigkeitsstufen können sich ändern und müssen vor der Bestellung überprüft werden.
Familien- und Partnertarife
Bei mehreren SIM-Karten lohnt sich ein Vergleich von Zusatzkarten und unabhängigen Einzelverträgen. O2 warb zum Recherchezeitpunkt mit einem Kombi-Vorteil von bis zu 25 Euro monatlich für Partner- und Familientarife. Die tatsächliche Ersparnis hängt vom Haupttarif, der Zahl der Zusatzkarten und den geltenden Bedingungen ab.
Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten für alle Karten. Eine günstige Hauptkarte kann durch teure Zusatzkarten oder hohe Einmalgebühren ihren Vorteil verlieren.
Tarif für Kinder und Jugendliche
Für Kinder stehen Kostenkontrolle und einfache Verwaltung im Vordergrund. Prepaid verhindert eine laufende Grundgebühr über das aufgeladene Guthaben hinaus. Ein monatlich kündbarer Tarif eignet sich, wenn regelmäßig Datenvolumen benötigt wird und eine Allnet-Flat gewünscht ist.
Achten Sie auf:
- ein begrenztes Datenvolumen
- eine übersichtliche Verbrauchsanzeige
- die Sperre kostenpflichtiger Drittanbieter
- leicht kontrollierbare Zusatzkosten
- eine kurze oder fehlende Mindestlaufzeit
- eine einfache Ersatzkarte oder eSIM
Wie viel Datenvolumen brauche ich?
Der Datenverbrauch hängt davon ab, wie häufig Sie WLAN nutzen und welche Inhalte Sie unterwegs abrufen. Messenger und Navigation verbrauchen deutlich weniger Daten als Videostreaming oder große Downloads.
Als grobe Orientierung gelten folgende Größen:
| Nutzungsverhalten | Passendes Datenvolumen |
|---|---|
| Telefonie, Messenger, Navigation und viel WLAN | 5 bis 15 GB |
| Soziale Netzwerke, Musik und gelegentliche Videos | 15 bis 30 GB |
| Tägliches Streaming und mobiles Arbeiten | 30 bis 100 GB |
| Häufiger Hotspot, Videostreaming und große Downloads | 100 GB oder Unlimited |
Congstar nennt als Beispiele etwa 0,1 GB für einen Tag mit Surfen, Chatten, Bildern und kurzen Videos. Acht Stunden Musikstreaming in hoher Qualität verbrauchen ungefähr 1 GB. Zwei Stunden Serienstreaming in Full HD benötigen ungefähr 6 GB.
Diese Werte bleiben Richtwerte. Automatische App-Updates, Fotosicherungen, Videokonferenzen und Hotspot-Verbindungen erhöhen den Verbrauch. Prüfen Sie deshalb die Datenstatistik Ihres Smartphones oder die Verbrauchsanzeige des Anbieters für die vergangenen drei Monate.
So vermeiden Sie ein zu kleines Datenpaket
Wählen Sie nicht nur das Volumen, das im Durchschnitt ausreicht. Berücksichtigen Sie auch Monate mit Urlaub, längeren Zugfahrten oder häufiger Arbeit außerhalb des WLANs. Ein kleiner Puffer verhindert Nachbuchungen und gibt Ihnen mehr Planungssicherheit.
Wer normalerweise 15 GB verbraucht, ist mit 20 bis 30 GB oft besser bedient als mit einem Tarif, der jeden Monat knapp überschritten wird. Bei stark schwankendem Verbrauch können ein Kostenairbag, ein On-Demand-Tarif oder ein monatlich kündbarer Vertrag sinnvoll sein.
Welches Mobilfunknetz ist das beste?
Die Telekom führt bundesweite Netztests an. Vodafone und Telefónica erreichen ebenfalls eine hohe Netzqualität und eine große Flächenversorgung. Für die individuelle Entscheidung zählt jedoch der Empfang an den Orten, an denen Sie das Smartphone tatsächlich verwenden.
Die Bundesnetzagentur wies für Oktober 2025 folgende Flächenabdeckung aus:
| Netzbetreiber | 2G | 4G | 5G |
|---|---|---|---|
| Telekom | 98,8 % | 91,7 % | 86,7 % |
| Vodafone | 98,3 % | 86,7 % | 75,0 % |
| Telefónica/O2 | 98,3 % | 92,3 % | 76,1 % |
Die Werte beziehen sich auf die deutsche Fläche. Sie beschreiben nicht automatisch die Versorgung in Gebäuden, die Netzqualität an einem bestimmten Ort oder die Erfahrung jedes einzelnen Kunden. Im Oktober 2025 waren rund 95 Prozent der Fläche mit mindestens einem 5G-Netz und rund 98 Prozent mit mobilem Breitband über 4G oder 5G versorgt.
Netztest und Netzabdeckung richtig einordnen
Ein Netztest bewertet unter anderem Sprachqualität, Datenübertragung, Zuverlässigkeit und Messungen aus der Nutzung. Eine Flächenmessung zeigt, wo eine bestimmte Funktechnik grundsätzlich verfügbar ist. Beide Perspektiven beantworten unterschiedliche Fragen.
Ein Netz kann bundesweit im Durchschnitt sehr gut abschneiden und in einem bestimmten Gebäude trotzdem schwach sein. Umgekehrt kann ein Netz an Ihrem Wohnort zuverlässig funktionieren, obwohl es in einem bundesweiten Vergleich nicht an erster Stelle steht.
Das 1&1-Netz befindet sich weiterhin im Ausbau. Nach Angaben der Bundesnetzagentur deckte das eigene Netz im Oktober 2025 lediglich 1,4 Prozent der Fläche mit 5G und 1,3 Prozent mit 4G ab. Außerhalb der eigenen Ausbaugebiete nutzt 1&1 National Roaming, also die Mitnutzung fremder Mobilfunknetze.
Monatlich kündbar oder 24 Monate Laufzeit?
Monatlich kündbare Tarife reduzieren das Risiko einer langen Bindung. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie das Netz noch nicht kennen oder den Anbieter flexibel wechseln möchten.
| Vertragsmodell | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Monatlich kündbar | Hohe Flexibilität, schneller Wechsel bei schlechtem Empfang | Teilweise höhere Anschlussgebühr oder Monatskosten |
| 24 Monate | Häufig attraktiv bei Smartphone-Bundles | Lange Bindung und weniger Flexibilität |
| Prepaid | Gute Kostenkontrolle und keine klassische Mindestlaufzeit | Guthaben muss regelmäßig aufgeladen werden |
Finanztip bewertet monatlich kündbare Tarife häufig als vorteilhaft, weil sie inzwischen oft ähnliche Leistungen wie Laufzeitverträge bieten. Ein 24-Monats-Vertrag kann dennoch passen, wenn Sie ein Smartphone finanzieren und der Gesamtpreis niedriger ausfällt.
Nach dem Ende der anfänglichen Mindestlaufzeit verlängern sich Mobilfunkverträge grundsätzlich nicht mehr automatisch um ein weiteres Jahr. Sie sind anschließend mit einer Frist von einem Monat kündbar. Prüfen Sie trotzdem die Vertragsunterlagen, das genaue Laufzeitende und die Kündigungsfrist.
Wann sich 24 Monate lohnen
Ein Laufzeitvertrag passt, wenn:
- Sie das enthaltene Smartphone ohnehin kaufen möchten
- der Empfang an Ihrem Wohnort und im Alltag bereits feststeht
- der Gesamtpreis unter der getrennten Finanzierung von Gerät und Tarif liegt
- die monatliche Grundgebühr über die gesamte Laufzeit klar ausgewiesen ist
- keine teuren Zusatzoptionen enthalten sind
Ein Flex-Tarif eignet sich besser, wenn Sie den Anbieter erst testen möchten, häufig umziehen oder bei besseren Angeboten schnell wechseln wollen.
Kostenairbag: Schutz bei stark schwankendem Verbrauch
Ein Kostenairbag begrenzt den monatlichen Rechnungsbetrag auf einen festgelegten Höchstwert. Sie müssen diesen Betrag nicht ausschöpfen. Gleichzeitig zahlen Sie für die Nutzung oberhalb der Grenze nichts zusätzlich, sofern der Tarif diese Funktion tatsächlich so vorsieht.
Der Kostenairbag ist keine Flatrate und kein Mindestumsatz. Eine Flatrate deckt bestimmte Leistungen ohne zusätzliche Einzelkosten ab. Beim Kostenairbag werden einzelne Verbindungen oder Datenmengen zunächst nach Tarif berechnet, bis der vereinbarte Höchstbetrag erreicht ist.
Diese Lösung passt zu Menschen, deren Telefonie- oder Datenverbrauch stark schwankt und die keine monatliche Verbrauchsrechnung erstellen möchten. Prüfen Sie vor Abschluss:
- welche Leistungen unter die Begrenzung fallen
- ob Datenverbrauch eingeschlossen ist
- ob Sonderrufnummern und Auslandskosten ausgenommen sind
- ob der Anbieter den Anschluss nach Erreichen des Limits weiter nutzbar lässt
- welche Geschwindigkeit nach Verbrauch des Inklusivvolumens gilt
Handyvertrag mit Smartphone oder SIM-only-Tarif?
Ein Tarif mit Smartphone wirkt durch eine niedrige Monatsrate attraktiv. Entscheidend ist jedoch der Gesamtpreis über die gesamte Laufzeit.
Gesamtkosten richtig berechnen
Rechnen Sie folgende Positionen zusammen:
Gesamtkosten = Grundgebühren + Gerätepreis + Anschlussgebühr + Versandkosten − sichere Rabatte
Vergleichen Sie diesen Betrag mit:
Kaufpreis des freien Smartphones + Kosten eines SIM-only-Tarifs
Bei einem SIM-only-Tarif erhalten Sie nur die SIM-Karte oder eSIM und verwenden ein vorhandenes oder separat gekauftes Gerät.
Beispiel für den Vergleich
Angenommen, ein Bundle kostet 39 Euro monatlich über 24 Monate. Hinzu kommen 49 Euro Anschlussgebühr und 1 Euro einmaliger Gerätepreis. Die Gesamtkosten betragen dann:
24 × 39 Euro + 49 Euro + 1 Euro = 986 Euro
Ein freies Smartphone für 600 Euro und ein SIM-only-Tarif für 15 Euro monatlich kosten im gleichen Zeitraum:
600 Euro + 24 × 15 Euro = 960 Euro
In diesem Beispiel ist die getrennte Lösung günstiger. Bei einem anderen Gerät oder Tarif kann das Ergebnis umgekehrt ausfallen. Rabatte, Wechselgutschriften und unterschiedliche Finanzierungszeiträume müssen Sie vollständig einrechnen.
Rufnummer kostenlos mitnehmen
Die Rufnummernmitnahme ist grundsätzlich kostenlos. Eine Mobilfunknummer können Sie bereits vor dem Ende des alten Vertrags zum neuen Anbieter übertragen. Der alte Vertrag endet dadurch nicht automatisch. Grundgebühren und vereinbarte Zahlungen laufen bis zum Vertragsende weiter.
Damit die Portierung funktioniert, müssen die persönlichen Daten bei beiden Anbietern übereinstimmen. Kontrollieren Sie insbesondere:
- den vollständigen Namen
- Anschrift
- Geburtsdatum
- Rufnummer
- Vertragsinhaber
Beauftragen Sie den Anbieterwechsel möglichst früh. Bei einer ungewollten Unterbrechung von mehr als einem Arbeitstag kann unter bestimmten Voraussetzungen eine gesetzliche Ausfallentschädigung verlangt werden. Die Bundesnetzagentur nennt grundsätzlich 10 Euro pro Arbeitstag oder 20 Prozent des vertraglich vereinbarten Monatsentgelts, falls dieser Betrag höher ist.
Diese Kostenfallen sollten Sie vermeiden
Ein scheinbar günstiger Tarif wird durch Zusatzkosten schnell teurer. Achten Sie besonders auf folgende Punkte:
Aktionspreis und Preis nach der Aktion
Vergleichen Sie den Monatsbetrag über die gesamte Mindestlaufzeit. Ein Tarif für 9,99 Euro kann nach wenigen Monaten deutlich teurer werden.
Anschluss- und Versandgebühren
Einmalige Kosten gehören in die Gesamtrechnung. Bei monatlich kündbaren Tarifen fallen sie teilweise höher aus als bei Verträgen mit 24 Monaten Laufzeit.
Datenautomatik
Eine Datenautomatik bucht nach Verbrauch des Inklusivvolumens automatisch weiteres Volumen hinzu. Das verhindert zwar eine sofortige Drosselung, erhöht aber die Rechnung. Lesen Sie nach, ob sich die Funktion abschalten lässt.
Geschwindigkeit
Zwei Tarife mit gleichem Datenvolumen bieten nicht zwingend dieselbe Leistung. Prüfen Sie die maximale Download- und Upload-Geschwindigkeit sowie die Bedingungen für 5G.
Roaming
EU-Roaming ist bei vielen Tarifen enthalten. Für die Schweiz, Großbritannien und andere Länder gelten jedoch eigene Regeln. Wer regelmäßig außerhalb der EU reist, sollte die Auslandspreise und Optionen prüfen.
Drittanbieter und Sonderrufnummern
Sperren Sie kostenpflichtige Drittanbieter, wenn Sie solche Leistungen nicht benötigen. Sonderrufnummern und Servicenummern sind bei Flatrates häufig ausgenommen.
Smartphone-Finanzierung
Tarifvertrag und Gerätezahlung können unterschiedliche Laufzeiten haben. Prüfen Sie, wann die Raten enden und ob der Mobilfunkvertrag danach zu denselben Konditionen weiterläuft.
Checkliste vor dem Vertragsabschluss
- Prüfen Sie das Netz am Wohnort, am Arbeitsplatz und auf dem täglichen Weg.
- Kontrollieren Sie den Datenverbrauch der vergangenen drei Monate.
- Wählen Sie ein Datenvolumen mit ausreichendem Puffer.
- Vergleichen Sie die maximale Geschwindigkeit und die 5G-Bedingungen.
- Berechnen Sie den Preis nach Ende eines Aktionszeitraums.
- Addieren Sie Anschluss-, Versand- und mögliche Zusatzkosten.
- Prüfen Sie Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist.
- Vergleichen Sie das Angebot mit und ohne Smartphone.
- Lesen Sie die Regeln für EU- und Schweiz-Roaming.
- Kontrollieren Sie Hotspot-Nutzung und Datenfreigabe.
- Prüfen Sie eSIM, Ersatzkarte und Zusatzkarten.
- Achten Sie auf Datenautomatik und Nachbuchoptionen.
- Beauftragen Sie die Rufnummernmitnahme mit identischen Kundendaten.
- Speichern Sie Vertragsunterlagen und Produktinformationsblatt.
Häufige Fragen zum besten Handyvertrag
Welcher Handyvertrag ist aktuell der günstigste?
Das hängt von Datenvolumen, Netz, Laufzeit und Anschlusskosten ab. Zum Recherchezeitpunkt am 27. August 2026 bot sim.de monatlich kündbare Tarife ab 6,99 Euro für 25 GB an. Der Preis war als Aktionsangebot ausgewiesen. Für einen fairen Vergleich müssen Sie Netz, Geschwindigkeit, Aktionsdauer und Einmalkosten einbeziehen.
Welches Netz ist in Deutschland am besten?
Im connect-Netztest 2026 führte die Telekom. Vodafone und Telefónica erreichten ebenfalls die Bewertung „sehr gut“. Der Empfang an Ihrer Adresse ist für die Entscheidung wichtiger als ein bundesweites Ranking. Prüfen Sie die Netzabdeckung an den Orten, an denen Sie das Smartphone regelmäßig nutzen.
Wie viel GB brauche ich im Monat?
Für Messenger, Navigation und Musik reichen bei häufiger WLAN-Nutzung oft 5 bis 15 GB. Wer soziale Netzwerke nutzt und unterwegs Videos schaut, sollte 15 bis 30 GB einplanen. Tägliches Streaming, mobiles Arbeiten und Hotspot-Nutzung erfordern 30 GB oder mehr.
Lohnt sich ein Unlimited-Tarif?
Ein Unlimited-Tarif lohnt sich bei regelmäßig sehr hohem Datenverbrauch, häufigem Hotspot-Einsatz oder großen Downloads. Prüfen Sie neben dem unbegrenzten Volumen die Geschwindigkeit. Für viele Nutzer ist ein Tarif mit 50 bis 150 GB günstiger und ausreichend.
Ist ein Handyvertrag mit Smartphone günstiger?
Das lässt sich nur über die Gesamtkosten feststellen. Addieren Sie Grundgebühren, Gerätepreis, Anschlussgebühr und Versandkosten über die gesamte Laufzeit. Vergleichen Sie das Ergebnis mit dem separaten Kauf eines Smartphones und einem SIM-only-Tarif.
Kann ich meine Rufnummer kostenlos mitnehmen?
Ja, die Rufnummernmitnahme ist grundsätzlich kostenlos. Eine vorzeitige Portierung beendet den alten Vertrag jedoch nicht. Die vereinbarten Kosten laufen bis zum Vertragsende weiter.
Wann kann ich einen alten Handyvertrag kündigen?
Nach Ablauf der anfänglichen Mindestlaufzeit sind Mobilfunkverträge grundsätzlich mit einer Frist von einem Monat kündbar. Das genaue Vertragsende und die Kündigungsfrist finden Sie in Ihren Vertragsunterlagen oder im Kundenkonto.
Fazit: Erst Netz und Verbrauch prüfen, dann den Preis
Für viele Nutzer ist ein monatlich kündbarer Tarif mit 20 bis 50 GB, Allnet-Flat und EU-Roaming die ausgewogene Wahl. Wer besonders günstigen Datenumfang sucht, sollte Discounterangebote prüfen und Aktionsbedingungen genau lesen. Für hohe Netzanforderungen kommt ein Tarif im Telekom-Netz infrage, sofern die lokale Netzprüfung den Empfang bestätigt. Bei sehr hohem Verbrauch kann ein Unlimited-Tarif sinnvoll sein.
Die wichtigste Regel lautet: Ermitteln Sie zuerst Ihren Datenverbrauch und prüfen Sie das Netz an Ihren wichtigsten Aufenthaltsorten. Vergleichen Sie erst danach Monatskosten, Laufzeit und Smartphone-Bundle. So finden Sie einen Handyvertrag, der zu Ihrem Alltag und zu Ihrem Budget passt.