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Tarif & Vertrag

Handy mit Vertrag: So rechnen Sie Bundles richtig aus

Ein Handyvertrag mit Smartphone klingt verlockend: Sie zahlen eine monatliche Gebühr und bekommen ein neues Gerät, oft gegen eine kleine Einmalzahlung. Ob das Angebot günstig ist, zeigt erst die Gesamtrechnung über die Laufzeit. Entscheidend ist der Vergleich der Bundle-Gesamtkosten mit dem Preis für Handy und Tarif im getrennten Kauf.

Gesamtkosten des Bundles berechnen

Die Grundformel lautet: Monatliche Grundgebühr mal Laufzeit plus Zuzahlung für das Gerät. Dazu kommen eventuelle Anschlussgebühren, die manche Anbieter einmalig verlangen. Rechnen Sie alle Posten zusammen, bevor Sie sich von einem niedrigen Monatspreis blenden lassen.

Ein Beispiel: Multiplizieren Sie die monatliche Grundgebühr mit der Laufzeit und addieren Sie die Zuzahlung. So erhalten Sie die Gesamtkosten. Diesen Betrag vergleichen Sie mit dem, was Sie anderweitig ausgeben würden.

Gerätewert im freien Handel prüfen

Der Vergleich hängt vom tatsächlichen Wert des Smartphones ab. Schauen Sie nach, was das identische Modell im freien Handel kostet, etwa bei Elektronikhändlern oder Preisvergleichsportalen. Dieser Gerätewert ist die Grundlage für Ihre Rechnung.

Wenn das Bundle inklusive Gerät günstiger ist als der freie Kauf von Handy plus Tarif, lohnt sich der Vertrag. Ist es teurer, zahlen Sie für das Smartphone effektiv einen Aufpreis, der in der monatlichen Gebühr versteckt ist. Genau dieser versteckte Aufpreis bleibt vielen Kunden verborgen, weil sie nur auf die Zuzahlung achten.

Stolperfallen bei der Grundgebühr

Die Grundgebühr ist der feste monatliche Betrag des Tarifs und umfasst in der Regel die Telefonie- und Datenleistungen des Anbieters. Achten Sie auf zwei Stolperfallen. Erstens rechnen einige Anbieter nicht pro Monat, sondern pro vier Wochen ab. Ein Jahr hat 13 Vier-Wochen-Zeiträume. Sie zahlen also 13 statt 12 Raten pro Jahr. Das verteuert den Tarif spürbar. Zweitens stecken in manchen Grundgebühren bereits Leistungen, die Sie gar nicht benötigen, etwa große Datenvolumen oder Streaming-Pakete. Streichen Sie diese Optionen gedanklich und vergleichen Sie nur die Leistungen, die Sie tatsächlich nutzen.

Den Vergleich mit dem getrennten Kauf anstellen

Der Kauf eines Handys ohne Vertrag bietet mehr Flexibilität, weil Sie das gewünschte Modell beim günstigsten Anbieter kaufen und mit jedem beliebigen Tarif kombinieren können. Für den Vergleich gehen Sie so vor: Addieren Sie den Gerätewert im freien Handel und die Kosten eines Tarifs ohne Gerät über dieselbe Laufzeit. Vergleichen Sie diese Summe mit den Gesamtkosten des Bundles.

So entscheiden Sie: Liegt das Bundle inklusive aller Kosten unter der Summe aus freiem Gerätekauf und Tarif, ist der Vertrag rechnerisch im Vorteil. Liegt es darüber, zahlen Sie einen Aufpreis für die Bequemlichkeit, alles aus einer Hand zu bekommen. Dieser Aufpreis ist nicht automatisch schlecht, aber Sie sollten ihn bewusst wählen und nicht unbemerkt in Kauf nehmen.

Zusätzliche Kostenfaktoren einplanen

Neben Grundgebühr und Zuzahlung fallen weitere Posten an, die Ihre Rechnung verändern. Anschlussgebühren erhöhen die Gesamtkosten im ersten Jahr. Manche Anbieter verlangen eine Versandpauschale für das Gerät. Und wenn Sie den Vertrag vor Ablauf der Mindestlaufzeit kündigen, wird oft der Restwert des subventionierten Handys fällig. Diese Summe kann mehrere hundert Euro betragen und macht die vermeintliche Flexibilität zunichte.

Prüfen Sie außerdem, ob die Zuzahlung nur den Gerätewert abdeckt oder ob der Anbieter das Handy über die Laufzeit verteilt verrechnet. In vielen Bundles ist das Gerät nicht geschenkt, sondern über die monatliche Gebühr mitfinanziert. Die Zuzahlung ist dann nur der sichtbare Teil des Gerätepreises.

Bundle in fünf Schritten berechnen

So bewerten Sie ein Angebot schnell:

  1. Notieren Sie die Laufzeit in Monaten und prüfen Sie, ob die Grundgebühr pro Monat oder pro vier Wochen berechnet wird.
  2. Multiplizieren Sie die Grundgebühr mit der Laufzeit.
  3. Addieren Sie Zuzahlung, Anschlussgebühr und Versandkosten.
  4. Ermitteln Sie den Gerätewert im freien Handel und die Kosten eines vergleichbaren Tarifs ohne Gerät über dieselbe Laufzeit.
  5. Setzen Sie beide Summen gegenüber und entscheiden Sie anhand der Differenz.

Diese Rechnung funktioniert für jedes Bundle, unabhängig von Anbieter oder Gerätemodell. Entscheidend ist nur, dass Sie bei beiden Seiten der Rechnung dieselbe Laufzeit und dieselben Leistungen zugrunde legen.