Tarif & Vertrag
Passenden Smartphone-Tarif finden
Wählen Sie Ihren Smartphone-Tarif nach Ihrem Datenverbrauch und den Gesamtkosten. Prüfen Sie auch, wie gut der Empfang an den Orten ist, an denen Sie sich oft aufhalten. Viele Gigabyte oder ein niedriger Monatspreis bringen wenig, wenn das Netz zu Hause schwach ist oder Zusatzgebühren anfallen.
Prüfen Sie Ihren Verbrauch der vergangenen Monate und vergleichen Sie Netz, Tarifmodell und Vertragsbedingungen. So finden Sie ein passendes Datenpaket und entscheiden, ob Prepaid, ein Tarif ohne Smartphone oder ein Gerätepaket für Sie sinnvoll ist.
Prüfen Sie Ihren Datenverbrauch
Sehen Sie in den Einstellungen Ihres Smartphones oder im Kundenkonto Ihres Anbieters nach, wie viele mobile Daten Sie in den vergangenen drei bis sechs Monaten genutzt haben. Zählen Sie dabei nicht den Verbrauch im WLAN mit. Lassen Sie sich bei der Tarifwahl nicht von einem Urlaubsmonat oder einem Monat mit ungewöhnlich vielen Videogesprächen leiten.
Als grobe Orientierung gelten 3 bis 10 GB im Monat bei wenig mobiler Nutzung, 10 bis 30 GB für viele Alltagsnutzungen und 30 bis 100 GB bei hohem Verbrauch. Wer regelmäßig unterwegs Videos streamt oder das Smartphone als Hotspot für Laptop und Tablet nutzt, braucht mehr. Diese Bereiche sind Richtwerte, keine festen Grenzen.
Die Bundesnetzagentur meldete für 2025 einen durchschnittlichen mobilen Datenverbrauch von 8,4 GB pro aktivem SIM-Profil und Monat. Der Durchschnitt sagt wenig darüber aus, welches Paket zu Ihnen passt: Wer unterwegs kaum Videos schaut und häufig WLAN nutzt, benötigt weniger als jemand, der regelmäßig streamt. Wählen Sie das Datenvolumen daher anhand Ihrer eigenen Verbrauchswerte und prüfen Sie, was passiert, wenn Sie das Datenvolumen verbraucht haben. Manche Tarife drosseln dann die Geschwindigkeit; andere bieten zusätzliche Daten gegen Aufpreis oder schalten eine Datenautomatik ein.
Prüfen Sie den Empfang vor Ort
Ein Netz kann auf einer Abdeckungskarte gut aussehen und in Ihrer Wohnung trotzdem schwach sein. Prüfen Sie den Empfang deshalb an den Orten, an denen Sie Ihr Smartphone regelmäßig nutzen: zu Hause, am Arbeitsplatz und auf häufig gefahrenen Strecken.
Die Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur zeigt, wo die Anbieter je nach Netz und Mobilfunktechnik Empfang erwarten. Sie beruht auf Angaben der Netzbetreiber und bezieht sich auf den Empfang im Freien. In Gebäuden oder an bestimmten Straßen kann die Verbindung anders ausfallen. Das gilt auch bei hoher Netzauslastung. Testen Sie das Netz wenn möglich mit einer passenden SIM-Karte, bevor Sie sich länger binden.
5G allein sagt nicht aus, wie gut der Empfang ist. Entscheidend sind Netz, Standort und Smartphone. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Smartphone die angebotene Mobilfunktechnik unterstützt und ob Ihr Tarif sie einschließt.
Wählen Sie das passende Tarifmodell
Prepaid, SIM-only und ein Tarif mit Smartphone erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse. Vergleichen Sie die drei Modelle:
| Tarifmodell | Passt, wenn … | Darauf sollten Sie achten |
|---|---|---|
| Prepaid | Sie Ihre Ausgaben kontrollieren möchten oder Ihr Verbrauch schwankt | Laufzeit des Pakets, automatische Aufladung und Regeln bei längerer Inaktivität |
| SIM-only | Sie Ihr vorhandenes Smartphone behalten | Datenvolumen, Netz, Gesamtkosten und Kündigungsfrist |
| Tarif mit Smartphone | Sie ohnehin ein neues Gerät benötigen und die Kosten in Raten zahlen möchten | Anzahlung, Geräteraten, Tarifpreis und Gesamtkosten über die Laufzeit |
Prepaid bedeutet, dass Sie Guthaben oder ein Paket im Voraus bezahlen. Das erleichtert die Kostenkontrolle, ist aber nicht automatisch die günstigste Wahl. Prüfen Sie, wie lange ein Paket gilt und was mit der SIM-Karte bei längerer Inaktivität geschieht. Die Regeln hängen vom jeweiligen Vertrag ab.
Bei einem Gerätepaket zählt nicht nur die monatliche Rate. Vergleichen Sie die Gesamtkosten des Pakets mit den Kosten, wenn Sie dasselbe Smartphone separat kaufen und einen SIM-only-Tarif abschließen. Der Vergleich zeigt, ob das Bundle günstiger ist oder ob die Raten den niedrigeren Einstiegspreis nur verteilen.
Rechnen Sie alle Kosten zusammen
Ein Monatsbeitrag bildet den Preis eines Tarifs nicht immer vollständig ab. Rechnen Sie die Grundgebühren für die gesamte Mindestlaufzeit zusammen. Addieren Sie Anschluss- und Bereitstellungskosten sowie gegebenenfalls Anzahlung, Geräteraten, Versand und Zusatzoptionen. Ziehen Sie nur Rabatte ab, deren Bedingungen Sie sicher erfüllen. Teilen Sie die Gesamtsumme anschließend durch die Zahl der Vertragsmonate.
Ein Beispiel mit 19,99 Euro Grundgebühr für 24 Monate und 39,99 Euro Anschlusskosten ergibt insgesamt 519,75 Euro. Das entspricht rechnerisch rund 21,66 Euro pro Monat. Der beworbene Monatsbeitrag von 19,99 Euro lässt die Anschlusskosten außen vor.
Bei einem Bundle mit denselben Tarifkosten, 25 Euro monatlichem Geräteanteil, 99 Euro Anzahlung und 39,99 Euro Anschlusskosten steigen die Gesamtkosten über 24 Monate auf 1.218,75 Euro. Das sind rechnerisch rund 50,78 Euro pro Monat. Diese Beispiele zeigen nur die Wirkung zusätzlicher Kosten und sind keine aktuellen Angebote.
Achten Sie auch auf Preisstufen: Ein Rabatt kann nur für einen Teil der Laufzeit gelten. Vergleichen Sie deshalb den Preis während des gesamten Vertrags und prüfen Sie, welche Kosten nach dem Ende einer Aktion anfallen.
Lesen Sie Laufzeit und Tarifdetails
Ein Telekommunikationsvertrag darf zunächst höchstens 24 Monate laufen. Anbieter müssen auch eine Vertragsvariante anbieten, die höchstens 12 Monate läuft. Wenn sich ein Vertrag nach der Mindestlaufzeit automatisch verlängert, können Sie ihn grundsätzlich mit einer Frist von einem Monat kündigen. Ein Vertrag mit Mindestlaufzeit ist während dieser Zeit jedoch nicht automatisch monatlich kündbar.
Vor dem Abschluss muss der Anbieter eine verständliche Vertragszusammenfassung bereitstellen. Prüfen Sie darin Preis und Leistungen. Achten Sie auch auf die Laufzeit sowie die Verlängerungs- und Kündigungsbedingungen. Lesen Sie das Produktinformationsblatt und die Preisliste. Dort stehen etwa die Geschwindigkeit nach Verbrauch des Datenvolumens und mögliche Zusatzkosten. Auch die Bedingungen für Rabatte sind dort aufgeführt.
Klären Sie außerdem, ob Hotspot-Nutzung eingeschlossen ist und wie der Tarif im Ausland funktioniert. Beim EU-Roaming gelten Telefonie und SMS grundsätzlich zu den Inlandskonditionen. Das gilt auch für mobile Daten. Einschränkungen wie angemessene Nutzungsgrenzen bleiben möglich. Außerhalb der EU sowie auf Schiffen und in Flugzeugen können hohe Zusatzkosten entstehen. Prüfen Sie vor einer Reise die Preise und Datenlimits für Ihr konkretes Ziel.
Planen Sie den Wechsel
Sie können Ihre Mobilfunknummer kostenlos zum neuen Anbieter mitnehmen. Achten Sie darauf, dass Name und Anschrift beim bisherigen und beim neuen Anbieter übereinstimmen, und beantragen Sie die Rufnummernmitnahme beim neuen Anbieter.
Die Rufnummernmitnahme beendet den alten Vertrag nicht. Kündigen Sie ihn bei Bedarf separat und behalten Sie Laufzeit sowie Kündigungsfrist im Blick. Die Rufnummer kann grundsätzlich schon vor Vertragsende übertragen werden. Die Kosten aus dem alten Vertrag bleiben bestehen.