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Sichern & Übertragen

Cloud-Speicher auf Android einrichten

Wenn Sie auf ein neues Android-Handy wechseln oder Fotos und Dokumente schützen möchten, reicht es nicht, einfach einen Sicherungsschalter einzuschalten. Geräte-Backup, Fotosicherung und Dateiablage erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Richten Sie jede Funktion passend ein und prüfen Sie, ob die gewünschten Daten gespeichert sind.

Drei Funktionen, drei Aufgaben

Das Geräte-Backup sichert ausgewählte Einstellungen und Daten für die Einrichtung eines neuen oder zurückgesetzten Handys. Dazu zählen je nach Gerät und Einstellungen zum Beispiel Kontakte, SMS, Anrufliste und App-Daten. Ob eine App ihre Daten sichert und auf ein anderes Gerät überträgt, hängt jedoch auch von der App selbst ab.

Google Fotos lädt Fotos und Videos in Ihr Google-Konto. Neben dem Kameraordner können Sie weitere Geräteordner auswählen, etwa für Bilder aus Messenger-Apps. Google Drive eignet sich dagegen für Dokumente, PDFs und andere Dateien, die Sie speichern, wiederfinden oder teilen möchten.

Verlassen Sie sich deshalb nicht auf ein einzelnes Backup, wenn Sie bestimmte Fotos, Dateien oder App-Inhalte behalten wollen. Prüfen Sie für jede Datenart, welche Sicherung sie abdeckt.

Geräte-Backup einschalten

Öffnen Sie auf dem Android-Handy die Einstellungen und suchen Sie nach „Backup“ oder „Sicherung“. Ein möglicher Pfad lautet Einstellungen → Google-Dienste → Alle Dienste → Backup. Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Hersteller und Android-Version.

Kontrollieren Sie, ob das Backup eingeschaltet ist und das richtige Google-Konto verwendet wird. Öffnen Sie anschließend die Sicherungsdetails: Dort sehen Sie, welche Daten im Backup enthalten sind und wann es zuletzt erstellt wurde. Bei Bedarf können Sie eine Sicherung manuell starten. Ein Backup kann laut Google bis zu 24 Stunden dauern. Aktivieren Sie es deshalb rechtzeitig vor einem Gerätewechsel.

Google Fotos sichern

Öffnen Sie Google Fotos und tippen Sie auf Ihr Profilbild. Unter Fotos-Einstellungen → Backup prüfen Sie zuerst das ausgewählte Google-Konto. Unter Geräteordner sichern legen Sie fest, welche Ordner neben den Kamerafotos hochgeladen werden.

Wählen Sie nur Ordner aus, deren Inhalte Sie in der Cloud haben möchten. Wenn Sie einen wichtigen Ordner nicht auswählen, werden seine Bilder nicht automatisch mit den Fotos aus dem Kameraordner hochgeladen. Prüfen Sie nach der Einrichtung den Sicherungsstatus in Google Fotos. Ein eingeschalteter Schalter bestätigt noch nicht, dass alle Bilder bereits hochgeladen wurden.

Legen Sie außerdem fest, ob Google Fotos Fotos und Videos über mobile Daten hochladen darf. WLAN ist ein sinnvoller Startpunkt, wenn Sie Datenvolumen sparen möchten. Wenn Sie Uploads über mobile Daten erlauben, prüfen Sie auch die Einstellungen für Videos und Roaming, damit keine unerwarteten Kosten entstehen.

Dateien in Google Drive speichern

Für einzelne Dokumente öffnen Sie Google Drive und wählen Neu → Upload. Die Dateien landen zunächst in „Meine Ablage“, von dort verschieben Sie sie in passende Ordner, damit Sie sie später wiederfinden. In den Drive-Einstellungen können Sie Dateiübertragungen auf WLAN beschränken.

Eine einfache Ordnerstruktur reicht meist aus. Legen Sie etwa Ordner für Dokumente, Rechnungen und Projekte an und ergänzen Sie bei Bedarf Unterordner nach Jahr. Aussagekräftige Dateinamen wie „Stromrechnung_März“ sind leichter wiederzufinden als allgemeine Namen wie „Scan“ oder „Dokument“.

Wenn Sie einen anderen Cloud-Dienst verwenden, prüfen Sie dessen Bedienung und Sicherungsumfang. Bei OneDrive lädt die Funktion für den Kamera-Upload Fotos und Videos vom Handy in die Cloud hoch. Änderungen werden dadurch nicht automatisch auf allen Geräten abgeglichen. Dateien lassen sich auch manuell hochladen.

Speicher und Konto schützen

Bei einem privaten Google-Konto sind bis zu 15 GB Speicher kostenlos. Drive, Gmail und Google Fotos teilen sich diesen Platz. Wenn der Speicher voll ist, lassen sich keine neuen Drive-Dateien, Fotos oder Videos mehr sichern. Auch Gmail kann betroffen sein. Prüfen Sie daher den Speicherverbrauch des gesamten Kontos einschließlich des Platzbedarfs Ihrer Fotos.

Schützen Sie das Google-Konto mit einer zusätzlichen Anmeldebestätigung, zum Beispiel einem Passkey oder einem anderen zweiten Faktor. Halten Sie die Wiederherstellungswege aktuell. Ohne Zugriff auf das Konto hilft eine vorhandene Cloud-Sicherung beim Gerätewechsel wenig.

Google verschlüsselt Daten bei der Übertragung zwischen Gerät und Google-Diensten. Für bestimmte Backup-Daten beschreibt Google eine zusätzliche Verschlüsselung mit der Bildschirmsperre. Diese Aussage gilt nicht pauschal für alle Cloud-Inhalte; Google Fotos zählt bei dieser Zusatzverschlüsselung nicht dazu.

Löschungen richtig einschätzen

Eine Kopie in der Cloud ist nicht automatisch eine zweite, unabhängige Sicherung. Wenn Sie ein Foto in Google Fotos löschen, kann es unter bestimmten Bedingungen auch auf Android-Geräten mit installierter Google-Fotos-App und eingeschaltetem Backup entfernt werden. Gelöschte Fotos und Videos bleiben laut Google 30 Tage im Papierkorb, bevor sie dauerhaft gelöscht werden.

Prüfen Sie vor dem Löschen, ob Sie das Bild nur aus einer Ansicht entfernen oder tatsächlich löschen. Speichern Sie Dateien, die Sie nicht verlieren möchten, zusätzlich auf einem Computer oder externen Speicher. So bleibt eine Kopie verfügbar, falls Sie den Zugriff auf Ihr Cloud-Konto verlieren.

Wiederherstellung vorher prüfen

Beim Einrichten eines neuen oder zurückgesetzten Android-Handys können Sie das Geräte-Backup wiederherstellen. Fotos und Videos, die Google Fotos bereits gesichert hat, finden Sie in Google Fotos. Sie werden nicht wie Gerätedaten während der Wiederherstellung übertragen. Ein Backup von einer neueren Android-Version lässt sich außerdem nicht auf ein Gerät mit einer älteren Version übertragen.

Prüfen Sie vor dem Wechsel, ob das richtige Google-Konto ausgewählt ist, wann das letzte Backup erstellt wurde und ob wichtige Fotos und Dateien tatsächlich abrufbar sind. Prüfen Sie bei Messenger- und Spezial-Apps in den jeweiligen Einstellungen, ob Sie die Inhalte zusätzlich in der App sichern müssen. Das Google-Geräte-Backup sichert nicht automatisch alle Inhalte Ihrer Apps.