Android-Dateien richtig in der Cloud sichern
Ein Sturz, Diebstahl oder ein defekter Akku kann Ihr Android-Smartphone unbrauchbar machen. Wer Fotos, Dokumente und Einstellungen in der Cloud sichert, behält die Daten trotzdem. Die Cloud ist ein externer Speicher im Internet, auf den Sie von jedem Gerät zugreifen.
Auf Android übernimmt Google diese Aufgabe: Google Fotos sichert Bilder und Videos, das Geräte-Backup sichert Apps und Einstellungen. Beide Funktionen müssen Sie einmal einrichten und den Speicherplatz im Blick behalten. Sonst klappt das automatische Sichern nicht.
Fotos und Videos automatisch sichern
Google Fotos ist der Standardweg, um Bilder und Videos vom Android-Smartphone in die Cloud zu bringen. Die App lädt neue Aufnahmen automatisch in Ihr Google-Konto hoch, sobald Sie die Sicherung in den Einstellungen aktiviert haben. Die gesicherten Fotos und Videos sind privat. Nur Sie sehen sie auf Ihren angemeldeten Geräten, solange Sie sie nicht ausdrücklich teilen.
Beachten Sie zwei Einschränkungen. Erstens sichert Google Fotos nur ein Google-Konto gleichzeitig. Wenn Sie mehrere Konten nutzen, legen Sie fest, welches die Bilder bekommt. Zweitens gelten Grenzen für Dateigröße und Format. Fotos bis 200 MB oder 200 Megapixel und Videos bis 10 GB werden akzeptiert. Die Dateien müssen größer als 256 mal 256 Pixel sein. Gängige Formate wie JPG, PNG, HEIC, WebP, GIF und die meisten RAW-Dateien funktionieren. Auch Videoformate wie MP4, MOV, AVI und MKV funktionieren. Sehr große oder ungewöhnliche Dateien bleiben auf dem Gerät und werden nicht hochgeladen.
Google-Speicherplatz planen
Der Speicherplatz Ihres Google-Kontos ist nicht für Fotos reserviert. Google Fotos, Google Drive und Gmail teilen sich dasselbe Kontingent. Wenn Sie viele Videos sichern, viele Dokumente in Drive ablegen und dazu einen vollen Posteingang haben, erreichen Sie die Grenze schneller, als Sie denken.
Wenn der Speicher voll ist, haben Sie zwei Optionen: Sie räumen auf oder Sie kaufen zusätzlichen Speicher. Beim Aufräumen löschen Sie doppelte Fotos, sortieren alte Videos aus oder entfernen große Anhänge aus Gmail. Prüfen Sie regelmäßig in den Kontoeinstellungen, wie viel Speicher noch frei ist, und entscheiden Sie dann, ob sich ein kostenpflichtiges Upgrade lohnt. Die Entscheidung hängt davon ab, wie viele Daten Sie pro Monat neu sichern.
Geräte-Backup für Apps und Einstellungen
Neben Fotos sichert Android auch andere Daten: App-Einstellungen, WLAN-Passwörter, Kontakte und Teile des Gerätezustands. Das läuft über das Geräte-Backup, das Sie unter Einstellungen, Google, Backup finden. Dort sehen Sie unter Backup-Details, welche Daten genau einbezogen sind. Nicht alles wird automatisch gesichert.
Das Geräte-Backup ist nicht sofort fertig; es kann einige Stunden dauern, bis die Daten in der Cloud liegen. Wenn Sie das Handy also kurz vor einer Reparatur oder einem Wechsel sichern wollen, starten Sie das Backup rechtzeitig. Sie können die automatische Sicherung jederzeit abschalten, etwa wenn Sie den Speicherplatz für etwas anderes brauchen. Falls Sie sich später aus Ihrem Google-Konto aussperren, helfen die Wiederherstellungsoptionen von Google, wieder Zugriff auf die gesicherten Daten zu bekommen.
Dokumente in der Cloud organisieren
Dokumente sichern Sie am besten über Google Drive oder einen anderen Cloud-Dienst Ihrer Wahl, denn anders als Fotos gibt es dafür keine automatische Sicherung auf Systemebene. Sie müssen selbst entscheiden, welche Dateien in die Cloud sollen, und sie dort ablegen. Die Drive-App auf dem Smartphone kann Dateien hochladen, und viele Apps wie Textverarbeitungen speichern direkt in Drive.
Damit die Ablage übersichtlich bleibt, hilft eine einfache Ordnerstruktur. Legen Sie zum Beispiel Ordner nach Jahren an, also nach dem Jahr der Erstellung, und darin Unterordner für Rechnungen, Verträge und Notizen. Benennen Sie Dateien so, dass Sie den Inhalt ohne Öffnen erkennen, etwa Rechnung_Strom_Monat_Jahr.pdf statt Dokument1.pdf. Räumen Sie regelmäßig aus, was Sie nicht mehr brauchen, damit der Speicherplatz nicht unnötig belegt wird. Diese Regeln gelten unabhängig vom Anbieter und lassen sich auch auf OneDrive oder Dropbox übertragen.