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Sichern & Übertragen

Android-Backup: Daten in der Cloud sichern

Wenn Sie Ihr Android-Handy verlieren, es gestohlen wird oder beschädigt wird, sind ohne Backup Kontakte, Fotos, App-Daten und Einstellungen verloren. Das in Android eingebaute Google-Backup sichert diese Daten automatisch in Ihrem Google-Konto. Bevor Sie sich darauf verlassen, sollten Sie die Grenzen bei Wiederherstellung und Verschlüsselung kennen.

Was das Google-Backup sichert

Das Google-Backup erfasst Inhalte, Daten und Einstellungen Ihres Telefons und lädt sie in Ihr Google-Konto hoch. Dazu gehören Kontakte, Kalendereinträge, SMS-Verläufe, WLAN-Passwörter, Anrufverlauf und die Daten vieler Apps. Sie können das Backup später auf dem ursprünglichen Gerät oder auf einem anderen Android-Handy wiederherstellen.

Die Funktion gibt es nicht überall. Wenn Sie ein persönliches Gerät mit einem Arbeitsprofil nutzen, ein reines Arbeitsgerät oder ein Firmengerät, ist das Backup deaktiviert. In diesen Fällen müssen Sie auf andere Lösungen zurückgreifen, etwa auf die vom Arbeitgeber bereitgestellte Verwaltung oder manuelle Exporte.

Backup einrichten

Sie richten das Backup über die Einstellungen Ihres Telefons ein. Unter dem Punkt Google finden Sie den Bereich Sicherung oder Backup. Dort aktivieren Sie die Option, und das Gerät sichert regelmäßig im Hintergrund. Einige dieser Schritte funktionieren nur mit Android 9 oder neuer. Auf älteren Geräten müssen Sie prüfen, ob die Funktion überhaupt angeboten wird.

Achten Sie darauf, dass Ihr Google-Konto genügend Speicherplatz hat. Das Backup belegt Speicherplatz in Ihrem Google-Drive-Kontingent. Wenn der Speicher voll ist, schlägt die Sicherung fehl. Sie können den belegten Platz unter Google-Konto und Speicher einsehen.

Wiederherstellung und ihre Grenzen

Die Wiederherstellung funktioniert nicht auf jedem Gerät gleich. Sie hängt vom Telefonmodell und von der Android-Version ab. Wichtig: Ein Backup von einer neueren Android-Version lässt sich nicht auf einem älteren Telefon wiederherstellen. Wenn Sie also von einem aktuellen Gerät auf ein älteres Modell wechseln, können Sie das Backup nicht einspielen. Das führt im schlimmsten Fall zu Datenverlust.

Planen Sie einen Gerätewechsel, prüfen Sie vorher, welche Android-Version das neue Gerät hat. Ist sie niedriger als die des alten Geräts, müssen Sie die Daten anders übertragen, etwa manuell über Kabel oder eine Drittanbieter-App.

Verschlüsselung des Google-Backups

Google lädt die gesicherten Daten hoch und verschlüsselt sie während der Übertragung sowie in den Rechenzentren. Zusätzlich sind viele Daten mit der Bildschirmsperre Ihres Geräts geschützt. Das bedeutet: Wer das Backup abrufen will, braucht Ihre PIN, Ihr Muster oder Ihr Passwort. Diese Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gilt jedoch nicht für alle Inhalte.

Fotos und Videos in Google Photos sowie MMS-Medien, die Sie über Ihren Mobilfunkanbieter erhalten, sind nicht mit der Bildschirmsperre verschlüsselt. Sie liegen also weniger geschützt in der Cloud als andere Backup-Daten. Wenn Sie besonders sensible Bilder sichern, sollten Sie eine separate, verschlüsselte Ablage nutzen.

Weitere Cloud-Dienste nutzen

Neben dem Google-Backup können Sie einzelne Datenarten über andere Cloud-Dienste sichern. Dropbox, OneDrive oder Nextcloud bieten Apps für Android an, mit denen Sie Fotos, Dokumente und Ordner synchronisieren. Der Vorteil: Sie sind nicht an ein Google-Konto gebunden und können den Speicherort selbst wählen, etwa bei einem selbst gehosteten Nextcloud-Server.

Beachten Sie bei der Auswahl, dass die Synchronisierung im Hintergrund laufen muss. Manche Hersteller beenden Apps im Energiesparmodus, sodass die Sicherung nicht zuverlässig läuft. Prüfen Sie in den Akku-Einstellungen, ob die Cloud-App von Einschränkungen ausgenommen ist. Außerdem sollten Sie den Speicherplatz im Blick behalten, denn die meisten Dienste bieten nur ein begrenztes kostenloses Kontingent.

Für Fotos und Videos ist Google Photos eine praktische Ergänzung, da es die Bilder automatisch hochlädt und mit dem Google-Konto verknüpft ist. Bedenken Sie aber die fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für diese Dateien.