SMS-Flatrate oder Einzelabrechnung: Was lohnt sich?
Ob sich eine SMS-Flatrate lohnt, hängt davon ab, wie viele Kurznachrichten Sie pro Monat verschicken. Wer nur gelegentlich SMS schreibt, zahlt mit Einzelabrechnung weniger. Bei regelmäßiger Nutzung ist die Flatrate die günstigere Wahl. Entscheidend sind der Preis pro SMS und der monatliche Aufpreis der Flatrate bei Ihrem Anbieter.
So rechnen Sie SMS-Flatrate gegen Einzelabrechnung
Bevor Sie sich zwischen Flatrate und Einzelabrechnung entscheiden, brauchen Sie zwei Angaben von Ihrem Mobilfunkanbieter: den Preis für eine einzelne SMS und den monatlichen Aufpreis für die SMS-Flatrate. Ermitteln Sie dann, wie viele SMS Sie in den letzten Monaten durchschnittlich verschickt haben. Multiplizieren Sie diese Anzahl mit dem Einzelpreis. Liegt das Ergebnis über dem Flatrate-Preis, lohnt sich die Pauschale. Liegt es darunter, bleiben Sie bei der Einzelabrechnung.
Ein Beispiel: Aus dem Preis pro SMS und dem monatlichen Flatrate-Aufpreis lässt sich berechnen, ab wie vielen SMS sich die Flatrate lohnt. Die tatsächlichen Preise weichen je nach Anbieter und Tarif ab. Sie müssen also Ihre eigenen Werte einsetzen.
Prepaid: Flexibilität hat ihren Preis
Bei Prepaid-Tarifen zahlen Sie pro SMS in der Regel mehr als bei Verträgen. Dafür gibt es keine monatliche Grundgebühr und Sie kontrollieren die Kosten genau. Wenn Sie Ihr Guthaben aufladen und nur gelegentlich SMS schreiben, ist die Einzelabrechnung meist günstiger. Sie zahlen nur, was Sie tatsächlich verbrauchen.
Eine SMS-Flatrate bei Prepaid lohnt sich, wenn Sie regelmäßig SMS schreiben, etwa für kurze Absprachen mit Kollegen oder Familienmitgliedern, die keine Messenger nutzen. Manche Prepaid-Anbieter kombinieren die SMS-Flatrate mit einer Telefon-Flatrate oder einem Datenpaket. Dann zahlen Sie nicht extra für die SMS, sondern bekommen sie als Teil eines Gesamtpakets. In diesem Fall lohnt sich die Flatrate fast immer, weil Sie die anderen Leistungen ohnehin nutzen.
Vertrag: Oft ist die Flatrate schon enthalten
Bei vielen aktuellen Vertragstarifen ist eine SMS-Flatrate bereits in der monatlichen Gebühr enthalten. Wenn Ihr Tarif das einschließt, stellt sich die Frage nach der Einzelabrechnung gar nicht. Sie zahlen für jede SMS den gleichen Pauschalpreis, egal ob Sie eine oder hundert schreiben.
Nur wenn Ihr Vertrag keine SMS-Flatrate enthält und Sie eine als Zusatzoption buchen können, müssen Sie rechnen. Vertragskunden haben oft niedrigere Einzelpreise pro SMS als Prepaid-Kunden. Dadurch lohnt sich die Flatrate erst bei mehr SMS. Wer im Vertrag nur selten SMS schreibt, weil er ohnehin Messenger wie WhatsApp oder Signal nutzt, sollte die Einzelabrechnung behalten.
Wann die Einzelabrechnung die bessere Wahl bleibt
Die Einzelabrechnung ist die richtige Wahl, wenn Sie nur wenige SMS pro Monat verschicken. Das ist bei vielen Menschen der Fall, weil Messenger-Dienste die klassische SMS weitgehend ersetzt haben. SMS nutzen Sie dann nur noch für den Empfang von TAN-Codes der Bank und für Benachrichtigungen von Paketdiensten. Dazu kommt der Kontakt zu Menschen, die kein Smartphone mit Internet haben.
Mit der Einzelabrechnung vermeiden Sie die monatliche Fixkostenfalle. Eine Flatrate, die Sie nicht ausnutzen, ist verschenktes Geld, das Ihnen jeden Monat vom Konto abgezogen wird. Bei der Einzelabrechnung haben Sie die volle Kontrolle und können in Monaten mit wenig SMS-Nutzung sparen.
So entscheiden Sie in drei Schritten
Prüfen Sie zuerst, ob Ihr aktueller Tarif eine SMS-Flatrate enthält. Wenn ja, ist die Sache erledigt. Wenn nein, schauen Sie in Ihre letzten Handyrechnungen und zählen Sie die SMS, die Sie verschickt haben. Notieren Sie sich den Wert für zwei oder drei Monate, um einen verlässlichen Durchschnitt zu bekommen.
Vergleichen Sie dann den Einzelpreis pro SMS mit dem Aufpreis für die Flatrate. Rechnen Sie Ihren Monatsbedarf hoch. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie die Flatrate wirklich ausnutzen, starten Sie konservativ mit der Einzelabrechnung und beobachten Sie Ihre Kosten über zwei Monate. Danach treffen Sie die Entscheidung auf Basis echter Zahlen statt Vermutungen.