Kostenlos Nachrichten vom iPhone senden
iMessages sind kostenlos, SMS nicht. Die Nachrichten-App auf dem iPhone entscheidet selbst, welchen Weg eine Nachricht nimmt: Für andere Apple-Nutzer wählt sie die Internetverbindung (iMessage), für alle anderen das Mobilfunknetz (SMS). Voraussetzung für iMessage ist ein Apple-Gerät mit Internetverbindung.
Was iMessage von SMS unterscheidet
iMessage ist Apples eigener Nachrichtendienst, der in der vorinstallierten App "Nachrichten" steckt. Wenn Sie eine Nachricht an jemanden mit iPhone, iPad, Mac oder Apple Watch senden, läuft sie über das Internet, also über WLAN oder mobile Daten. Dafür zahlen Sie keine Gebühr pro Nachricht, egal ob Sie Texte, Fotos, Videos, Sprachnachrichten oder Dokumente verschicken. Auch Gruppen-Chats mit mehreren Apple-Nutzern sind inklusive.
Eine klassische SMS oder MMS nutzt dagegen das Mobilfunknetz Ihres Anbieters. Die Nachrichten-App zeigt Ihnen an, welcher Weg gerade aktiv ist: Blaue Sprechblasen kennzeichnen eine iMessage, grüne Sprechblasen eine SMS oder MMS. Solange die Verbindung zu einem anderen Apple-Gerät über iMessage läuft, kostet der Versand nichts, egal ob Sie im Inland oder ins Ausland schreiben.
Voraussetzungen für iMessage
Damit iMessage überhaupt funktioniert, braucht es drei Dinge. Sie brauchen ein Apple-Gerät, auf dem die Nachrichten-App läuft, also ein iPhone, iPad, einen Mac oder eine Apple Watch. Zusätzlich müssen Sie in den Einstellungen unter "Nachrichten" den Schalter für iMessage aktiviert haben und mit Ihrer Apple-ID angemeldet sein. Die Apple-ID ist das kostenlose Benutzerkonto, das Sie für alle Apple-Dienste verwenden.
Der dritte Punkt ist die Internetverbindung. iMessage braucht entweder WLAN oder eine aktive Mobilfunkdaten-Verbindung. Haben Sie keine Verbindung, schaltet das iPhone automatisch auf SMS um, sofern der Empfänger eine normale Telefonnummer besitzt. Das passiert auch dann, wenn der Empfänger gerade kein Internet hat oder die iMessage-Zustellung fehlschlägt. In diesem Fall zahlen Sie den normalen SMS-Preis Ihres Tarifs.
Wann Kosten entstehen können
Kosten entstehen immer dann, wenn Ihre Nachricht nicht als iMessage zugestellt wird. Wenn Sie jemanden ohne Apple-Gerät schreiben oder die Internetverbindung auf einer Seite unterbrochen ist, sendet das iPhone eine SMS oder MMS über das Mobilfunknetz. Ob und wie viel Ihr Anbieter dafür berechnet, hängt von Ihrem Tarif ab. Viele Verträge enthalten mittlerweile eine Flatrate für SMS ins Inland, aber das ist keine Garantie. Prüfen Sie im Zweifel Ihre Tarifbedingungen oder fragen Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter nach, bevor Sie größere Mengen an SMS ins Ausland schicken.
Auch die neue Unterstützung für RCS-Nachrichten, den moderneren SMS-Nachfolger, ändert daran nichts. RCS ist ein Übertragungsstandard, der über den Anbieter läuft und ebenfalls in der Nachrichten-App auftaucht. Er bringt Funktionen wie Lesebestätigungen und höhere Dateigrößen, befreit den Versand aber nicht von den Gebühren Ihres Mobilfunktarifs. Wichtig ist: Nur die blaue iMessage läuft garantiert über Ihre Internet-Flatrate.
Kostenlose Alternativen zu iMessage
Wenn Sie auch Menschen ohne Apple-Gerät erreichen möchten, ohne SMS zu schicken, helfen Messenger-Apps, die auf allen Smartphones laufen. WhatsApp, Signal und Telegram sind die bekanntesten Vertreter. Diese Dienste sind in der Grundnutzung kostenlos, brauchen aber ebenfalls eine Internetverbindung. Der große Vorteil gegenüber iMessage: Sie funktionieren geräteübergreifend, sodass Sie mit Android-Nutzern genauso schreiben können wie mit iPhone-Besitzern. Sie müssen lediglich darauf achten, dass die andere Person dieselbe App installiert hat.
Für den Notfall bietet Apple außerdem die Möglichkeit, über Satellit eine Notfallmeldung abzusetzen, wenn Sie keinen Handyempfang haben. Diese Funktion ist auf neuere iPhone-Modelle beschränkt und muss aktiv freigeschaltet werden. Die genauen Bedingungen, etwa ob ein kostenpflichtiges Abo nötig ist, hängen von Ihrem Gerät und Ihrer Region ab. Für den regulären Nachrichtenaustausch spielt sie aber keine Rolle.