iPhone mit iCloud und iTunes synchronisieren

Für das iPhone gibt es zwei Wege, Daten mit dem Computer abzugleichen: iCloud und iTunes. iCloud synchronisiert Fotos, Kontakte, Kalender und Dateien automatisch über das Internet auf allen Geräten. iTunes überträgt Musik, Filme und Podcasts direkt zwischen Computer und iPhone, per Kabel oder WLAN. Beide ergänzen sich. Für die meisten Nutzer ist die Kombination aus beidem am praktischsten. Wie Sie beides einrichten, hängt davon ab, welche Daten über welchen Kanal laufen.

Was iCloud synchronisiert

iCloud ist ein Online-Dienst von Apple, der Ihre Daten auf Servern speichert und an alle Geräte verteilt, die mit derselben Apple-ID angemeldet sind. Dazu gehören Fotos, Kontakte, Kalender, Notizen, Erinnerungen, Safari-Lesezeichen und Nachrichten. Diese Daten werden automatisch synchronisiert, sobald eine Internetverbindung besteht. Sie müssen nichts manuell tun.

Für die Dateiablage ist iCloud Drive der wichtigste Teil. Das ist ein Ordnerbereich, in dem Sie Dokumente und andere Dateien ablegen können. Sie erreichen iCloud Drive auf dem iPhone, iPad, Mac, Windows-PC und über die Website iCloud.com. Voraussetzung ist, dass Sie auf allen Geräten mit demselben Apple-Account angemeldet sind. Wenn das nicht der Fall ist, sehen Sie auf dem jeweiligen Gerät Ihre Dateien nicht.

Was iTunes synchronisiert

iTunes ist die ältere der beiden Lösungen und überträgt Medieninhalte direkt zwischen Computer und iPhone. Dazu zählen Musik, Filme, Fernsehsendungen, Podcasts, Hörbücher und auch PDF-Dateien. Anders als bei iCloud läuft die Übertragung nicht automatisch im Hintergrund, sondern Sie starten sie selbst. Sie haben zwei Optionen: die automatische Synchronisierung oder das manuelle Ziehen einzelner Titel per Drag & Drop. Bei der automatischen Synchronisierung gleicht iTunes den gesamten Medienbestand ab. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich, etwa wenn Sie Musik automatisch synchronisieren, aber Filme nur einzeln übertragen möchten.

Ein Vorteil von iTunes: Sie können mehrere iPhones oder iPads mit derselben iTunes-Bibliothek verbinden und für jedes Gerät eigene Einstellungen festlegen. So bekommt das eine Gerät die komplette Musiksammlung, das andere nur ausgewählte Alben.

iCloud Drive auf dem iPhone einrichten

Die Einrichtung von iCloud Drive dauert nur wenige Schritte. Öffnen Sie die Einstellungen auf Ihrem iPhone, tippen Sie oben auf Ihren Namen und dann auf iCloud. Dort finden Sie den Eintrag Drive (auf älteren iOS-Versionen heißt er iCloud Drive). Aktivieren Sie die Option „Sync this [Device]“ beziehungsweise „Dieses iPhone synchronisieren“. Anschließend können Sie unterhalb von Drive einzelne Apps aktivieren, deren Daten in iCloud gespeichert werden sollen. Jede App, die Sie hier einschalten, legt ihre Dateien in iCloud Drive ab und macht sie auf allen anderen Geräten verfügbar.

Wenn Sie später auf einem anderen Gerät keine iCloud-Dateien sehen, prüfen Sie zuerst, ob dort dieselbe Apple-ID angemeldet ist und ob iCloud Drive aktiviert wurde. Beides lässt sich in den Einstellungen des jeweiligen Geräts nachprüfen.

Mit iTunes synchronisieren

Für die iTunes-Synchronisierung verbinden Sie das iPhone zunächst per USB-Kabel mit dem Computer und öffnen iTunes. Auf einem Mac mit aktueller macOS-Version übernimmt der Finder diese Aufgabe, da Apple iTunes dort durch separate Apps ersetzt hat. Der Ablauf ist aber derselbe.

Im linken Seitenbereich oder in der Geräteübersicht wählen Sie Ihr iPhone aus. Dort sehen Sie Kategorien wie Musik, Filme, Podcasts und Bücher. Sie können für jede Kategorie entscheiden, ob sie automatisch synchronisiert wird oder ob Sie die Inhalte manuell verwalten. Für die automatische Synchronisierung aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben der jeweiligen Kategorie. Für die manuelle Übertragung ziehen Sie einzelne Titel aus Ihrer Mediathek direkt auf das Gerätesymbol.

Seit iOS 5 ist auch die kabellose Synchronisierung möglich. Dafür müssen Computer und iPhone im selben WLAN-Netzwerk sein. Aktivieren Sie in iTunes die Option „Mit diesem iPhone über WLAN synchronisieren“. Danach erscheint das Gerät auch ohne Kabel in iTunes, sobald beide im selben Netzwerk sind. Ist kein WLAN verfügbar, bleibt die USB-Verbindung der zuverlässige Weg.

Wann iCloud, wann iTunes?

Die Entscheidung zwischen iCloud und iTunes hängt davon ab, welche Daten Sie synchronisieren möchten. Für persönliche Daten wie Kontakte, Kalender und Fotos ist iCloud die richtige Wahl, weil die Synchronisierung automatisch und geräteübergreifend funktioniert. Sie müssen nichts tun, und die Daten sind auf allen Geräten gleichzeitig aktuell.

Für große Mediensammlungen ist iTunes oft praktischer. Musik und Filme belegen viel Speicherplatz, und nicht jeder Titel gehört auf jedes Gerät. Mit iTunes bestimmen Sie selbst, was auf dem iPhone landet. Außerdem funktioniert die Übertragung auch ohne Internetverbindung. Das kann bei großen Dateien oder unterwegs ein Vorteil sein.

Beide Systeme schließen sich nicht gegenseitig aus. Viele Nutzer lassen iCloud für Fotos und Dokumente laufen und nutzen iTunes für die Musiksammlung. Wichtig ist nur, dass Sie wissen, welcher Kanal für welche Daten zuständig ist, damit Sie nicht versehentlich doppelte oder veraltete Versionen auf Ihren Geräten haben.