Flash auf Android: Sicherheitsrisiko
Flash war lange die Standard-Technologie für Videos, Animationen und Spiele im Browser. Auf frühen Android-Versionen war Adobe Flash vorinstalliert, später musste man es selbst installieren. Adobe hat den Support Ende 2020 eingestellt, und alle großen Browser blockieren Flash-Inhalte. Wer auf Android noch Flash nutzt, setzt auf eine veraltete, unsichere Technologie. HTML5 ist der bessere Ersatz.
Was Flash auf Android war
Flash Player war ein Browser-Plugin, das Videos, Spiele und interaktive Grafiken anzeigte. Auf Android war es in den Anfangsjahren wichtig, weil viele Websites damals auf Flash setzten. YouTube, Spieleportale und Werbeanzeigen liefen nur mit diesem Plugin. In späteren Android-Versionen mussten Nutzer Flash selbst installieren, und Adobe stoppte die Weiterentwicklung für mobile Geräte. Android-Nutzer bekamen keine Updates mehr, während auf dem Desktop noch eine Weile weiterentwickelt wurde.
Sicherheitslücken in Flash
Das Hauptproblem waren die vielen Sicherheitslücken. Flash war ein komplexes Programm, das immer wieder neue Schwachstellen hatte. Angreifer nutzten diese Lücken, um Schadsoftware einzuschleusen, Daten auszuspähen oder den Browser zu übernehmen. Da Adobe die mobile Version nicht mehr aktualisierte, waren Android-Geräte mit Flash dauerhaft angreifbar. Selbst auf dem Desktop, wo Adobe bis Ende 2020 Updates lieferte, war Flash ein bevorzugtes Angriffsziel. Nach dem Support-Ende blockierte Adobe Flash-Inhalte vollständig, und auch die Browser entfernten die Unterstützung. Ein Flash-Plugin auf einem heutigen Android-Gerät ist daher nutzlos und eine offene Hintertür für Angreifer, weil es keine Sicherheitsupdates mehr gibt.
HTML5 als Alternative
HTML5 ist kein Plugin, sondern ein offener Standard, den alle modernen Browser direkt unterstützen. Videos, Animationen und Spiele laufen ohne zusätzliche Installation, und die Browserhersteller entwickeln die Technologie laufend weiter und sichern sie ab. Für die meisten Zwecke, für die man früher Flash brauchte, gibt es heute HTML5-Lösungen: Video-Player wie YouTube nutzen HTML5, Spiele laufen mit WebGL oder Canvas, und Animationen lassen sich mit CSS umsetzen. Der entscheidende Vorteil ist die Sicherheit: HTML5-Code läuft in einer abgeschotteten Umgebung des Browsers und hat keinen direkten Zugriff auf das System. Zudem verbraucht HTML5 weniger Akku und Speicher, weil kein zusätzliches Programm im Hintergrund läuft.
Flash entfernen
Wenn auf Ihrem Android-Gerät noch Flash installiert ist, sollten Sie es entfernen. Gehen Sie in die Einstellungen, öffnen Sie den Menüpunkt Apps, suchen Sie nach Adobe Flash Player und deinstallieren Sie es. Falls Sie eine alte App oder Website nutzen, die unbedingt Flash braucht, können Sie sie nicht sicher weiter nutzen. Die Inhalte sind entweder bereits auf HTML5 umgestellt, oder der Anbieter hat sie eingestellt. Wenn Sie eine alte Flash-Datei lokal abspielen möchten, gibt es spezielle Programme wie Ruffle, die Flash-Inhalte in einer sicheren Umgebung nachahmen. Diese laufen allerdings nicht auf Android, sondern auf dem Desktop. Auf dem Smartphone selbst bleibt nur, auf HTML5-fähige Alternativen zu setzen.