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iPhone

Vom ersten iPhone zum iPhone 5

In den ersten sechs Generationen wurde aus einem Mobiltelefon mit Musikplayer und Internetzugang eine Plattform für Apps. Sie konnten zusätzliche Programme installieren; später kamen Videoanrufe und Sprachsteuerung hinzu.

Das erste iPhone prägte die Bedienung per Finger, das iPhone 3G brachte den App Store und schnelleres Mobilfunknetz. Spätere Modelle verbesserten vor allem Kamera, Display und Leistung.

Das erste iPhone: Bedienung per Finger

Apple stellte das erste iPhone im Januar 2007 vor; in den USA kam es am 29. Juni in den Verkauf. Das Gerät vereinte Telefon, iPod und Internetzugang. Sie bedienten es mit mehreren Fingern auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm. So konnten Sie wischen und die Finger zusammenziehen.

Zum Start gehörten unter anderem Safari, E-Mail, Karten und Visual Voicemail dazu. Bei Visual Voicemail konnten Sie Nachrichten direkt aus einer Liste auswählen, statt sie der Reihe nach abzuhören. Das 3,5-Zoll-Display und die 2-Megapixel-Kamera ergänzten die Grundausstattung. Das iPhone bot zunächst vor allem Apples eigene Programme und hatte noch keinen App Store.

iPhone 3G: Apps kommen hinzu

Das iPhone 3G erschien 2008. Es verband sich mit 3G-Mobilfunknetzen, die Daten schneller übertrugen als die vorherige Mobilfunktechnik. Ein eingebautes GPS bestimmte den Standort.

Mit einer neuen Version der iPhone-Software kam auch der App Store. Damit konnten Sie Programme anderer Anbieter direkt auf das Gerät laden. Apple kündigte zum Start mehr als 500 verfügbare Apps an. Mit zusätzlichen Apps konnten Sie weitere Funktionen auf dem iPhone nutzen. Auch die Unterstützung für Microsoft Exchange machte das Gerät für geschäftliche E-Mails interessanter.

iPhone 3GS: Kamera und Tempo

Das iPhone 3GS von 2009 behielt weitgehend die Form des iPhone 3G bei. Apple verbesserte die Leistung und die Kamera. Das Unternehmen gab an, das Gerät sei in bestimmten Aufgaben bis zu doppelt so schnell wie sein Vorgänger. Die Kamera hatte 3 Megapixel und einen Autofokus, der das Bild automatisch scharf stellte. Außerdem nahm sie Videos auf.

Auch die Software wurde erweitert. Ein Update brachte unter anderem Kopieren und Einfügen, MMS und eine Suche über das ganze Gerät hinweg. Mit der Sprachsteuerung konnten Sie bestimmte Funktionen per Sprachbefehl bedienen. Das iPhone 3GS bot damit mehr Funktionen. Äußerlich änderte es sich kaum.

iPhone 4: Schärferes Display

Mit dem iPhone 4 änderte sich 2010 das Design deutlich. Ein Rahmen aus Edelstahl und Glasflächen auf Vorder- und Rückseite prägten das neue Gehäuse. Das 3,5-Zoll-Retina-Display zeigte Inhalte besonders scharf. Apple ergänzte außerdem eine 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz, HD-Videoaufnahme und eine Frontkamera für FaceTime-Videoanrufe.

Beim iPhone 4 gab es auch Streit über den Empfang. Apple erklärte, ein Berechnungsfehler lasse die Empfangsbalken bei bestimmten Griffen zu stark sinken, und kündigte eine Softwarekorrektur an. Consumer Reports berichtete nach eigenen Tests von Empfangsproblemen beim Berühren eines bestimmten Bereichs und empfahl das Gerät deshalb zunächst nicht. Apple und Consumer Reports bewerteten unterschiedlich, wodurch der Empfang gestört wurde und wie schwer das Problem wog.

iPhone 4S: Siri und bessere Fotos

Das iPhone 4S kam 2011 mit dem Design des iPhone 4, hatte aber einen A5-Prozessor und eine 8-Megapixel-Kamera. Es konnte Videos in 1080p aufnehmen. Die auffälligste Neuerung war Siri, eine sprachgesteuerte Assistenzfunktion. Bei der Einführung war Siri als Betaversion gekennzeichnet und unterstützte unter anderem Deutsch.

Zusammen mit dem iPhone 4S stellte Apple iOS 5 und iCloud vor. iOS 5 ergänzte Funktionen wie Mitteilungszentrale und iMessage. iCloud sollte Fotos, Dokumente und weitere Inhalte zwischen Geräten synchronisieren, damit Sie Daten und Mitteilungen auch auf anderen Apple-Geräten nutzen konnten.

iPhone 5: Größeres Display und LTE

Das iPhone 5 erschien 2012 mit einem 4-Zoll-Retina-Display. Der größere Bildschirm bot mehr Platz für Inhalte, während das Gehäuse aus Aluminium und Glas dünner und leichter ausfiel als beim iPhone 4S. Das iPhone 5 hatte einen A6-Chip und unterstützte LTE. LTE ist eine Mobilfunktechnik für schnelle Datenverbindungen; die tatsächliche Geschwindigkeit hängt auch vom verfügbaren Netz ab.

Apple ersetzte außerdem den breiten 30-Pin-Anschluss durch den kleineren Lightning-Anschluss. Wer älteres Zubehör mit dem 30-Pin-Anschluss weiterverwenden wollte, brauchte einen separat erhältlichen Adapter. Die Rückkamera blieb bei 8 Megapixeln, erhielt aber einen Panoramamodus. Die Frontkamera unterstützte FaceTime-Videos in HD.