Die billigsten Handytarife im Vergleich

Die billigsten Handytarife beginnen im August 2026 bei rund 3 Euro im Monat. Für die meisten Nutzer zählt jedoch nicht allein der niedrigste Grundpreis. Beim Jahresvergleich kommt es außerdem auf Datenvolumen und Netz sowie auf Aktivierungsgebühr, Abrechnungszeitraum und Kündigungsfrist an.

Als günstigster belegter Einstiegstarif gilt derzeit der Lebara Allnet 3 GB Flex für 2,99 Euro monatlich. Wer regelmäßig soziale Netzwerke, Navigation oder Musikstreaming nutzt, fährt mit einem monatlich kündbaren Tarif und 20 GB für etwa 5 bis 7 Euro meist besser.

Die günstigsten Handytarife im Überblick

Die folgende Auswahl zeigt günstige Tarife mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Preise und Leistungen können sich durch Aktionen ändern. Maßgeblich sind die Angaben im Bestellprozess und im Produktinformationsblatt.

Tarif Datenvolumen Preis Vertragsform Einmalige Kosten Netz und Leistungen
Lebara Allnet 3 GB Flex 3 GB 2,99 € monatlich Mindestlaufzeit ein Monat 19,99 € Aktivierungsgebühr laut Preisliste Telefónica, Allnet- und SMS-Flatrate, bis zu 50 Mbit/s
Lebara Allnet 10 GB Flex 10 GB 3,99 € monatlich Mindestlaufzeit ein Monat 19,99 € Aktivierungsgebühr Allnet- und SMS-Flatrate, bis zu 50 Mbit/s
Lebara Allnet 20 GB Flex 20 GB 4,99 € monatlich Mindestlaufzeit ein Monat 19,99 € Aktivierungsgebühr 5G, Allnet- und SMS-Flatrate, bis zu 50 Mbit/s
yourfone Allnet Flat 20 GB 20 GB 6,99 € monatlich monatlich kündbar 9,99 € Bereitstellungspreis 1&1-Netz, 5G, Telefonie-, SMS- und EU-Roaming-Flatrate
otelo Smart S Prepaid 1 GB 4,95 € je vier Wochen Prepaid abhängig vom Angebot Vodafone-Netz, 100 Inklusiv-Einheiten
otelo Smart XL Prepaid 13 GB 7,95 € je vier Wochen Prepaid abhängig vom Angebot Vodafone-Netz
Ja!Mobil Prepaid Smart 25 GB rechnerisch etwa 9,77 € monatlich Prepaid abhängig vom Angebot Telekom-Netz
yourfone Allnet Flat 40 GB 40 GB 9,99 € monatlich je nach Tarifvariante tarifabhängig 1&1-Netz, 5G, Allnet-Flatrate
yourfone Allnet Flat 60 GB 60 GB 12,99 € monatlich je nach Tarifvariante tarifabhängig 1&1-Netz, 5G, Allnet-Flatrate

Die Übersicht ist eine Auswahl und kein vollständiger Marktvergleich. Discounter, Aktionsangebote und Provider ändern ihre Preise regelmäßig.

Welcher Tarif ist wirklich am billigsten?

Niedrigster Grundpreis: Lebara mit 3 GB

Der Lebara Allnet 3 GB Flex kostet 2,99 Euro im Monat. Der Tarif enthält 3 GB Datenvolumen sowie eine Allnet- und SMS-Flatrate. Die Mindestlaufzeit beträgt einen Monat.

Für das erste Jahr ergibt sich folgende Rechnung:

  • 12 Monatsentgelte: 35,88 Euro
  • Aktivierungsgebühr: 19,99 Euro
  • Gesamtkosten im ersten Jahr: 55,87 Euro
  • Effektiver Monatsbetrag im ersten Jahr: rund 4,66 Euro

Der Tarif passt zu Personen, die zu Hause und am Arbeitsplatz WLAN nutzen. Messenger, Navigation und gelegentliches Surfen funktionieren mit 3 GB, häufiges Video-Streaming oder die Nutzung als Hotspot verbrauchen das Volumen dagegen schnell.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für viele Nutzer: 20 GB

Der Lebara Allnet 20 GB Flex kostet 4,99 Euro monatlich und ist ebenfalls monatlich kündbar. Mit 20 GB bietet er deutlich mehr Reserve als die 3-GB-Variante.

Im ersten Jahr entstehen rechnerisch:

  • 12 Monatsentgelte: 59,88 Euro
  • Aktivierungsgebühr: 19,99 Euro
  • Gesamtkosten im ersten Jahr: 79,87 Euro
  • Effektiver Monatsbetrag im ersten Jahr: rund 6,66 Euro

Der Aufpreis gegenüber dem 3-GB-Tarif beträgt lediglich 2 Euro im Monat. Für viele Nutzer ist der größere Datenpuffer deshalb die sinnvollere Wahl.

Monatlich kündbare Alternative: yourfone

Die yourfone Allnet Flat 20 GB kostet 6,99 Euro monatlich. Hinzu kommt ein Bereitstellungspreis von 9,99 Euro. Der Tarif enthält 20 GB, 5G sowie Telefonie-, SMS- und EU-Roaming-Flatrates.

Der Tarif ist besonders interessant, wenn das 1&1-Netz am Wohnort, am Arbeitsplatz und auf der täglichen Strecke ausreichend funktioniert. Vor der Bestellung sollte die Netzabdeckung an diesen Orten geprüft werden.

Wie viel Datenvolumen brauchen Sie?

Der durchschnittliche Datenverbrauch lag in Deutschland 2025 bei 8,4 GB pro aktivem SIM-Profil und Monat. Dieser Wert hilft bei der Orientierung, ersetzt aber nicht den Blick auf den eigenen Verbrauch. Smartphones zeigen in den Einstellungen an, welche Anwendungen wie viele Daten übertragen.

1 bis 3 GB für Wenignutzer

Dieses Volumen reicht für:

  • Telefonie und Messenger
  • Navigation
  • gelegentliches Surfen
  • kurze Aufenthalte außerhalb des WLANs
  • wenig oder kein Video-Streaming unterwegs

Der 3-GB-Tarif von Lebara passt zu diesem Profil. Ein 1-GB-Prepaid-Tarif eignet sich vor allem für Notfallhandys, Zweitgeräte oder Personen, die mobile Daten fast vollständig vermeiden.

5 bis 15 GB für die normale Nutzung

10 GB decken bei vielen Nutzern tägliches Surfen, soziale Netzwerke, Navigation und Musikstreaming ab. Wer häufig kurze Videos ansieht oder viel unterwegs ist, sollte eher 15 bis 20 GB einplanen.

Ein Blick auf die vergangenen drei bis sechs Monate zeigt, ob ein kleiner Tarif genügt. Wer regelmäßig das Inklusivvolumen überschreitet, zahlt mit einem etwas größeren Tarif oft weniger als mit kostenpflichtigen Nachbuchungen.

20 GB oder mehr für intensive Nutzung

20 GB oder mehr sind sinnvoll bei:

  • regelmäßigem Video-Streaming
  • häufiger Nutzung ohne WLAN
  • mobiler Arbeit
  • Hotspot für Laptop oder Tablet
  • großen App-Downloads
  • automatischer Cloud-Synchronisierung

Für viele Intensivnutzer reichen 20 bis 40 GB. Unbegrenztes Datenvolumen lohnt sich vor allem, wenn das Smartphone regelmäßig als Ersatz für einen Festnetzanschluss oder als Hotspot dient.

Monatlich kündbar oder 24 Monate Laufzeit?

Monatlich kündbare Tarife bieten Flexibilität. Sie eignen sich für Personen mit wechselndem Wohnort, unsicherem Einkommen oder schwankendem Datenbedarf. Der Anbieterwechsel bleibt einfach, wenn ein besseres Angebot erscheint.

Ein 24-Monats-Vertrag bietet häufig einen niedrigeren Grundpreis. Dieser Vorteil zählt nur, wenn der Tarif während der gesamten Laufzeit zum eigenen Bedarf passt und das Netz zuverlässig funktioniert. Auch eine Datenautomatik oder kostenpflichtige Zusatzoptionen gehören in die Gesamtrechnung.

Nach § 56 Telekommunikationsgesetz darf die anfängliche Vertragslaufzeit höchstens 24 Monate betragen. Anbieter müssen zusätzlich eine Vertragsvariante mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten. Nach einer automatischen Verlängerung lässt sich der Vertrag mit einer Frist von einem Monat kündigen.

Beispiel für die Entscheidung

Angenommen, ein monatlich kündbarer Tarif kostet 6,99 Euro und ein 24-Monats-Vertrag 5,99 Euro. Der Preisvorteil des langen Vertrags beträgt 24 Euro über zwei Jahre, bevor Anschlussgebühren, Boni und Zusatzkosten berücksichtigt werden. Für diesen kleinen Unterschied ist die flexible Variante häufig attraktiver.

Ein 24-Monats-Tarif lohnt sich eher, wenn der Preisvorteil deutlich ausfällt, die Leistungen vergleichbar sind und das Netz am eigenen Standort zuverlässig arbeitet.

Prepaid oder Vertrag?

Prepaid eignet sich für Nutzer, die ihre Kosten genau begrenzen wollen. Das Guthaben wird vor der Nutzung aufgeladen. Ohne Guthaben entstehen normalerweise keine weiteren kostenpflichtigen Verbindungen. Eine automatische Aufladung sollte nur aktiviert werden, wenn sie bewusst gewünscht ist.

Prepaid passt besonders zu:

  • Kindern und Jugendlichen
  • selten genutzten Zweitkarten
  • Notfallhandys
  • Personen mit schwankendem Monatsbedarf
  • Nutzern ohne langfristige Bankabbuchung

Ein Flex- oder Laufzeitvertrag ist bequemer, wenn jeden Monat zuverlässig telefoniert und mobiles Internet genutzt wird. Die Abrechnung läuft automatisch, der Tarif verlängert sich jedoch ebenfalls automatisch, solange keine Kündigung erfolgt.

Vier Wochen ergeben 13 Abrechnungen pro Jahr

Ein Prepaid-Paket für vier Wochen läuft nicht über einen Kalendermonat. In ein Jahr passen 13 Zeiträume zu je vier Wochen.

Beim otelo Smart S mit 4,95 Euro je vier Wochen entstehen daher:

  • 13 Paketpreise im Jahr
  • 4,95 Euro × 13 = 64,35 Euro jährlich
  • Effektiver Monatsbetrag: rund 5,36 Euro

Der Vier-Wochen-Tarif liefert dafür auch 13-mal neues Datenvolumen. Für einen fairen Vergleich müssen Monats- und Vier-Wochen-Preise auf ein ganzes Jahr umgerechnet werden.

Das Netz entscheidet über die Alltagstauglichkeit

In Deutschland betreiben Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 öffentliche Mobilfunknetze. Viele Discountanbieter nutzen eines dieser Netze. Der Markenname des Tarifs sagt deshalb allein wenig über die Netzqualität aus.

Die Bundesnetzagentur meldete für Oktober 2025 eine 5G-Versorgung von rund 95 Prozent der Fläche Deutschlands. Die Werte lagen bei etwa 87 Prozent für die Telekom sowie rund 75 Prozent für Vodafone und 76 Prozent für Telefónica. Mobiles Breitband über 4G oder 5G war auf ungefähr 98 Prozent der Fläche verfügbar.

Flächenwerte zeigen die allgemeine Versorgung, aber nicht die Empfangsqualität in einer bestimmten Wohnung. Vor dem Abschluss sollten Sie diese Orte prüfen:

  1. Wohnadresse
  2. Arbeitsplatz oder Ausbildungsort
  3. tägliche Pendelstrecke
  4. häufige Reiseziele
  5. Empfang innerhalb von Gebäuden

Ein Tarif für zwei Euro weniger im Monat hilft wenig, wenn Telefonate abbrechen oder das mobile Internet am häufigsten Aufenthaltsort kaum funktioniert.

Diese Kostenfallen verteuern günstige Tarife

Aktivierungs- und Bereitstellungsgebühren

Ein niedriger Monatsbetrag kann durch eine einmalige Gebühr relativiert werden. Teilen Sie diese Kosten für den Vergleich durch zwölf Monate und addieren Sie das Ergebnis zum Grundpreis.

Bei Lebara führt die rechtliche Preisliste für die genannten Allnet-Flex-Tarife eine Aktivierungsgebühr von 19,99 Euro auf. Einzelne Produktseiten können andere Aktionsgebühren anzeigen. Entscheidend ist die Gebühr, die im konkreten Bestellvorgang und im Produktinformationsblatt steht.

Datenautomatik

Eine Datenautomatik bucht nach dem Verbrauch des Inklusivvolumens automatisch weiteres Datenvolumen gegen Aufpreis. Prüfen Sie, ob sich diese Funktion deaktivieren lässt, und schalten Sie sie bei Bedarf im Kundenkonto aus.

Drosselung und Geschwindigkeit

Ein Tarif mit viel Datenvolumen ist nicht automatisch schnell. Die genannten Lebara-Flex-Tarife bieten bis zu 50 Mbit/s im Download und 32 Mbit/s im Upload. Nach dem Verbrauch des Datenvolumens wird die Geschwindigkeit laut Preisliste auf bis zu 64 Kbit/s reduziert.

Auch beim yourfone-Tarif mit 20 GB beträgt die maximale Downloadgeschwindigkeit 50 Mbit/s. Für Messenger reicht eine Drosselung oft noch aus, Video-Streaming und große Downloads werden dadurch jedoch stark eingeschränkt.

EU-Roaming

Viele Allnet-Tarife enthalten EU-Roaming. Für die Datennutzung im EU-Ausland gelten je nach Tarif eigene Grenzen und Fair-Use-Regeln. Prüfen Sie deshalb die Auslandsdatenmenge im Produktinformationsblatt.

Smartphone im Vertrag

Ein Tarif mit Smartphone gehört selten zu den billigsten Handytarifen. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über 24 Monate:

Grundgebühr × 24 Monate + Gerätepreis + Zuzahlung + Anschlussgebühr − sichere Boni

Beispiel:

  • Tarif: 9 Euro pro Monat
  • Smartphone: 25 Euro monatlich
  • Einmalige Zuzahlung: 99 Euro
  • Gesamtkosten über 24 Monate: 915 Euro

Vergleichen Sie diesen Betrag mit dem Einzelkauf des Smartphones und einem günstigen SIM-only-Tarif. Der monatliche Paketpreis allein zeigt nicht, welches Angebot günstiger ist.

Drittanbieter und In-App-Käufe

Eine Drittanbietersperre verhindert, dass bestimmte kostenpflichtige Dienste über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden. Zusätzlich lassen sich In-App-Käufe im jeweiligen App-Shop einschränken oder deaktivieren.

Empfehlungen nach Nutzerprofil

Für sehr geringe Datennutzung

Lebara Allnet 3 GB Flex ist die passende Wahl, wenn unterwegs höchstens wenige Gigabyte benötigt werden und eine monatliche Kündigung wichtig ist. Rechnen Sie die Aktivierungsgebühr in den Jahrespreis ein.

Für die meisten Nutzer

Lebara Allnet 20 GB Flex bietet ein großes Datenpolster für 4,99 Euro monatlich und bleibt flexibel. Der Tarif ist besonders attraktiv, wenn das Telefónica-Netz an den wichtigsten Orten zuverlässig funktioniert.

Für eine Alternative im 1&1-Netz

yourfone Allnet Flat 20 GB verbindet 20 GB mit monatlicher Kündbarkeit. Der Tarif kostet etwas mehr und verlangt einen Bereitstellungspreis. Er passt zu Nutzern, die an ihren Aufenthaltsorten guten Empfang im 1&1-Netz haben.

Für maximale Kostenkontrolle

otelo Smart S Prepaid ist für Wenignutzer, Kinder und Zweitgeräte geeignet. Der Preis von 4,95 Euro gilt für vier Wochen, daher fallen bei durchgehender Nutzung 13 Pakete pro Jahr an.

Für Hotspot und viel Streaming

Tarife mit 40 oder 60 GB, etwa von yourfone, bieten mehr Reserve bei mobiler Arbeit, beim Videostreaming und für die Hotspot-Nutzung. Prüfen Sie dabei besonders die Netzqualität, die Geschwindigkeit und eine mögliche Datenautomatik.

So finden Sie Ihren günstigsten Tarif

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Prüfen Sie den Datenverbrauch der vergangenen Monate.
  2. Legen Sie fest, ob Sie Prepaid, monatliche Kündbarkeit oder eine lange Laufzeit wünschen.
  3. Kontrollieren Sie die Netzabdeckung an Wohnort und Arbeitsplatz sowie entlang der Pendelstrecke.
  4. Rechnen Sie Aktivierungs-, Bereitstellungs- und Versandkosten in den Jahrespreis ein.
  5. Vergleichen Sie Monats- und Vier-Wochen-Abrechnung auf Jahresbasis.
  6. Prüfen Sie Datenautomatik, Drosselung und EU-Roaming.
  7. Deaktivieren Sie unnötige Zusatzpakete und richten Sie bei Bedarf eine Drittanbietersperre ein.
  8. Berechnen Sie bei einem Smartphone-Bundle die Gesamtkosten über 24 Monate.

Der billigste Handytarif ist damit nicht für alle Nutzer derselbe. Für Wenignutzer reicht ein günstiger Tarif mit 1 bis 3 GB. Für viele Verbraucher bieten 20 GB für etwa 5 bis 7 Euro monatlich das bessere Verhältnis aus Preis, Reserve und Flexibilität. Entscheidend bleibt, dass Netz, Datenvolumen und Vertragskosten zum eigenen Alltag passen.