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Datenvolumen aufgebraucht: Was bedeutet die Drosselung?

Ist das Datenvolumen aufgebraucht, drosselt der Anbieter die mobile Datenverbindung. Wie stark die Drosselung ausfällt, hängt vom Tarif ab. Die reduzierte Geschwindigkeit reicht für die meisten Alltagsanwendungen nicht. Seiten laden langsam, Videos und Musik stocken, und Videoanrufe brechen ab. Textnachrichten, E-Mails ohne Anhänge und normale Telefonate bleiben dagegen nutzbar. Die Drosselung endet in der Regel mit Beginn des neuen Abrechnungsmonats.

Was die Drosselung bedeutet

Bei einer gedrosselten Verbindung kommen nur wenige Kilobyte pro Sekunde an. Eine Webseite mit vielen Fotos braucht damit mehrere Minuten statt weniger Sekunden. Je größer die Seite ist, desto länger wartet das Smartphone. Das Problem liegt nicht an Ihrem Gerät, sondern daran, dass fast alle Dienste im Internet für deutlich schnellere Verbindungen ausgelegt sind.

Viele Tarife lassen Sie während der Drosselung ohne Zusatzkosten online bleiben, allerdings mit stark reduziertem Tempo. Bei anderen Verträgen werden nach dem Verbrauch des inkludierten Volumens zusätzliche Kosten pro Megabyte fällig. Ob Ihr Tarif drosselt oder nachberechnet, steht in den Vertragsunterlagen oder in den Datenoptionen des Anbieters. Prüfen Sie das am besten, bevor Sie das Limit erreichen.

Das funktioniert weiterhin

Auch mit gedrosselter Leitung bleiben einige Anwendungen brauchbar, weil sie wenig Daten übertragen:

  • Textnachrichten über Messenger wie WhatsApp oder Signal, sofern Sie auf Fotos und Videos verzichten
  • E-Mails im reinen Textmodus ohne große Anhänge
  • Reguläre Telefonate und SMS, die nicht über die Datenverbindung laufen, sondern über das Mobilfunknetz selbst
  • Navigation mit Karten, die Sie vorher im WLAN heruntergeladen haben

Seiten mit viel Text und wenig Bildern lassen sich ebenfalls noch abrufen, wenn Sie Geduld mitbringen. Einfache Suchanfragen und Textnachrichten kommen durch, solange die Seite kompakt bleibt. Für den Alltag heißt das: Kurz informieren, eine Nachricht schreiben oder telefonieren klappt. Sobald größere Datenmengen im Spiel sind, ist Schluss mit dem Komfort.

Das fällt aus

Video-Streaming von Diensten wie YouTube oder Netflix erreicht selbst in niedrigster Qualität ein Vielfaches der gedrosselten Geschwindigkeit und lädt folglich gar nicht erst. Musik-Streaming stockt ebenfalls, weil bereits eine einfache Wiedergabe mehr Bandbreite benötigt, als nach der Drosselung übrig ist. Auch Video-Telefonate über WhatsApp, FaceTime oder Zoom werden zu stark abgesenkt und brechen ab.

App-Updates, Backups und Downloads aus dem Netz kommen nur noch extrem langsam voran. Foto- und videolastige Newsfeeds in sozialen Netzwerken laden Bild für Bild, bis der Betrachter aufgibt. Wer das Datenvolumen schnell verbraucht hat und unterwegs weiterarbeiten muss, stößt dabei an die Grenzen der Drosselung.

Kostenfallen nach dem Limit

Zwei Kostenfallen sind mit dem verbrauchten Volumen verbunden. Die erste betrifft den Tarif selbst: Wenn Ihr Vertrag keine Drosselung vorsieht, sondern die überschrittenen Megabyte einzeln abrechnet, werden aus wenigen Stunden Surfen schnell spürbare Zusatzbeträge. Die zweite Falle steckt in Apps. In werbefinanzierten Anwendungen führt ein versehentlicher Tipp auf eine Anzeige oder Kaufschaltfläche zu einer Bestellung, ohne dass eine Bestätigung verlangt wird. Bei langsamer Verbindung passieren solche Fehlklicks häufiger, weil die Oberfläche nicht rechtzeitig nachlädt und Klicks verspätet ausgelöst werden.

Nutzen Sie zu Hause und im Büro konsequent das WLAN, damit das mobile Volumen nur unterwegs verbraucht wird. Laden Sie Karten, Podcasts oder Musik vor dem Verlassen des Hauses über das WLAN herunter. Prüfen Sie in den Einstellungen Ihres Smartphones, welche Apps am meisten Daten verbrauchen, um diese entweder einzuschränken oder die automatische Aktualisierung im WLAN zu belassen.