Sichern & Übertragen
Dateien auf dem Android-Handy richtig organisieren
Auf jedem Android-Handy landen mit der Zeit Downloads, Fotos, PDFs und Notizen. Ohne ein Ordnungssystem finden Sie später nichts wieder und wühlen in Ordnern, die Apps selbst angelegt haben.
Ein Dateimanager ist ein Programm, mit dem Sie diese Dateien ansehen, verschieben, umbenennen, kopieren und löschen. Android bringt einen eigenen Dateimanager mit, dessen Funktionen begrenzt sind. Mit einem leistungsfähigeren Dateimanager und einer klaren Ordnerstruktur behalten Sie den Überblick.
Warum der eingebaute Dateimanager nicht reicht
Der in Android eingebaute Dateimanager erledigt die Grundaufgaben: Er zeigt die Ordner auf dem Gerät, und Sie können Dateien öffnen, kopieren und löschen. Für mehr reicht er meist nicht. Archive packen oder entpacken können Sie damit nicht, und Dateien in einem geschützten Bereich verstecken geht auch nicht. Die Suche ist oft umständlich. Wer regelmäßig Dateien sortiert, stößt mit dem Bordmittel schnell an Grenzen.
Dateimanager von Drittanbietern wie File Manager – XFolder bieten deutlich mehr. Sie durchsuchen das Gerät, erstellen Ordner und markieren mehrere Dateien gleichzeitig. Außerdem benennen Sie Dateien um, packen und entpacken Archive und verschieben sie zwischen Ordnern. Einige Apps bieten zusätzlich einen privaten, gesperrten Ordner für vertrauliche Dokumente. Achten Sie bei der Auswahl auf die App-Beschreibung: Manche Dateimanager enthalten In-App-Käufe, die erst nach der Installation sichtbar werden.
Ein Ordnungssystem für Ihre Ordner
Die beste Dateimanager-App nützt wenig, wenn die Ordnerstruktur selbst chaotisch ist. Ein bewährtes Vorgehen ist das 7-Ordner-System: Sie legen sieben Hauptordner an, jeder mit einem klar abgegrenzten Zweck. So entsteht eine Struktur, die Sie auf einen Blick verstehen, ohne jede Datei öffnen zu müssen.
Übertragen Sie das Prinzip auf Ihr Handy. Legen Sie zum Beispiel Hauptordner für Dokumente, Fotos, Downloads, Musik und Rechnungen an. In diesen Hauptordnern können Sie Unterordner nach Jahr oder Projekt anlegen. Wichtig ist, dass Sie die Struktur einmal festlegen und dann befolgen. Jede neue Datei wandert sofort in den passenden Ordner, statt im Downloads-Ordner liegen zu bleiben.
Eine klare Struktur spart Zeit beim Suchen. Sie gibt auch Sicherheit, weil Sie wissen, wo sich welche Datei befindet, und erleichtert die Zusammenarbeit, wenn Sie Dateien mit anderen teilen.
Dateinamen, die man versteht
Neben der Ordnerstruktur entscheidet der Dateiname darüber, ob Sie etwas wiederfinden. Ein Name wie "Dokument1.pdf" sagt Ihnen später nichts. Benennen Sie Dateien so, dass Sie Inhalt, Datum und Zweck erkennen. "Rechnung_Strom.pdf" verrät Ihnen zum Beispiel auf einen Blick, um welche Datei es sich handelt und wofür sie da ist.
Die meisten Dateimanager erlauben das Umbenennen direkt im Kontextmenü. Nehmen Sie sich beim Sortieren Zeit und benennen Sie neu gespeicherte Dateien gleich richtig. Das erspart später das mühsame Öffnen mehrerer Dateien, um herauszufinden, welche Sie brauchen.
Cloud-Dienste einbinden
Viele Dateimanager binden Cloud-Speicher wie Google Drive, OneDrive oder Dropbox direkt ein. Sie sehen die Cloud-Ordner dann neben den lokalen Ordnern auf dem Handy und verschieben Dateien zwischen beiden Bereichen, ohne die jeweilige Cloud-App öffnen zu müssen. Das ist praktisch, wenn Sie Dokumente auf mehreren Geräten nutzen oder regelmäßig sichern möchten.
Die Einbindung erfolgt über die Anmeldung beim jeweiligen Cloud-Dienst. Sie müssen dem Dateimanager den Zugriff erlauben. Danach haben Sie eine einheitliche Oberfläche für alle Speicherorte, das vereinfacht das Organisieren deutlich.