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Tarif & Vertrag

Brauche ich wirklich eine Allnet-Flat?

Eine Allnet-Flat ist ein Mobilfunktarif mit fester Monatsgebühr für unbegrenztes Telefonieren und Surfen. Ob sie sich lohnt, entscheidet allein Ihr Nutzungsverhalten: Wer regelmäßig telefoniert, streamt oder unterwegs viel im Netz ist, profitiert von der Flatrate. Nutzen Sie das Handy nur gelegentlich, zahlen Sie für die Allnet-Flat mehr, als Sie verbrauchen.

Für Wenignutzer ist ein Prepaid-Tarif ohne Flatrate oder mit kleinem Datenpaket meist die günstigere Wahl.

Was eine Allnet-Flat leistet

Der Name verspricht unbegrenztes Telefonieren und Surfen. Viele Anbieter begrenzen das Datenvolumen: Nach einer bestimmten Menge pro Monat drosseln sie die Geschwindigkeit, statt die Verbindung zu sperren. Telefonate in deutsche Fest- und Mobilfunknetze sind in der Regel wirklich unbegrenzt, bei Auslandsgesprächen gelten oft Zusatzkosten.

Eine Allnet-Flat ist ein klassischer Handyvertrag mit monatlicher Kündigungsfrist oder fester Laufzeit. Dafür bekommen Sie meist ein aktuelles Smartphone zum Subventionspreis oder eine monatliche Anzahlung auf ein Gerät Ihrer Wahl. Die Monatsgebühr deckt dabei nicht nur die Gespräche, sondern auch die Gerätefinanzierung.

Wann sich eine Allnet-Flat lohnt

Die Flatrate rechnet sich, wenn Sie Ihr Handy täglich für mehrere Zwecke nutzen. Das umfasst Telefonate, Messenger, Navigation, Musik-Streaming, Videotelefonie und Filme unterwegs. Wer pendelt, viel unterwegs ist oder beruflich auf das Handy angewiesen ist, nutzt die unbegrenzte Datenmenge schnell aus. Auch wer regelmäßig ins Ausland telefoniert oder reist, profitiert von einer Flat mit EU-Roaming.

Wer dagegen nur ab und zu anruft, ein paar Nachrichten schreibt und gelegentlich im Internet sucht, verbraucht im Monat nur einen Bruchteil des enthaltenen Datenvolumens. Für diese Nutzung zahlen Sie mit einer Allnet-Flat im Jahr deutlich mehr, als ein Prepaid-Tarif mit kleinem Datenpaket kosten würde. Wenn Sie pro Woche weniger als eine Stunde telefonieren und unterwegs nur selten Videos schauen, ist eine Flatrate meist überdimensioniert.

Prepaid als Alternative für Wenignutzer

Bei Prepaid-Tarifen zahlen Sie im Voraus: Sie laden Guthaben auf und können nur diesen Betrag verbrauchen. Damit haben Sie die Kosten jederzeit im Blick und können nicht in eine teure Vertragsverlängerung rutschen. Für Kinder, Gelegenheitsnutzer und Personen mit schlechter Bonität ist Prepaid die erste Wahl, weil keine monatliche Rechnung und keine Bonitätsprüfung anfallen.

Viele Prepaid-Tarife enthalten inzwischen selbst eine Allnet-Flat. Sie zahlen einen festen Betrag pro Monat oder pro 28 Tage und bekommen dafür unbegrenzte Telefonate und ein Datenpaket. Wenn Sie also Wert auf eine Flatrate legen, aber keine Vertragsbindung möchten, finden Sie auch bei Prepaid passende Angebote. Alternativ bieten einige Anbieter Jahrespakete mit fester Laufzeit an, die oft günstiger sind als monatliche Prepaid-Buchungen.

Für Wenignutzer, die nur gelegentlich telefonieren, gibt es auch Prepaid-Tarife ganz ohne Flatrate. Sie zahlen nur für tatsächlich genutzte Minuten oder schalten ein kleines Datenpaket dazu. Diese Variante ist die günstigste, solange Sie Ihr Nutzungsverhalten realistisch einschätzen.

Worauf Sie beim Wechsel achten sollten

Bevor Sie sich für einen Tarif entscheiden, prüfen Sie drei Dinge: Netzabdeckung, Datenvolumen und Laufzeit. Die Netzabdeckung bestimmt, ob Sie an Ihrem Wohnort und Ihren üblichen Aufenthaltsorten zuverlässig telefonieren können. Ein günstiger Tarif nutzt nichts, wenn das Netz an Ihrem Arbeitsplatz oder in Ihrer Wohnung schlecht ist. Die meisten Anbieter stellen auf ihrer Website eine Abdeckungskarte bereit, auf der Sie Ihre Postleitzahl eingeben können.

Das Datenvolumen ist der wichtigste Kostenfaktor. Überlegen Sie, wofür Sie Ihr Handy wirklich nutzen: Wer nur telefoniert und Nachrichten schreibt, braucht kaum Daten. Beim Streaming von Musik oder Videos unterwegs verbrauchen Sie dagegen schnell mehrere Gigabyte pro Monat. Eine Allnet-Flat mit unbegrenztem Datenvolumen lohnt sich nur, wenn Sie regelmäßig große Datenmengen nutzen.

Die Laufzeit entscheidet über Ihre Flexibilität. Klassische Verträge binden Sie meist über einen langen Zeitraum, Prepaid-Tarife sind monatlich oder im 28-Tage-Rhythmus kündbar. Wenn sich Ihr Nutzungsverhalten ändert, etwa durch einen Jobwechsel oder Umzug, sind Sie mit Prepaid flexibler. Jahrespakete bieten einen Kompromiss: feste Kosten für zwölf Monate, aber keine dauerhafte Bindung.