Android Launcher wechseln: Die Oberfläche einfach anpassen

Wenn Ihnen die Android-Oberfläche unübersichtlich oder unhandlich vorkommt, brauchen Sie kein neues Gerät. Sie können den Launcher austauschen. Das ist die App, die Startbildschirm, App-Liste und Gestensteuerung anzeigt.

Ein anderer Launcher ändert Aussehen und Bedienung grundlegend, ohne Datenverlust oder Neuaufsetzen des Systems. Die Installation dauert wenige Minuten, und Sie können jederzeit zum ursprünglichen Launcher zurückkehren.

Was ein Launcher ist und was Sie ändern können

Der Launcher ist die erste App, die Sie sehen, wenn Sie das Telefon entsperren. Er zeigt die Uhrzeit, die App-Symbole, Widgets und den Hintergrund. Hersteller wie Samsung oder Xiaomi legen eigene Launcher auf, die das Android-System optisch und funktional anpassen. Diese vorinstallierten Launcher enthalten oft Zusatzfunktionen und Werbung, die Sie nicht benötigen.

Ein alternativer Launcher ersetzt diese Oberfläche vollständig. Sie können damit das Raster der App-Symbole vergrößern oder verkleinern, die Größe der Symbole ändern, Gesten für schnelle Aktionen festlegen und Widgets frei platzieren. Viele Launcher bieten auch eine eigene App-Liste, die sich nach Kategorien sortieren lässt, oder einen dunklen Modus, der unabhängig von den Systemeinstellungen funktioniert. Die Anpassungsmöglichkeiten reichen von kleinen optischen Korrekturen bis zu einer komplett anderen Bedienlogik.

Den neuen Launcher installieren

Sie installieren den Launcher über den Google Play Store. Suchen Sie dort nach einem Launcher, der zu Ihren Vorstellungen passt, und tippen Sie auf Installieren. Nach dem Download öffnen Sie den Launcher einmal über die Schaltfläche Öffnen. Das System fragt Sie dann, ob Sie den neuen Launcher als Startbildschirm verwenden möchten. Wählen Sie Immer oder Nur einmal. Mit Immer legen Sie den Launcher dauerhaft als Standard fest, mit Nur einmal testen Sie ihn zunächst.

Falls Sie sich später umentscheiden, öffnen Sie die Einstellungen und gehen zu Apps oder Standard-Apps. Dort finden Sie den Punkt Startbildschirm oder Home-App und können den ursprünglichen Launcher wieder auswählen. Der Wechsel ist jederzeit möglich, und Ihre installierten Apps bleiben unverändert erhalten. Nur die Anordnung der Symbole und die Einstellungen des alten Launchers gehen verloren, wenn Sie den neuen als Standard festlegen.

Alltag mit neuem Launcher

Der größte Unterschied zeigt sich in der täglichen Bedienung. Mit einem Launcher mit Gestensteuerung öffnen Sie die App-Liste durch Wischen nach oben und die Benachrichtigungen durch Wischen nach unten. Sie können bestimmten Gesten auch einzelne Apps zuweisen, sodass Sie etwa mit einem Doppeltipp auf den Bildschirm die Kamera starten. Das spart Zeit, wenn Sie häufig dieselben Apps verwenden.

Auch die Ordnung auf dem Startbildschirm lässt sich besser an Ihre Gewohnheiten anpassen. Statt sich durch mehrere Seiten mit Symbolen zu wischen, legen Sie Ordner an, die nach Themen sortiert sind, oder platzieren wichtige Kontakte als Direktzugriff auf dem Startbildschirm. Manche Launcher bieten automatische Kategorisierung an, die Ihre Apps nach Spielen, Kommunikation oder Arbeit sortiert. Auf älteren Geräten mit wenig Arbeitsspeicher kann ein schlanker Launcher die Bedienung spürbar flüssiger machen, weil er weniger Hintergrundprozesse benötigt als die Herstelleroberfläche.

Worauf Sie beim Launcher-Wechsel achten sollten

Nicht jeder Launcher läuft auf jedem Gerät gleich gut. Hersteller wie Samsung oder Xiaomi bauen ihre Oberflächen tief ins System ein. Deshalb funktionieren einige Funktionen wie Always-on-Display oder die Gestensteuerung des Herstellers mit einem Drittanbieter-Launcher nicht mehr wie gewohnt. Prüfen Sie vor der Installation, ob der Launcher die Funktionen unterstützt, die Sie regelmäßig nutzen.

Ein zweiter Punkt ist der Akkuverbrauch. Manche Launcher laden im Hintergrund Daten nach, etwa für Wetter-Widgets oder Nachrichten-Feeds. Das erhöht den Stromverbrauch und verkürzt die Akkulaufzeit. Achten Sie in den Einstellungen des Launchers darauf, solche automatischen Aktualisierungen zu deaktivieren, wenn Sie sie nicht benötigen. Behalten Sie auch die Berechtigungen im Blick: Ein Launcher braucht Zugriff auf Ihre Apps und den Standort nur, wenn er diese Funktionen tatsächlich anbietet. Verweigern Sie Berechtigungen, die für die reine Darstellung des Startbildschirms nicht notwendig sind.