Smartphone-Vergleich

Die besten Smartphones vergleichen & kaufen

Fast wöchentlich kommen neue Smartphones auf den Markt, die großen Hersteller erneuern ihre Produkte jedes Jahr. Eine Kaufberatung in einem Fachgeschäft hat in der Regel das Ziel, die Geräte mit der höchsten Marge zu verkaufen, also entweder die aktuellen Top-Modelle oder überteuerte Ladenhüter. Die Geräte mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis werden oft nur online angeboten.

Günstige Mittelklasse

Auch im Mittelklasse-Segment finden sich Smartphones, die gute Technik bieten und zudem günstig sind. Auf neue Features muss man dabei nicht verzichten, denn sowohl bei Apples iPhone als auch bei Android-Geräten bekommt man die aktuelle Software als Update auch für etwas ältere Modelle. Bei der Kaufberatung sollte also mehr Wert auf den tatsächlichen Nutzen gelegt werden, als auf die beworbenen Eigenschaften. So werden möglichst große Bildschirme beispielsweise von den Herstellern als das Nonplusultra angepriesen, viele Nutzer kommen allerdings mit kleineren Geräten viel besser klar und können deshalb auf günstige Geräte ausweichen.

Anforderungen berücksichtigen

Smartphones im Vergleich

Vor allem sollten die eignen Ansprüche bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden. Wenn Sie das Smartphone beispielsweise nur zum mobilen Surfen verwenden wollen, brauchen Sie weder einen großen Speicher noch einen Quad-Core-Prozessor. Wollen Sie das Gerät dagegen auch zum Betrachten von Filmen nutzen, sollten Sie ein Smartphone mit mindestens 32 GB Speicher oder einem Slot für SD-Karten kaufen. Wer vor allem Zocken möchte, sollte lieber zu einem High-End-Gerät greifen.

Ergonomie und Bedienbarkeit

Auch die Ergonomie spielt eine große Rolle bei der Entscheidung. Der Trend geht derzeit in die Richtung immer größerer Displays, wodurch auch die Dimensionen der Smartphones deutlich wachsen. Mittlerweile sind Displaygrößen über 4 Zoll Standard. Für große Hände mag das kein Problem sein, Männer mit kleineren Händen oder Frauen können die Bedienung dieser Smartphone-Boliden jedoch leicht unbequem finden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Smartphone für Sie die beste Lösung ist, sollten Sie die in Frage kommenden Geräte deshalb vorher im Laden einem genauen Test unterziehen oder sich Kaufberatung im Internet suchen.

Betriebssysteme

Wenn Sie sich ein Smartphone kaufen, entscheiden Sie sich damit gleichzeitig für ein bestimmtes Betriebssystem, das vom Hersteller auf dem Gerät installiert wurde. Grundsätzlich kann das Betriebssystem, anders als etwa bei einem PC, auch nicht gewechselt werden. Deshalb sollte vor der Kaufentscheidung überlegt werden, welches Betriebssystem das Beste für die eigenen Ansprüche ist. Generell gilt, dass es kein perfektes Betriebssystem gibt. Alle Systeme haben Vor- und Nachteile, manche Nutzer schwören auf Apple iOS, andere halten Googles Android oder ein ganz anderes Betriebssystem für das Nonplusultra.

Glaubenskriege und Fakten

Im Internet sind sogar regelrechte Glaubenskriege zwischen den Nutzern der verschiedenen Systeme darüber entbrannt, welche Smartphone Software denn nun die beste sei. Oft werden dabei die Vorteile des eigenen Lieblingssystems in den Himmel gelobt, während an der Konkurrenz kein gutes Haar gelassen wird. Von solchen Stimmen sollten Sie sich bei Ihrer Entscheidung jedoch nicht beeinflussen lassen. Machen Sie sich stattdessen klar, wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Systeme tatsächlich liegen und welche Rolle diese für Sie spielen. Apple iOS ist zum Beispiel ein sehr intuitives Betriebssystem, mit dem gerade auch Einsteiger schnell zurechtkommen. Allerdings schränkt Apple den Nutzer auch stark ein, wenn es um die Verwendung fremder Software von Drittanbietern geht. Android ist im Vergleich wesentlich offener, bietet mehr Freiheiten, kann aber auch als komplizierter bezeichnet werden.

Jüngere Entwicklung

Auch wenn sich der größte Konkurrenzkampf zur Zeit zwischen Apple und Google Android abspielt, haben auch andere Hersteller in den letzten Jahren stark aufgeholt. Hier wäre vor allem Microsoft Windows Phone zu nennen, die durch ihre Kooperation mit Nokia viele Marktanteile gewinnen konnten. Auch Blackberry OS kommt nach einigen schwierigen Jahren wieder zunehmend in Fahrt. Alle Betriebssysteme haben jedoch eine große Gemeinsamkeit: Sie bieten die Möglichkeit, den Funktionsumfang des Smartphones mit Apps zusätzlich zu erhöhen. Dadurch kann der Nutzer sein Gerät sehr individuell gestalten und an den eigenen Geschmack anpassen. Auch die Bedienung ist bei allen Systemen auf Fingergesten auf einem großen Touchscreen ausgelegt, die Tatstatur klassischer Handys ist bis auf wenige Ausnahmen, bei denen der Touchscreen mit einem physischen Keyboard kombiniert wird, verschwunden. Wer bereits Erfahrungen mit einem bestimmten Betriebssystem gesammelt hat, wird sich deshalb auch nach einem Umstieg auf ein anderes System schnell zurechtfinden.

Google Android

Obwohl das iPhone im Ranking der meistverkauften Smartphones ganz oben steht, konnte Googles Betriebssystem Android seit seiner Einführung 2008 eine Menge an Boden gut machen und hat heute sogar den größten Marktanteil aller Betriebssysteme. Der Grund: Im Vergleich zu Apple, dessen Betriebssystem iOS exklusiv auf dem iPhone zum Einsatz kommt, konzentriert sich Google fast ausschließlich auf die Software und stellt diese den Herstellern von Smartphones zur Verfügung. Deshalb gibt es heute viele unterschiedliche Geräte in allen Preisklassen zu kaufen, die Google Android an Bord haben.

Offene Plattform

Die Stellung von Android als größtem Konkurrenten des Apple-Systems führt natürlich zu einem harten Konkurrenzkampf, der auch die Nutzer spaltet. Die Frage, ob ein Einsteiger ein iPhone oder ein Smartphone mit Android kaufen sollte, ist mittlerweile zu einer echten Glaubensfrage geworden. Denn gravierende Vor- und Nachteile finden sich im Vergleich der beiden Systeme kaum. Vielmehr geht es um unterschiedliche Philosophien: Apple bindet seine Kunden eng an die eigenen Produkte, Android ist dagegen wesentlich offener gestaltet. Android eignet sich daher insbesondere für Nutzer, die möglichst unabhängig von einer Marke sein wollen. Wer aber ohnehin ein Fan der Apple-Produkte ist, kann auch bedenkenlos zum iPhone greifen.

Bedienkonzept

Das Bedienkonzept der beiden Systeme ist fast identisch: Beide funktionieren über einen Touchscreen auf dem Smartphone, der die installierten Apps anzeigt. Im Vergleich zu iOS bietet Android dem Nutzer jedoch viel mehr Möglichkeiten, sein System individuell anzupassen. Das macht sich vor allem bei der Gestaltung der grafischen Benutzeroberfläche bemerkbar. Der Nutzer kann sich nicht nur seine Apps vor einem frei wählbaren Hintergrundbild anzeigen lassen, sondern zudem Widgets, kleine Programme die ihren Inhalt dynamisch anzeigen, auf dem Homescreen ablegen.

Herstellerabhängige Modifikationen

Wer sich ein Smartphone mit dem Betriebssystem Android kaufen will, sollte jedoch beachten, dass es hier teilweise deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern gibt. Die meisten Hersteller nutzen Android lediglich als Grundlage und erweitern es durch eigene Modifikationen der Benutzeroberfläche, die Skins genannt werden. Auf den ersten Blick haben einige dieser Skins kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Android gemeinsam. So werden beispielsweise exklusive Animationen oder Grafiken verwendet, die wiederum Geschmackssache sind. Das schafft für den interessierten Käufer zwar einerseits etwas Unübersichtlichkeit, erweitert andererseits aber auch dessen Auswahlmöglichkeiten. Wer unbedingt ein Smartphone mit dem ursprünglichen Android kaufen möchte, sollte deshalb zu einem Smartphone der Nexus-Serie greifen, die von Google in Zusammenarbeit mit wechselnden Partnern hergestellt wird.

Apple iOS

Das Betriebssystem iOS von Apple kann wohl getrost als die Mutter der modernen Smartphone-Software bezeichnet werden. Die Markteinführung im Jahr 2007 sollte zum Geniestreich und einem der Höhepunkte in der langen Geschichte von Apple werden. Das iPhone stellte mit seinem intuitiven Bedienkonzept und der Software, die erst iPhone OS, später iOS genannt wurde, die Bedeutung des Handys auf den Kopf. Die klassische Hauptfunktion eines Mobiltelefons, das Telefonieren und Versenden von Nachrichten, war zwar natürlich auch mit dem iPhone noch möglich, rückte angesichts der vielen innvativen Funktionen des ersten modernen Smartphones jedoch deutlich in den Hintergrund.

Apple-Revolution

Bereits das Erscheinungsbild des ersten iPhones war revolutionär. Die Tatstatur der bis dahin üblichen Handys war verschwunden, stattdessen wurde das Gerät ausschließlich durch Fingergesten auf einem Touchscreen gesteuert. Am meisten profitiert der Nutzer jedoch von der Möglichkeit, Apps auf seinem Smartphone zu installieren. Diese kleinen Softwareprogramme werden in der Regel von Drittanbietern entwickelt und über den App Store durch Apple zu meist geringen Beträgen verkauft. Über Apps lässt sich fast jede denkbare Funktion auf dem Smartphone nachrüsten. Mittlerweile werden mehrere Millionen Apps angeboten, die von sinnlosen aber lustigen Scherzprogrammen bis hin zu professionellen Navigationsprogrammen reichen.

Intuitive Bedienung

Trotz all dieser Funktionen legte Apple bei der Entwicklung von iOS großen Wert auf eine möglichst intuitive und einfache Bedienung, die auch Einsteiger vor keine Probleme stellt. Hierfür wurden sogenannte Multitouchgesten festgelegt, durch die der Bildschirminhalt durch intuitive Fingerbewegungen angepasst werden kann. So kann beispielsweise ein Foto durch Bewegungen mit zwei Fingern vergrößert oder verkleinert werden. Mittlerweile werden diese Gesten von allen Betriebssystemen für Smartphones unterstützt.

Kritik

Ungeachtet des enormen Erfolgs musste sich Apple seit der Einführung von iOS jedoch auch eine Menge Kritik anhören. Diese bezog sich zunächst vor allem auf die Verkaufsstrategie, denn das iPhone war ursprünglich nur bei ausgewählten Mobilfunkpartnern zu kaufen und konnte auch nur mit einem entsprechenden Vertrag genutzt werden. Seit dem iPhone 4 hat Apple diese Hürde jedoch entfernt und verkauft das iPhone nun auch direkt und ohne Vertragsbindung. Doch auch die enge Bindung von iOS an andere Produkte von Apple gefiel nicht jedem Nutzer. So verfügt das iPhone beispielsweise über keinen herkömmlichen USB-Anschluss. Stattdessen setzt Apple auf einen eigenen Standard, der sicherstellt, dass nur von Apple freigegebene Dateien auf dem iPhone landen. Diese müssen zwangsläufig über iTunes auf das Gerät gespielt werden. Auch beim Kauf der Apps sind der Freiheit des Kunden Grenzen gesetzt: Auf dem iPhone können nur Apps installiert werden, die im App Store herunter geladen wurden. Programme von Drittanbietern sind grundsätzlich tabu.

iPhone Hacks

Wer sich mit diesen Einschränkungen nicht abfinden will, muss sich entweder für ein anderes Betriebssystem entscheiden, oder zu etwas rabiateren Methoden greifen. Mittlerweile hat sich rund um das iPhone und iOS eine große Hackerszene gebildet, die sich vor allem auf sogenannte jailbreaks spezialisiert hat. Dabei werden die Einschränkungen von iOS ausgehebelt und die Freiheit des Nutzers erhöht. Zwar ist ein Jailbreak grundsätzlich nicht illegal, dennoch versucht Apple alles, um diese Eingriffe in iOS zu unterbinden und veröffentlicht regelmäßig Updates, die Jailbreaks verhindern sollen, während die Hacker schon wieder nach neuen Schwachstellen suchen. So entsteht mit jeder neuen Version von iOS ein regelrechter Wettlauf zwischen Apple und den Hackern.

Windows Phone

Natürlich ist auch der Software-Riese Microsoft mit einem eigenen Betriebssystem auf dem Smartphonemarkt vertreten. Und das sogar schon länger als Apple und Google. Bereits 2002, also fünf Jahre vor der Veröffentlichung des ersten iPhone, entwickelte Microsoft Windows Mobile. Die Software für Mobiltelefone richtete sich vor allem an Geschäftskunden, die Microsoft Produkte wie Office auch unterwegs nutzen wollten. Anstatt mit den Fingern wurde das Betriebssystem damals noch auf einem Touchscreen mit einem Stift gesteuert, auch ansonsten hatte Windows Mobile nur wenig mit den einfachen und intuitiven Betriebssystemen von heute gemeinsam.

Funktional

Stattdessen stand die Funktionalität im Vordergrund. Ein Gerät mit Windows Mobile funktionierte so, wie der Nutzer das von einem Computer mit Microsoft Windows gewohnt war: Das System konnte .exe-Dateien öffnen, Office-Dokumente erstellen und bearbeiten und auf das Internet zugreifen. Im Prinzip legte Microsoft bereits damals den Grundstein für den späteren Boom der Smartphones.

Geringe Verbreitung

Mit der Veröffentlichung von iOS verlor Microsoft jedoch rasant an Marktanteilen. Die neue Konkurrenz moderner Smartphones setzte vor allem auf Einsteiger und Privatanwender, bot aber dennoch einen großen Funktionsumfang. Im Vergleich zu den neuen Produkten wirkte Windows Mobile geradezu veraltet. Allerdings konterte Microsoft bereits kurz darauf mit einer neuen Version seines mobilen Betriebssystems, diesmal unter dem Namen Windows Phone. Die erste Version war Windows Phone 7 und sollte als Alternative zu Apples iOS positioniert werden, was jedoch nicht wirklich gelang. Das System war nicht ausgereift genug und vermisste den Lifestyle Faktor, der die Produkte von Apple auszeichnete.

Mit Windows Phone 8 startete Microsoft später einen erneuten Angriff und konnte diesmal einen bekannten und mächtigen Mitstreiter gewinnen: Nokia, der ehemalige Marktführer auf dem Mobilfunkmarkt wurde ähnlich wie Microsoft von der Smartphone-Welle überrascht und befand sich in einer schwierigen finanziellen Lage. Deshalb gingen beide Unternehmen eine enge Kooperation ein. Mittlerweile setzt Nokia bei seinen neuen Modellen ausschließlich auf Windows Phone, was Microsoft zu schnellen Zugewinnen bei den Marktanteilen verhilft.

Bindung an Microsoft

Ähnlich wie bei Apple setzt auch Microsoft auf eine starke Bindung an die eigenen Produkte. Die Kacheln, die die Benutzeroberfläche von Wndows Phone 8 dominieren, finden sich etwa auch im aktuellen Betriebssystem Windows 8 wieder. Auch wenn diese Benutzeroberfläche sicherlich Geschmackssache ist und nicht jedermann gefallen wird, kann sich Microsoft zumindest darauf berufen, ein eigenes Bedienkonzept entworfen zu haben, das sich deutlich von der Konkurrenz unterschiedet.

Blackberry OS

Wie schnell sich die Machtverhältnisse im Mobilfunkmarkt verschieben können, zeigt die Geschichte vom Aufstieg und Fall des kanadischen Unternehmens RIM, das mit seinen Blackberry Geräten vor allem in der Geschäftswelt sehr erfolgreich war. Im Vergleich zu den bis dahin erhältlichen gewöhnlichen Handys setzten die Kanadier verstärkt auf das Internet, das zu Beginn des Jahrtausends auch im Mobilfunk eine immer größere Rolle spielte. Insbesondere die Möglichkeit, E-Mails von unterwegs versenden zu können, wurde für Geschäftsleute immer wichtiger.

Produktives Arbeiten

Hier setzte RIM mit dem Blackberry an und schuf eine Mischung aus Handy und mobilem Computer. Anstatt des Touchscreens moderner Smartphones war im Blackberry noch eine physische Tastatur verbaut. Diese bestand allerdings nicht nur aus Ziffern wie bei den anderen Handys, sondern verfügte über eine vollständige Tastaturbelegung mit allen Buchstaben des Alphabets, mit der auch längere Texte schnell und bequem geschrieben werden konnten. Selbst Office Dokumente konnten direkt auf dem Gerät ohne Zugriff auf einen Computer erstellt und bearbeitet werden.

Diese auf produktives Arbeiten zugeschnittenen Funktionen brachten dem Blackberry schnell eine Rolle als Marktführer im Bereich der Geschäftskunden ein. Privatkunden befanden sich dagegen eher nicht in der Zielgruppe von RIM, dafür waren die Geräte im Vergleich zu handelsüblichen Handys zu teuer. Die Vormachtstellung von RIM im professionellen Bereich änderte sich jedoch im Jahr 2007 schlagartig. Das iPhone von Apple und die Geräte anderer Hersteller mit Googles Betriebssystem Android verfügten abgesehen von der physischen Tastatur über dieselbe Funktionalität wie ein Blackberry, richteten sich aber ebenso an Privatpersonen und Einsteiger, die das Smartphone eher zum Spielen und weniger für die Produktivität nutzen wollten.

Mäßig erfolgreich

In der Folge versuchte RIM mit mäßigem Erfolg, die Vorteile des Blackberry mit der Funktionalität von modernen Smartphones zu kombinieren und brachte mehrere Blackberry Modelle heraus, die sowohl über einen Touchscreen als auch eine physische Tastatur verfügten. Erst Ende 2012 gab RIM diese Strategie auf und konzentrierte sich mit dem Blackberry Z10 ganz auf moderne Smartphones. Das Z10 arbeitet mit einer modernen Version von Blackberry OS, die ganz auf die Bedienung über einen Touchscreen ausgelegt ist, erstmals verbaute RIM hier keine physische Tastatur. Als Alternative für Nutzer, die auf eine echte Tastatur nicht verzichten wollen, veröffentlichte das Unternehmen kurz darauf das Blackberry Q10, das neben einem Touchscreen zusätzlich über eine physische Tastatur verfügt.

Das generalüberholte Betriebssystem Blackberry OS erinnert auf den ersten Blick stark an Googles Android, bietet jedoch einige Zusatzfunktionen, die sich entsprechend der Firmenphilosophie von RIM vor allem an professionelle Anwender richten. So ist die vollwertige Navigationssoftware Blackberry Maps bereits vorinstalliert, auch Programme zur Erstellen und Bearbeiten von Office Dokumenten befinden sich bereits an Bord. Damit wird Blackberry OS vor allem für Geschäftskunden wieder zur ernsthaften Alternative. Einsteiger, die sich ihr erstes Smartphone kaufen wollen, dürften aber wohl eher mit den großen Konkurrenten, insbesondere Apple und Google Android, besser beraten sein.

Sonstige

Zwar scheint sich der Kampf um Marktanteile auf dem Mobilfunkmarkt bisher ausschließlich zwischen Apple, Google und Microsoft abzuspielen, dennoch gibt es noch weitere Betriebssysteme für Smartphones. Am bekanntesten dürfte dabei Symbian sein, das bereits vor der Smartphone Revolution auf den Geräten von Nokia verwendet wurde. Nach dem Verlust von Marktanteilen an die starke Konkurrenz versuchte Nokia zunächst, Symbian zu modernisieren und konkurrenzfähig zu machen. Die Verkaufszahlen der Geräte mit Symbian sanken jedoch stetig weiter, bis Nokia die Weiterentwicklung schließlich einstellte und stattdessen auf Windows Phone auswich.

Ein ähnliches Schicksal ereilte die Samsung Software Bada, die erstmals 2010 vorgestellt wurde. Samsung wollte das Betriebssystem als Alternative zu Apple iOS und Windows Phone positionieren, was jedoch scheiterte. Der finanzielle Schaden hielt sich für den Konzern allerdings in Grenzen, immerhin konnte Samsung mit dem Verkauf von Android Geräten auf gute Verkaufszahlen verweisen. Dennoch wurde auch die Weiterentwicklung von Bada mittlerweile eingestellt.

Ein Blick auf ein aktuelles Ranking der Marktanteile von Smartphone Betriebssystemen genügt, um festzustellen, dass derzeit lediglich Apple, Google und Windows Phone in einer Position sind, ihre Marktanteile auszubauen. Kleinere Systeme werden von den Kunden in der Regel ignoriert und sind deshalb nicht erfolgreich. Dennoch versucht Mozilla, der Entwickler des Internetbrowsers Firefox derzeit, diese Situation zu ändern. Hierfür setzt Mozilla mit dem eigenen Betriebssystem Firefox OS auf eine Marktlücke: Im Vergleich zu den alten handelsüblichen Handys sind Smartphones sehr teuer. Firefox OS soll die Funktionalität eines modernen Smartphones nun in sehr günstigen Geräten bieten, die sich vor allem an Einsteiger richten. Mit einem Preis von unter 100 Euro bieten die Billig Smartphones natürlich nicht die gleiche Funktionalität wie die Topmodelle und Testsieger und werden es sicher nie auf die Bestenliste schaffen. Dennoch könnte Mozilla mit dieser Strategie wesentliche Marktanteile erobern.

Oberklasse Smartphones

Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, welches Smartphone Sie sich kaufen sollen, werden Sie sicher bereits einen Blick auf ein Ranking oder die Bestenliste in diversen Fachzeitschriften geworfen haben. Dabei ist Ihnen sicher aufgefallen, dass sich die meisten Testsieger stets aus den üblichen Verdächtigen rekrutieren. Hierbei handelt es sich um Smartphones der Oberklasse. Diese verfügen in der Regel über ein robustes Gehäuse, welches nicht anfällig für Kratzer ist, sowie einen schnellen Prozessor und eine sehr gute Verarbeitung, sind allerdings auch preislich am oberen Ende der Skala angesiedelt.

Als das beste Smartphone wird häufig das iPhone von Apple bezeichnet. Tatsächlich ist es Apple gelungen, sein Produkt mit einem exklusiven Image zu verbinden. Allerdings sollten Sie sich nicht alleine hierauf verlassen. Ein Vergleich mit den aktuellen Modellen anderer Hersteller lohnt sich fast immer, teilweise sind diese mindestens ebenso gut verarbeitet und bieten die gleiche Funktionalität wie der Testsieger von Apple.

Grundsätzlich sollten Sie sich nicht zwangsläufig auf das neueste Gerät versteifen. Zwar entwickelt sich der Mobilfunkmarkt sehr schnell weiter, ein Smartphone, das vor zwei Jahren zum Testsieger ernannt wurde, muss heute jedoch noch längst nicht veraltet sein. In der Regel bieten diese Geräte auch für heutige Verhältnisse noch gute Verhältnisse und vor allem einen attraktiven Preis. Achten Sie bei der Kaufberatung also darauf, dass Sie nicht auf die Marketingversprechen der Hersteller hereinfallen.

Sony Xperia Z

Wer ein robustes Smartphone sucht, ist mit dem Xperia Z von Sony sehr gut beraten. Das Gehäuse ist nicht nur sehr stabil und kratzfest, die aktuelle Generation des Sony Flaggschiffs ist sogar wasserdicht. Dieses Merkmal hebt das Xperia Z von allen anderen Modellen auf den derzeitigen Bestenliste ab, denn für die meisten Smartphones stellt bereits geringe Feuchtigkeit ein großes Problem dar.

Das Xperia Z kann dagegen selbst in eingeschaltetem Zustand in ein Wasserbecken getaucht werden, und bleibt dennoch voll funktionsfähig. Die Technik im Inneren dieses sehr resistenten Gehäuses macht das Gerät zu einem Smartphone der Oberklasse, das derzeit in keinem Ranking fehlen darf. Das Display kommt auf eine Bildschirmdiagonale von stattlichen 5 Zoll, eignet sich also auch gut zum Anschauen von hochauflösenden Filmen. Die daraus resultierenden Abmessungen des Xperia Z setzen allerdings auch relativ große Hände für eine bequeme Bedienung voraus.

Als Betriebssystem kommt Android in der Version 4.1.2. zum Einsatz. Sony nutzt jedoch wie die meisten Hersteller von Geräten für Android eine eigene Modifikation des Betriebssystems, die dem eigentlichen Android aufgesetzt wird. Dennoch sind natürlich alle Funktionen des Android Systems auch auf dem Xperia Z problemlos nutzbar. Das neueste Gerät der Xperia Serie verfügt natürlich auch über eine Kamera, die Fotos mit einer Auflösung von 12 Megapixeln schießt. Zwar gibt es aktuelle Geräte mit höherwertigen Kameras, für Schnappschüsse reicht die Kamera des Xperia Z jedoch allemal aus. Beim Design geht Sony keine Risiken ein. Das große Display ist in ein robustes Gehäuse aus schwarzem Kunststoff eingelassen. Damit folgt das Xperia Z dem aktuellen Trend der Mobilfunkbranche.

HTC One X+

Neben Apple und Samsung konnte sich bisher vor allem der Hersteller HTC wichtige Marktanteile erkämpfen. Wie viele andere Hersteller bietet auch HTC Smartphones in verschiedenen Preisklassen an, wobei die Oberklasse Modelle durch die Bezeichnung One gekennzeichnet sind. Das aktuelle Modell HTC One X+ soll dabei vor allem durch seine hochwertige Verarbeitung überzeugen. Zwar kommt beim Gehäuse kein Metall zum Einsatz, der verwendete Kunststoff hinterlässt in der Hand dennoch ein robustes Gefühl.

Das HTC One X+ ist vielmehr das beste Beispiel dafür, dass Kunststoff nicht gleich billig wirken muss. Dies wird durch das Unibody-Design erreicht, das ganz auf herausnehmbare Teile verzichtet. Für den Nutzer bedeutet das zwar, dass er den Akku nicht auswechseln kann, allerdings wurde das Gerät von HTC gezielt auf eine sehr lange Laufzeit optimiert. Auch Speicherkarten akzeptiert das aktuelle HTC-Modell nicht. Dafür wird das HTC One X+ von Haus aus mit 32 beziehungsweise 64 GB Speicher ausgeliefert, das ist selbst für große Musiksammlungen mehr als genug.

Beim Blick auf das große und hoch auflösende Display fallen neben den besonders natürlichen Farben vor allem die Änderungen an der Benutzeroberfläche von Android 4.1. auf, die durch den HTC-Skin Sense verursacht werden. Allerdings achtet HTC darauf, dem Nutzer mit dieser Änderungen einen echten Mehrwert zu bieten. So sind beispielsweise häufig genutzte Widgets für soziale Medien oder andere Funktionen bereits vorinstalliert. Mit dieser Ausstattung findet sich das HTC One X+ derzeit auf den vorderen Rängen der aktuellen Bestenliste wieder.

HTC One XL

Auch das HTC One XL vertritt die aktuelle Oberklasse Generation von HTC Smartphones. Wie bei anderen Modellen der Serie, verbaut HTC auch hier ein robustes Gehäuse aus Polycarbonat, das zwar nicht ganz so wertig wirkt wie Metall, aber dennoch gut und angenehm in der Hand liegt. Das Gerät verfügt über einen internen Speicher von 32 GB, der nicht erweitert werden kann. Dennoch finden selbst große Musik- oder Videosammlungen auf dem Gerät Platz. Wer dennoch an die Grenzen des Speichers stößt, kann auf den Online-Dienst Dropbox ausweichen, für den HTC noch einmal 20 GB Speicherplatz spendiert.

Der Dualcore Prozessor des HTC One XL ist im Vergleich zu seinen Geschwistern auf den ersten Blick ein kleiner Rückschritt, immerhin kommt beispielsweise im HTC One S ein Quadcoreprozessor zum Einsatz. Im alltäglichen Gebrauch macht sich dieser Unterschied jedoch kaum negativ bemerkbar, stattdessen sorgt der abgespeckte Prozessor für eine deutlich gesteigerte Akkuleistung. Auch wenn das HTC One XL mit dieser Ausstattung nicht ganz das Zeug zum Testsieger hat, kann es sich im Ranking der derzeitigen Oberklasse Modelle doch zumindest im oberen Mittelfeld platzieren.

HTC One

Die Bezeichnung One steht in der Produktfamilie der HTC Geräte für die Oberklassemodelle. Ziemlich verwirrend ist jedoch die Tatsache, dass nicht etwa das HTC One XL die aktuelle Bestenliste anführt, bestes HTC Handy ist dagegen derzeit das HTC One. Im Unterschied zu den anderen Modellen aus der One Familie verbaut HTC hier ein sehr robustes Metallgehäuse aus Aluminium im Unibody Design. Wie die meisten anderen Oberklasse Geräte wird auch der Testsieger in den Farben Weiß und Schwarz angeboten.

Das nahtlose Unibody Design mit der gewölbten Rückseite schmeichelt zwar der Hand, allerdings muss der Nutzer dabei auch Einschränkungen in Kauf nehmen. So ist es nicht möglich, den Akku auszuwechseln. Auch der Speicher von 32 GB lässt sich nicht nachträglich aufrüsten. Dennoch ist es HTC gelungen, das HTC One an der Spitze der aktuellen Bestenliste zu platzieren. Das aktuelle Flaggschiff von HTC beweist, dass exklusives Design nicht den Geräten von Apple vorbehalten sein muss. Auch die technische Ausstattung kann überzeugen. Auf dem hochauflösenden Display sind selbst bei genauem Hinschauen keine einzelnen Pixel erkennbar, der Bildschirm kann es also selbst mit Apples Retina Display aufnehmen.

Als Betriebssystem wird Android 4.1. vorinstalliert, das jedoch durch eine neue Version des HTC Skins Sense verfeinert wird. Hierbei hat HTC darauf geachtet, dass der Skin möglichst wenig auffällig ist, stattdessen fügen sich die Veränderungen in der Benutzeroberfläche nahtlos in Android ein. Die auffälligste Neuerung ist der Blinkfeed, eine Art interaktiver Newsreader, der standardmäßig den Homescreen des HTC One darstellt. Neben der hochwertigen Verarbeitung sorgt der leistungsfähige Quadcore Prozessor für gute Noten in jedem Test und Topplatzierungen im aktuellen Ranking. HTC ist es mit dem One gelungen, die beiden Testsieger Apple iPhone 5 und Samsung Galaxy S4 ernsthaft herauszufordern.

Samsung Galaxy S3 LTE

Mit dem Galaxy S3 gelang Samsung 2012 der große Coup: Während Apple mit dem iPhone bis dahin einen enormen Vorsprung an Marktanteilen gegenüber der Konkurrenz hatte, konnte Samsung das aktuelle Topmodel Galaxy S3 als ernsthafte Alternative zu Apples Flaggschiff positionieren. Mit einem sehr leistungsstarken Prozessor, einem großen und hoch auflösenden Display sowie Verbesserungen an der Android Benutzeroberfläche durch den hauseigenen Samsung Skin TouchWiz wurde das aktuelle Oberklassen Gerät gleich von mehreren Fachzeitschriften zum Testsieger ernannt.

Lediglich in Sachen Verarbeitung kann das Galaxy S3 nicht ganz an den großen Konkurrenten heranreichen. Wo Apple auf hochwertige Materialien wie Glas und Aluminium setzt, verbaut Samsung ein zwar robustes aber eben doch offensichtlich aus Plastik bestehendes Kunststoffgehäuse. Dem Erfolg tat das jedoch keinen Abbruch. Das Galaxy S3 konnte dem iPhone deutlich Marktanteile abnehmen. Dies liegt wohl vor allem an dem sehr hochwertigen Display, das wesentlich größer dimensioniert ist als der Bildschirm des iPhones. Bei der Farbe lässt Samsung dem Käufer die Wahl zwischen einem sehr dunklen Blau und Weiß.

Der aktuelle Trend zum Unibody Design macht auch vor dem Samsung Galaxy S3 nicht Halt. Das Design verzichtet zwar auf sichtbare Nahtstellen und fühlt sich deshalb besonders ergonomisch an, im Unterschied zur Konkurrenz hat der Nutzer jedoch die Möglichkeit, den Akku auszuwechseln. Das ist besonders auf Reisen sehr praktisch, zudem bietet Samsung einen leistungsfähigeren Ersatzakku an, mit dem die Akkuleistung erheblich erhöht werden kann.

Mit seiner Unterstützung des modernen Mobilfunkstandards LTE ist das Samsung Galaxy S3 LTE allerdings auch für die Zukunft gerüstet. LTE erlaubt im Vergleich zu UMTS erheblich schnellere Downloadraten. Zwar wird es noch eine Weile dauern, bis das LTE Netz flächendeckend ausgebaut ist, in Großstädten ist der neue Standard jedoch bereits heute nutzbar. In fast jedem Test, der Smartphones der Oberklasse gegeneinander antreten wird, liegt das Galaxy S3 gleichauf mit dem iPhone von Apple, einige Rankings und Bestenlisten erklären das Gerät sogar zum alleinigen Testsieger.

Samsung Galaxy Note 2 LTE

Die Veröffentlichung des ersten Galaxy Note spaltete die Fachwelt. Das Gerät war mit seiner Bildschirmdiagonale von über 14 cm viel zu groß für ein Smartphone, allerdings auch zu klein für ein Tablet. In so manchem Test wurde Samsungs Experiment deshalb als zu unhandlich kritisiert, in einer anderen Bestenliste erklomm es dank seiner starken Hardware und des exzellenten Displays die Spitzenposition im Ranking.

Doch Samsung ließ sich vom geteilten Medienecho nicht beirren. Das Galaxy Note 2 LTE ist sogar noch einmal 2 Prozent größer als sein Vorgänger. Tatsächlich eignet es sich mit diesen Abmessungen nur eingeschränkt als Mobiltelefon. Stattdessen werden vor allem Nutzer angesprochen, die auf der Suche nach einem kompakten Tablet sind, das bestes Medienerlebnis und Smartphonefunktionen gleichzeitig bietet. Im Unterschied zu anderen Smartphones lässt sich das Galaxy Note 2 nur eingeschränkt einhändig bedienen. Allerdings bietet Samsung eine speziell auf die Bedienung mit einer Hand zugeschnittene Funktion, bei der die Bedienelemente näher an den Rand gerückt werden. Ansonsten garantiert eine Bedienung mit beiden Händen das beste Erlebnis.

Zum Lieferumfang gehört außerdem ein Stylus Stift, mit dem der Touchscreen alternativ zu den Fingern bedient werden kann. Das große Display lädt dabei dazu ein, seiner Kreativität beim Zeichnen und Malen freien Lauf zu lassen. Mit dem Samsung Galaxy Note 2 LTE ist man zudem im Internet besonders schnell unterwegs. Der neue Mobilfunkstandard sorgt mit im Vergleich zu UMTS erheblich schnelleren Downloadraten für ein optimales Online-Erlebnis. Wer das Gerät dagegen nur zuhause online nutzen möchte und unterwegs zum Beispiel nur Musik hört oder E-Books liest, sollte zur etwas günstigeren UMTS-Variante greifen.

Motorola RAZR HD

Das amerikanische Traditionsunternehmen Motorola gehörte vor dem Smartphone-Boom noch zu den Marktführern in der Mobilfunkbranche, musste danach jedoch schwere Verluste hinnehmen. Um das Blatt zu wenden, hat der Konzern seine Mobilfunkpalette mittlerweile voll auf Smartphones und Tablets umgestellt. Mit dem RAZR HD nimmt Motorola dabei den Kampf gegen die Konkurrenz im Oberklasse-Segment namens Apple und Samsung auf. Für eine gute Platzierung auf der Bestenliste soll vor allem das Super-AMOLED-Display sorgen, das die Bildschirminhalte gestochen scharf darstellt.

Auch die Verarbeitung soll beim Nutzer einen hochwertigen Eindruck hinterlassen. Besonders die Rückseite mit Kevlar-Überzug vermittelt dabei ein robustes Gefühl, Kratzer und Dellen haben hier keine Chance. Als Betriebssystem setzt Motorola beim RAZR HD auf Android, dessen Funktionen durch den Motorblur Skin erweitert werden. Neben einigen nützlichen Widgets liefert Motorola eine eigene Sprachsteuerung mit, mit denen die wesentlichen Funktionen des Telefons aufgerufen werden können. Darüber hinaus kann der Nutzer Regeln festlegen und Aktionen von bestimmten Ereignissen abhängig machen, etwa täglich zur selben Uhrzeit eine bestimmte App starten lassen.

Zwar kann sich das aktuelle RAZR HD im Benchmark Test nicht gegen die direkte Konkurrenz durchsetzen, dennoch reicht die Leistung nicht nur für alltägliche Aufgaben, sondern bietet auch genügend Power für Spiele und anspruchsvolle Anwendungen. Wie es sich für ein Modell der Oberklasse mittlerweile gehört, unterstützt auch das RAZR HD den modernen Mobilfunkstandard LTE, der schnelle Datenraten im Internet garantiert. Das aktuell beste Smartphone im Motorola Sortiment genügt damit auch hohen Ansprüchen, auch wenn die Alleinstellungsmerkmale fehlen, die das Gerät von der Konkurrenz absetzen würden.

Apple iPhone 5

Bei einem Blick auf die aktuelle Bestenliste wird schnell klar: Apple ist mit seinem iPhone im Ranking stets auf einem der ersten beiden Plätze vertreten. Doch nicht nur die Fachpresse und Experten wissen das Modell zu schätzen, das 2007 den Grundstein für moderne Smartphones legte. Nach wie vor erzielt das iPhone beste Verkaufszahlen und ist heute das erfolgreichste Smartphone der Welt. Ein bisschen hat dieser Erfolg sicher auch mit dem Kultimage zu tun, das die Marke Apple umgibt wie keinen anderen Technikkonzern. Das iPhone kann diesen exzellenten Ruf jedoch auch bestätigen.

Kein anderer Hersteller legt derart viel Wert auf ein hochwertiges und exklusives Design wie Apple. Bereits das erste iPhone gab die Richtung vor, in die sich alle kommenden Smartphones entwickeln würden. Ein großer Touchscreen, keine physische Tastatur, stattdessen intuitive Bedienung durch Fingergesten. Auch das Gehäuse wird den hohen Ansprüchen der Apple Fans gerecht. Seit dem iPhone 4 verzichtet Apple weitgehend auf Kunststoff. So besteht auch das iPhone 5 hauptsächlich aus Glas und Metall. Ergebnis ist ein robustes und schick designtes Gehäuse, das Technikfans auf der ganzen Welt begeistert.

Die Exklusivität des iPhones zeigt sich auch beim Betriebssystem. Das iPhone ist das einzige Smartphone, das mit iOS auf ein eigens für das Gerät entwickeltes System setzt. Äußerlich hat sich iOS in der aktuellen Version kaum vom iPhone OS entfernt, das mit dem ersten iPhone 2007 ausgeliefert wurde. Die Benutzeroberfläche besteht aus schlichten Kacheln, die die installierten Apps repräsentieren. Einfluss auf das Aussehen der Oberfläche kann der Nutzer lediglich durch einen Wechsel des Hintergrundbilds nehmen. Diese schlichte Optik sorgt jedoch auch für eine sehr einfache und selbsterklärende Funktionsweise des Systems, mit dem selbst Einsteiger sofort zurechtkommen.

Im Vergleich zu anderen modernen Betriebssystemen fehlen dem iPhone 5 jedoch einige Funktionen, die bei der Konkurrenz mittlerweile zum Standard gehören. Widgets können beispielsweise nicht genutzt werden. Dafür wurde der Sprachdienst Siri, der mit dem iPhone 4S eingeführt wurde, für das iPhone 5 noch einmal verbessert. Siri erkennt menschliche Stimmen und interpretiert gesprochene Sätze automatisch. Dadurch ist das Programm in der Lage, auch komplexe Anfragen und Befehle zu verarbeiten. Der Nutzer kann Siri beispielsweise sagen, er möchte am nächsten Wochenende an einen Termin erinnert werden. Siri fügt den entsprechenden Termin dann automatisch dem Kalender zu.

Mit dem iPhone 5 hat Apple auch einen der größten Kritikpunkte der bisherigen iPhone Generationen beseitigt. Im Vergleich zur Konkurrenz galt der iPhone Touchscreen zwar als bestes Display auf dem Markt, die Bildschirmdiagonale konnte mit den Touchscreens anderer Hersteller jedoch nicht mithalten. Die Vergrößerung des Bildschirms im iPhone 5 hat jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Ergonomie, denn Apple streckte das Display statt in die Breite einfach in die Höhe.

Mit der modernisierten Version des Klassikers sorgt das aktuelle iPhone 5 von Apple für Bestnoten im Benchmark Test und dürfte auch weiterhin seine Rolle als Spitzenreiter in den meisten Bestenlisten beibehalten. Auch wenn der Vorsprung vor der Konkurrenz immer weiter schrumpft, das iPhone 5 ist ein fast fehlerloses Oberklasse Smartphone für Nutzer mit gehobenen Ansprüchen.

Nokia Lumia 920

Das aktuelle Flaggschiff Lumia 920 soll den finnischen Mobilfunkkonzern wieder zum Erfolg alter Tage bringen. Es ist noch gar nicht so lange her, da nahm Nokia die unbestrittene Stellung als Marktführer im Geschäft mit Handys ein. Vor allem, wer Wert auf ein robustes Gehäuse, lange Akkulaufzeit und eine gute Verarbeitung legte, kam an Nokia kaum vorbei. Wie so viele ehemalige Marktführer wurde jedoch auch Nokia von der technischen Entwicklung eiskalt überrascht und verlor große Marktanteile an Apple und andere Hersteller von Smartphones. Anfangs versuchte der Konzern noch, den Abwärtstrend durch Smartphones mit dem eigenen Betriebssystem Symbian zu stoppen, bald gab Nokia diese Strategie jedoch auf und ging eine Partnerschaft mit Microsoft ein.

Seitdem wird auf den Geräten von Nokia das Betriebssystem Windows Phone 8 installiert. Das Lumia 920 stellt damit auch gleichzeitig das Topmodell mit dem System von Microsoft dar. Dieses geht im Vergleich zur Konkurrenz einen völlig anderen Weg bei der Benutzeroberfläche. Statt von einem Hintergrundbild wird der Homescreen auf dem Lumia 920 von Kacheln verschiedener Größe definiert, die vom Nutzer frei angelegt und angeordnet werden können. Diese Kacheln funktionieren als Startbefehl für Apps und Widgets gleichzeitig, da auf dem einfarbigen Hintergrund Textinformationen und Grafiken dargestellt werden können.

Die Funktionsweise des Betriebssystems ist damit eng an Windows 8 für PCs angelegt und eignet sich vor allem für Nutzer, die ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild zwischen PC und Handy herbeiführen wollen. Auch bei der Hardware setzt das Nokia Lumia 920 auf Exklusivität. Das Gehäuse vermittelt ein robustes Gefühl, wirkt aber absichtlich auffälliger als bei der Konkurrenz. Dies wird durch die verschiedenen Farben unterstrichen, in denen es das Lumia 920 zu kaufen gibt. Neben den klassischen Verkaufsschlagern Schwarz und Weiß hat der Nutzer hier auch die Wahl zwischen knalligeren Pastelltönen bis hin zu hellem Gelb.

Wer ein robustes Gerät sucht, ist mit dem Nokia Lumia 920 also gut beraten. Allerdings hat die wertige Verarbeitung auch ihren Preis. Das Gerät ist nicht nur preislich am oberen Ende der Oberklasse Smartphones angesiedelt, sondern zudem auch deutlich schwerer als die Konkurrenz. Im Vergleich zum iPhone macht der Gewichtsunterschied beispielsweise ganze 50% aus. Dennoch schneidet das Nokia Lumia 920 im Test allgemein sehr gut ab und beschert den Finnen erstmals seit vielen Jahren wieder einen Platz in den Bestenlisten.

HTC Windows Phone 8X

Mit seinen Android Geräten hat sich HTC längst einen Namen als dritte Kraft hinter Apple und Samsung gemacht, die die Bestenliste mit ihren Geräten regelmäßig anführen. Dieser Erfolg hält den Hersteller jedoch nicht davon ab, auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. So veröffentlicht HTC mit dem Windows Phone 8X auch ein Smartphone der Oberklasse, das auf Microsofts mobiles Betriebssystem setzt.

Während sich die Benutzeroberflächen der anderen Systeme wenig bis kaum voneinander unterschieden, fällt die Umgewöhnung auf Windows Phone 8 vielleicht zunächst etwas schwer. Statt auf Verknüpfungen der installierten Apps wird der Schwerpunkt hier auf Informationen gelegt. Diese werden in Kacheln angezeigt, die sich live aktualisieren. Eine Kachel, die Beispielsweise für Facebook zuständig ist, zeigt aktuelle Statusupdates und Nachrichten also direkt auf dem Homescreen an. Das Bedienkonzept ist dagegen bekannt: Windows Phone 8 unterstützt dieselben Fingergesten auf dem Touchscreen wie andere Systeme. Die Navigation durch die Menüs wird durch Animationen aufgehübscht, die allerdings auch Rechenleistung kosten.

Dieser Energiehunger macht sich bei der Performance des HTC Windows Phone 8X auch deutlich bemerkbar. Zwar ist das Gerät mit einem Dualcore Prozessor ausgestattet, dennoch machen sich teilweise Ruckler und kleinere Darstellungsfehler bemerkbar. Wer auf aufwendige Spiele, die für das Betriebssystem derzeit ohnehin noch Mangelware sind, verzichten kann, erhält mit dem HTC Windows Phone 8X jedoch ein robustes Gerät, das alles mitbringt, was man von einem Smartphone der Oberklasse erwartet. Vor allem bei der Ergonomie kann das Gerät im Test punkten. HTC setzt hier auf eine leicht gebogene Rückseite, die gut in der Handfläche liegt. Passend zu den einfarbigen Kacheln der Windows Phone 8 Oberfläche ist auch das Gehäuse des HTC Windows Phone 8X in verschiedenen Farben erhältlich.

Samsung Ativ S

Obwohl Microsoft relativ spät in das Rennen um Marktanteile bei den Smartphone Betriebssystemen einstieg, gewinnt Windows Phone 8 zunehmend an Bedeutung. Besonders deutlich wird dieser Trend an der Entscheidung Samsungs, zukünftig ebenfalls Geräte für das Betriebssystem zu veröffentlichen. Das Samsung Ativ S ist dabei der erste Vertreter Samsungs in der Oberklasse und wird derzeit von vielen Experten als Testsieger und bestes Gerät unter den Windows Smartphones erklärt.

Auf den ersten Blick wirkt die Oberfläche des Samsung Ativ S mit seinem Look, der an gebürstetes Aluminium erinnert, sehr edel. Erst beim Anfassen wird deutlich, dass das Gehäuse ausschließlich aus Kunststoff besteht, wie er etwa schon vom Galaxy S3 bekannt ist. Dennoch wirkt das Gerät nicht billig, sondern macht einen wertigen Eindruck. Ein großer Vorteil des verwendeten Kunststoffs ist auch die Möglichkeit eines Akkutauschs, die sich bei den Modellen der Konkurrenz nur noch selten findet. Rein äußerlich erinnert das Design jedenfalls an die Samsung Geräte im Android Bereich.

Doch schon kurz nach dem ersten Einschalten des Displays wird der Unterschied klar. Statt verschiedener Icons für Apps bekommt der Nutzer die für Windows Phone 8 typischen einfarbigen Kacheln zu sehen, die frei festgelegt und angeordnet werden können. Die Bedienung des Windows 8 Systems ist gewöhnungsbedürftig, erschließt sich jedoch nach einiger Zeit von selbst. Eher enttäuschend ist jedoch die Ausstattung des Geräts, die einige im Oberklasse Segment mittlerweile selbstverständliche Funktionen vermissen wird. Wer viel im Internet surft, wird dabei vor allem die LTE-Unterstützung vermissen, die Samsung derzeit nur bei seinen Android Smartphones bietet.

Blackberry Z10

Wie Nokia musste auch Blackberry seit dem Aufkommen der modernen Smartphones gehörig Federn lassen. Lange galten die Produkte des kanadischen Herstellers RIM als bestes Accessoire für Geschäftsleute und Nutzer, die mit ihrem Handy ständig online sein wollten oder mussten. Auf die große Nachfrage nach schlicht designten Smartphones, die sowohl als Mobilcomputer für die Produktivität als auch als Spielzeug für Privatnutzer taugen, hatte RIM lange Zeit keine Antwort. Zwar versuchte man zunächst, das Blackberry Konzept mit der physischen Tastatur mit einem Touchscreen zu kombinieren, wirklichen Erfolg hatte der Konzern damit jedoch nicht.

Dies soll sich nun mit dem Blackberry Z10 ändern, der den ehemaligen Marktführer wieder auf die Spur und auf die Bestenlisten bringen soll. Äußerlich orientiert sich der generalüberholte Blackberry Z10 dabei stark an der erfolgreichen Konkurrenz. Das Gerät ist in ein robustes und schlicht designtes, schwarzes Gehäuse verpackt. Wie üblich wird die Frontseite von einem großen Touchscreen dominiert. Die für Blackberry typische physische Tastatur ist dagegen verschwunden.

Stattdessen ist das Blackberry Z10 voll auf die Touchbedienung mit den Fingern ausgelegt. Damit das reibungslos funktioniert, wurde eigens ein neues Betriebssystem entwickelt, Blackberry OS 10. Das System bringt alle wesentlichen Funktionen mit, die der Nutzer von einem Smartphone erwartet. Apps für soziale Medien sind ebenso an Bord wie produktive Officeprogramme. Die Eigenständigkeit des neuen Blackberry Betriebssystems wird durch die neue Benutzeroberfläche unterstrichen, die sich durch schicke Animationen und Details von der Konkurrenz abhebt.

Was die Hardware angeht, wurde das Gerät offensichtlich auf die Zielgruppe der Geschäftskunden ausgelegt. Surfen und Arbeiten ist mit dem Blackberry Z10 problemlos möglich, für Spiele oder aufwendige Grafikprogramme ist das Smartphone jedoch nicht gut genug ausgestattet. Im Benchmark Test schneidet das Blackberry Z10 dann auch etwas schwächer ab, als die direkte Konkurrenz. Immerhin lässt sich der Speicher von 16 GB durch eine separate SD-Karte auf 32 GB erweitern, das reicht dann auch für umfangreiche Medienbibliotheken.

Der Grund, warum das Blackberry Z10 dennoch keinen Platz unter den Testsiegern auf den Bestenlisten erreichen konnte, ist der recht schwache Akku. Gerade für ein produktiv eingesetztes Gerät ein echtes Manko. Etwas ausgeglichen wird dieser Nachteil immerhin durch die Möglichkeit, den Akku manuell zu wechseln. Wer auf Geschäftsreisen auf Nummer sicher gehen will, sollte also mindestens einen Ersatzakku bei sich haben.

Für Geschäftsleute, die mit der Marke Blackberry in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht haben, eignet sich der Blackberry Z10 deshalb also durchaus als Begleiter im Berufsalltag. Wer dagegen auf die neueste Technik wert legt und hin und wieder auch mal ein aufwendiges Spiel genießen möchte, ist wohl mit den Geräten der Konkurrenz besser aufgehoben. Dass RIM dennoch fest vom Erfolg des Blackberry Z10 überzeugt ist, beweist die Entscheidung der Unternehmensführung, den Namen RIM zukünftig schlicht durch Blackberry zu ersetzen.

Mittelklasse Smartphones

Es muss nicht immer der Spitzenreiter der Charts sein: Auch ältere Modelle bieten noch genug Leistung und Funktionen für die meisten Nutzer von Smartphones. Ein Smartphone, das vor einigen Jahren noch das Ranking angeführt hat, muss heute keinesfalls veraltet sein. Stattdessen kann der Käufer hier ein echtes Schnäppchen machen. Auch die Hersteller haben längst eingesehen, dass nicht jeder Käufer bereit ist, sehr viel Geld in ein aktuelles High End Smartphone zu investieren und bringen deshalb auch Modelle der Mittelklasse auf den Markt.

Diese Mittelklasse Modelle bieten in der Regel aktuelle Technik und sind dennoch relativ günstig. Wer also nicht unbedingt das modernste High End Gerät aus den Charts kaufen will, sondern Wert auf bestes Preisleistungsverhältnis und saubere Verarbeitung legt, wird auch in dieser Preisklasse billige Geräte finden. Der einzige Hersteller, der bisher noch keine Alternative in der Mittelklasse anbietet, ist Apple. Das iPhone bleibt bislang nur zahlungskräftigen Kunden vorbehalten. Hiervon abgesehen finden sich in der Mittelklasse Modelle aller namhaften Hersteller, meist handelt es sich dabei um kleine Versionen der jeweiligen Topmodelle.

Auch mit dem Kauf eines ehemaligen Spitzenmodells, welches damals die Rangliste angeführt hat, kann viel Geld gespart werden. Der Mobilfunkmarkt entwickelt sich rasant schnell, ehemalige Spitzenmodelle werden nach einer Weile in der Regel günstig angeboten und wechseln von der Oberklasse in die Mittelklasse.

HTC One S

Im Ranking der Mittelklasse Smartphones spielt das HTC One S in der Regel ganz oben mit. Das neue Mittelklasse Modell der One Serie von HTC ist eine kleine Version der derzeitigen Topseller von HTC. Beim Design wurde Wert auf ein robustes Gehäuse gelegt. Durch das im Vergleich zur Konkurrenz eher kleine Display von knapp über 4 Zoll verbraucht das Gerät weniger Strom als die derzeitigen Spitzenreiter der Charts.

Das HTC One S liefert genug Arbeitstempo, um es mit sämtlichen anderen Modellen der Spitzenklasse aufzunehmen. Abstriche müssen die Nutzer dagegen beim Speicher machen. Der interne Speicher wartet mit gerade einmal 16 GB auf, die sich auch nicht über eine Speicherkarte erweitern lassen. Als Trost spendiert HTC kostenlosen Speicher beim Cloud-Anbieter Dropbox. Dieser kann jedoch nur mit einer bestehenden Internetverbindung genutzt werden. Auch eine Möglichkeit zum Wechsel des Akkus fehlt, dies ist mittlerweile allerdings bei den meisten Herstellern üblich. Im Benchmark Test zeigt das HTC One S dann aber, dass es leistungsmäßig eigentlich eher zur Oberklasse gehört und platziert sich auf der Rangliste der schnellsten Geräte zwischen aktuellen Spitzenreitern der Charts.

LG Optimus 4X HD

Wenn es um bestes Preisleistungsverhältnis geht, führt kaum ein Weg am LG Optimus 4X HD vorbei. Das Android Smartphone wurde von LG im Sommer 2012 vorgestellt und für knapp 500 Euro angeboten, bereits wenige Monate später sank der Preis jedoch auf knapp 300 Euro. Dabei beweist das Gerät, dass günstig nicht gleich billig sein muss. Vor allem das hoch auflösende Display wartet mit einer Diagonale von 4,7 Zoll auf, die man ansonsten eher in der Oberklasse vermuten würde. Leistungsmäßig reicht es zwar nicht ganz für die vorderen Plätze im Ranking, für alltägliche Aufgaben und gelegentliche Spiele ist die Hardware des Geräts jedoch ausreichend dimensioniert.

Bemängelt wird am LG Optimus 4X HD dagegen häufig die Kamera, die zwar mit 8 Megapixeln dem technischen Standard entspricht, allerdings gerade bei Tageslichtaufnahmen eher mäßige Ergebnisse liefern soll. Das perfekte Gerät wird man in dieser Preisklasse jedoch ohnehin nicht finden. Wer also Abstriche bei der Qualität der Fotos in Kauf nimmt, kann mit dem LG Optimus 4X HD derzeit ein gut ausgestattetes Smartphone sehr günstig erwerben. Besonders erfreulich ist auch, dass LG nach wie vor Updates für die Software des Optimus 4X HD ausliefert. Derzeit ist das Betriebssystem auf dem aktuellen Stand von Android 4.1., mit weiteren Updates ist zu rechnen.

Google Nexus 4

Grundsätzlich verfolgt Google mit seinem Betriebssystem Android eine sehr auf Software konzentrierte Politik, die Herstellung der passenden Smartphones wird in der Regel anderen Unternehmen überlassen. Die Ausnahme von diesem Prinzip ist die Nexus Serie, unter deren Namen Google selbst Smartphones und Tablets herstellt. Allerdings werden auch die Nexus Geräte in enger Zusammenarbeit mit wechselnden Partnern entwickelt, für das Google Nexus 4 vertraute der Konzern beispielsweise auf die Dienste von LG.

Das Google Nexus 4 überzeugt im Test durch seine modernen technischen Daten, die es konkurrenzfähig mit Geräten der Spitzenklasse machen. Bereits kurz nach Erscheinen des Nexus 4 führte das Smartphone die Verkaufs Charts an, was allerdings auch zu Problemen führt. Google und LG konnten der großen Nachfrage nicht gerecht werden und es kam zu Lieferengpässen über mehrere Monate. Seit Anfang 2013 ist das Smartphone nun jedoch in ausreichender Stückzahl lieferbar.

Der größte Vorteil für den Käufer besteht darin, dass Google das Nexus 4 zu einem absoluten Kampfpreis von knapp 300 Euro verkauft. Es wird sogar vermutet, dass Google mit dem Verkauf der Geräte überhaupt keinen Gewinn macht, sondern auf Einnahmen aus App-Verkaufen spekuliert. Dafür müssen die Käufer jedoch auch Einschränkungen in Kauf nehmen. So ist der Speicher nur in den Größen 8 GB und 16 GB erhältlich und damit eher klein dimensioniert. Eine Erhöhung des Speichers durch SD-Karten ist auch nicht möglich. Dennoch bietet das Google Nexus 4 bestes Preisleistungsverhältnis bei aktuellen technischen Daten und führt derzeit das Ranking der Mittelklasse Smartphones deutlich an.

Huawei Ascend D1 Quad XL

Huawei ist ein Name, den man im Ranking der besten Smartphone Hersteller derzeit noch recht selten findet. Das könnte sich jedoch bald ändern, denn die Chinesen beweisen mit dem Ascend D1 Quad XL eindrucksvoll, dass Made In China nicht zwangsläufig für Billig Produkte stehen muss. Stattdessen wird bei der Verarbeitung zumindest teilweise auf hochwertige Materialien gesetzt. Das Display besteht aus bruchsicherem Gorilla-Glas, das ansonsten eher bei Modellen der gehobenen Klasse zum Einsatz kommt.

Gespart wurde dagegen bei der Verarbeitung des Plastikgehäuses. Huawei verzichtet hier auf das derzeit aktuelle Unibody Design. Für den Nutzer hat das allerdings auch den Vorteil, dass der Akku austauschbar ist. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass das Plastik des Gehäuses auf Druck deutlich nachgibt und damit eher billig wirkt. Dafür erzielt das Gerät im Test Bestnoten bei der Akkuleistung, die lediglich vom Oberklasse Smartphone Samsung Galaxy Note 2 übertroffen wird.

Samsung Galaxy S3 Mini 8GB

Das Samsung Galaxy S3 entwickelte sich 2012 zum Verkaufsschlager und führte das Ranking der Oberklasse Smartphones bis zum Erscheinen des iPhone 5 monatelang an. Auch in den Verkaufs Charts konnte das Topmodell von Samsung einen der Spitzenplätze erobern. Die moderne technische Ausstattung machte das Gerät aber auch sehr kostspielig. Zudem empfanden viele Kaufinteressierte das große Display mit seinen 4,8 Zoll Bildschirmdiagonale als zu unhandlich. Mit dem Galaxy S3 Mini 8GB schiebt Samsung nun eine kleine Version seines Flaggschiffs nach.

Samsung hat dabei nicht nur dem Display eine Abspeckkur verordnet, sondern auch der Hardware. Beispielsweise nimmt die Kamera nun keine Videos in Full HD mehr auf, sondern bietet lediglich eine Auflösung von 720p. Im Vergleich zum großen Bruder ein deutlicher Rückschritt. Auch die Auflösung des Displays wurde erheblich reduziert. Schrift wirkt auf dem Display nun nicht mehr so gestochen scharf wie beim Galaxy S3. Der Speicher von 8 GB ist zwar ebenfalls etwas knapp bemessen, lässt sich allerdings immerhin auf bis zu 32 GB erweitern.

All diese Einsparungen haben jedoch auch einen klaren Vorteil: Sie ermöglichen es Samsung, das kleine Modell seines Flaggschiffs zu einem absoluten Kampfpreis auf den Markt zu bringen. Wer also beim Kauf nicht unbedingt auf bestes Display und neueste Technik Wert legt und stattdessen ein erschwingliches und funktionales Gerät für alltägliche Aufgaben sucht, ist mit dem Samsung Galaxy S3 mini 8 GB sicher gut beraten.

Sony Xperia T

Dass sich das Sony Xperia T in den Charts der bestverkauften Smartphones befindet, hat es wohl nicht zuletzt der cleveren Marketing Kampagne von Sony zu verdanken, in deren Rahmen das Mittelklasse Smartphone sogar im aktuellen James Bond Film zu sehen war. Auch beim Design versucht Sony, das Gerät deutlich von der Konkurrenz abzuheben. Wo bei den meisten anderen Smartphone gerade Linien und ebene Flächen den optischen Eindruck dominieren, setzt Sony auf Ecken, Kanten und Rundungen und verleiht dem Xperia T damit eine sehr eigenwillige Form.

Wie es bei Geräten der Mittelklasse üblich ist, werden im Gehäuse nicht die hochwertigsten Materialien wie Metall und Glas verbaut, sondern viel Plastik. Dennoch hinterlässt das Gehäuse in der Hand ein robustes Gefühl, das Material gibt auf Druck auch nicht nach, wirkt deshalb sehr stabil und wertig. Das große Display eignet sich zwar hervorragend, um Videos in voller Auflösung zu betrachten, ist für kleine Hände aber eher schlecht geeignet.

Sony spendiert dem Xperia T einen internen Speicher von 16 GB, der sich mittels einer Micro-SD-Karte erweitern lässt. Beim Akku hat der Nutzer dagegen keinen Spielraum, die Batterie ist fest im Gerät verbaut, meistert aber auch lange Arbeitstage mühelos. Insgesamt erhält der Käufer mit dem Sony Xperia T ein originell designtes, funktionelles Smartphone, das zwar nicht mehr ganz dem technischen Standard entspricht, dafür aber bereits sehr günstig zu erwerben ist.

HTC Sensation XL

Das HTC Sensation XL hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel, ist aber ein gutes Beispiel dafür, wie man beim Kauf eines ehemaligen Spitzenmodells heute viel Geld sparen kann, ohne auf gute Technik verzichten zu müssen. Seinerzeit machte das HTC Sensation XL als bestes Smartphone für Multimedia Fans Schlagzeilen, HTC konzentrierte sich bei der Entwicklung vor allem auf die Soundqualität, die mit den hochwertigen mitgelieferten Beats by Dre Kopfhörern erst richtig zur Geltung kommt. Mit der exzellenten Soundqualität sicherte sich das Gerät einen der vorderen Plätze im Ranking der besten Multimedia Smartphones.

Auch beim Design legt HTC viel Wert auf Details. Statt in üblichem Schwarz wird das Gerät in einer Farbkombination aus Weiß und Silber verkauft, die einen sehr edlen Eindruck macht. Das große Display eignet sich mit seinen 4,7 Zoll Bilddiagonale auch zum Anschauen von Videos und Filmen, allerdings verfügt es über eine an heutigen Standards gemessen niedrige Auflösung. Auf Wunsch versorgt HTC den Nutzer nicht nur mit der Hardware zum Abspielen von Multimedia Dateien, sondern liefert die Inhalte gleich mit: Auf dem Sensation XL ist eine Plattform zum Erwerb von Musik und Filmen bereits vorinstalliert.

Bei seiner Veröffentlichung 2011 galt das HTC Sensation XL noch als bestes Smartphone von HTC, mittlerweile wurde es allerdings durch aktuellere Modelle abgelöst. Dennoch erhält der Käufer hier viel Leistung für wenig Geld. Im Gegenzug sollte man allerdings bereit sein, auf High End Technik wie etwa ein hoch auflösendes Display zu verzichten.

Motorola RAZR i

Mit dem RAZR i präsentiert Motorola die kleine Version seines derzeitigen Flaggschiffs. Beim Blick auf das Gehäuse, mag man zunächst gar nicht glauben, dass es sich hierbei um ein Mittelklasse Smartphone, und nicht etwa um ein Gerät der Oberklasse handelt. Denn Motorola setzt bei den Materialien auf hochwertiges Kevlar, das für ein robustes und sehr wertiges Gefühl sorgt. Darüber hinaus wirkt das Gehäuse trotz des großen 4,3 Zoll Displays überraschend kompakt und handlich, in den Abmessungen ist das Motorola RAZR i nur wenig größer als das iPhone 4S.

Während fast alle Hersteller von Smartphones auf ARM-Chips setzen, kommt im Inneren des Motorola RAZR i ein Intel-Chip zum Einsatz. Trotz der fehlenden Erfahrung im Smartphone-Bereich leistet dieser gute Arbeit. Leistungsmäßig braucht sich das Motorola RAZR i selbst hinter deutlich teureren Geräten nicht zu verstecken. Allerdings scheint Motorola bei der Optimierung der Hardware für Android einige Probleme gehabt zu haben, beim Wischen und Scrollen durch die Menüs machen sich hin und wieder deutliche Ruckler bemerkbar.

Wirklich punkten kann das Smartphone jedoch mit seiner ausgezeichneten Akku Leistung. Die Batterie im Motorola RAZR i liefert satte 2000 mAH, wesentlich mehr als die meisten Geräte der Konkurrenz. Das reicht für über sechs Stunden intensive Nutzung. Zusätzlich verlängert wird die Akkulaufzeit durch den Energiesparmodus, der wahlweise stets aktiviert werden kann, oder sich automatisch einschaltet, wenn der Akku einen bestimmten Ladezustand unterschreitet.

Sony Xperia ion

Mit dem Sony Xperia ion präsentiert der japanische Elektronikkonzern ein originell designtes Smartphone der Mittelklasse, das vor allem durch sein großes HD-Display auffällt. Zwar wirken die Farben im Vergleich zu Geräten der Oberklasse etwas blass, weshalb es nicht ganz für die Auszeichnung bestes Display reicht. Allerdings verfügt der Touchscreen über eine hohe Auflösung und erlaubt mit seiner üppigen Größe auch das entspannte Betrachten von Videos und Filmen. Für kleine Hände ist das Sony Xperia ion dadurch allerdings weniger geeignet, das Gerät wirkt mit seinen Abmessungen nämlich durchaus wuchtig.

Beim Gehäuse geht Sony wie üblich eigene Werte. Statt auf klare und schlichte Linien setzt der Hersteller auf eigenwillige Kanten und Rundungen, die dem Sony Xperia ion ein ganz eigenes Aussehen verleihen, das wohl als Geschmackssache bezeichnet werden kann. Wie fast alle anderen Hersteller verpasst auch Sony dem Betriebssystem Android seinen eigenen Skin, allerdings halten sich die optischen Änderungen sehr in Grenzen, das ursprüngliche Android ist durchaus noch erkennbar.

Die Probleme des Sony Xperia ion, auf die man sich als Käufer einstellen sollte, liegen allerdings in der eher schwachen Akkuleistung. Der größte Energiefresser bei einem Smartphone ist das Display, das umso energiehungriger wird, je größer es ist. So erweist sich auch das 4,6 Zoll große Display des Sony Xperia ion im Test als große Belastung für den Akku, der auf geringere Laufzeiten kommt, als die Batterien der direkten Konkurrenz. Nichts desto trotz kommt auch das Sony Xperia ion bei normaler und sparsamer Nutzung locker durch den Tag.

LG Prada Phone 3.0

Das LG Prada Phone 3.0 dürfte sich nicht nur aber wohl vor allem unter Frauen größter Beliebtheit erfreuen. Welches andere Smartphone kann schon von sich behaupten, von einem weltbekannten Modedesigner inspiriert worden zu sein? Tatsächlich macht das LG Prada Phone 3.0 auf den ersten Blick einen Eindruck, der sich wohl am besten als modisch und schick bezeichnen lässt. Vorderseite und Rücken des Gerätes werden von mattem Schwarz dominiert, während sich am Rand ein silberner Metallrahmen an das Gehäuse schmiegt. Auf der Rückseite befinden sich zudem kleine Riffel, die die Griffigkeit erhöhen sollen. Mit diesen Eigenschaften sieht das LG Prada Phone 3.0 nicht nur sehr gut aus, sondern liegt auch bequem in der Hand.

Doch die Arbeit der Designer machte beim Gehäuse nicht Halt: Selbst das Betriebssystem Android wurde für das LG Prada Phone schicker gemacht. Die Benutzeroberfläche präsentiert alle Icons als schlichte weiße Symbole vor schwarzem Hintergrund. Der ansonsten recht bunte Homescreen eines Android Smartphones weicht damit einem minimalistischen aber dadurch auch sehr modischen und extravaganten Look. Zwar gehört die Hardware nicht mehr zum High End Bereich, vor allem das Display verfügt über eine eher geringe Auflösung. Auf der Rangliste der modischsten Smartphones darf das LG Prada Phone 3.0 jedoch nicht fehlen.

Einsteiger Smartphones

Wer bisher noch ein herkömmliches Handy oder sogar gar kein Mobiltelefon besitzt, und sich erstmals mit Smartphones auseinandersetzt, steht häufig vor der Frage: Welches Smartphone soll ich mir kaufen. Muss es unbedingt der Testsieger aus der Rangliste der Fachzeitschrift sein, der als bestes Smartphone ausgezeichnet wurde, oder genügt auch ein älteres oder günstiges Modell? Die Antwort auf diese Fragen soll dann in der Regel eine Kaufberatung bei einem Händler bringen. Dieser hat aber in den meisten Fällen ein finanzielles Interesse daran, dem Kunden ein möglichst teures Gerät zu verkaufen, auch wenn dieser ein solches gar nicht benötigt.

Bei der Kaufberatung sollten Sie deshalb darauf achten, dass Sie über die Eigenschaften des Geräts aufgeklärt wurden und entscheiden, ob Sie all diese technischen Möglichkeiten überhaupt nutzen wollen. Falls Sie nur ein Gerät suchen, mit dem man telefonieren und im Internet surfen, sowie hin und wieder ein einfaches Spiel spielen kann, sind Sie häufig schon mit einem Einsteiger Modell gut beraten. Diese bieten in der Regel gute wenn auch nicht neueste Konditionen und sind dennoch günstig.

LG Optimus L9

Das LG Optimus L9 ist mit einem Preis von weit unter 300 Euro deutlich im unteren Preissegment angesiedelt. Das kleine Optimus Modell verfügt dennoch über ein sehr großes Display mit einer Diagonale von 4,7 Zoll. Entsprechend der Einsteigerklasse verbaut LG hier natürlich nicht die neueste Technik, sondern setzt auf durchschnittliche Hardware, die für alltägliche Aufgaben dennoch mehr als ausreichend ist. Für ein Gerät der Einsteiger Klasse macht das LG Optimus L9 zumindest optisch einen sehr edlen Eindruck, das Gehäuse besteht aus weißem Kunststoff, der das Gerät fast wie ein Mode Accessoire wirken lässt.

Die Dimensionen des Displays entsprechen dem heutigen Standard bei Smartphones, allerdings verfügt das Gerät über eine relativ geringe Auflösung. Auch der Prozessor genügt eher geringen Ansprüchen. Alltägliche Aufgaben, wie etwa das Surfen im Internet werden aber schnell und störungsfrei gemeistert. Auch einfache Spiele stellen das LG Optimus L9 vor keine Probleme, solange diese nicht über aufwendige 3D-Grafik verfügen. Erfreulicherweise ist der Akku austauschbar, auch der Speicher kann mit einer micro-SD-Karte erweitert werden. Wer sein Smartphone also nur als Begleiter durch den Alltag braucht, ohne unbedingt Wert auf die neueste Technik aus dem High End Bereich zu legen, findet im LG Optimus LG das beste Paket zu einem erschwinglichen Preis.

Huawei Ascend P1

Der chinesische Hersteller Huawei hat sich derzeit auf Smartphones der Einsteigerklasse spezialisiert, die mit den Ranglisten oder der Auszeichnung bestes Smartphone zwar eher nichts zu tun haben, aber dennoch alles andere als billig wirken. So verbaut Huawei im Ascend P1 zwar der Einsteiger Klasse angemessen lediglich Plastikteile im Gehäuse, diese sind auf der Rückseite jedoch mit einer sauberen Gummierung überzogen. Dadurch wirkt das Gerät nicht nur sehr griffig, sondern auch wertig. Auch Käufer, denen die üblichen Boliden der Oberklasse zu groß und klobig sind, werden mit dem Huawei Ascend P1 fündig. Statt den üblichen knapp 5 Zoll beträgt die Bildschirmdiagonale nur 4,3 Zoll, was das Gerät auch für kleine Hände sehr angenehm macht. Auch die Tastatur, die wie bei fast allen Smartphones über den Touchscreen genutzt wird, lässt sich dadurch bequem einhändig bedienen.

Gespart wurde bei der Herstellung vor allem am internen Speicher. Dieser beträgt nur 4 GB, von denen nur knapp über 2 GB genutzt werden können. Allerdings verfügt das Gerät über einen Slot für Micro SD-Karten, über den der Speicher erweitert werden kann. Wie viele andere Geräte der Einsteiger Klasse hat auch das Huawei Ascend P1 den Vorteil, dass die eher durchschnittliche Hardware auch den Akku nicht allzu sehr belastet. Dieser kommt mit einer Ladung und bei normaler Benutzung locker einige Tage über die Runden. Das Huawei Ascend P1 ist damit ein robustes Arbeitstier, das vor allem durch seine lange Akkulaufzeit und den günstigen Preis viele Pluspunkte sammeln kann, auch wenn es in den aktuellen Charts keine Rolle spielt.

HTC Sensation

Beim HTC Sensation handelt es sich um das ehemalige Topmodell des asiatischen Smartphone Konzerns. Mittlerweile gilt die Technik des immerhin schon 2011 erschienen Smartphones zwar offiziell als veraltet, davon sollte sich ein Käufer jedoch nicht abschrecken lassen. Die Ausstattung des ehemaligen Testsiegers genügt heute noch gehobenen Ansprüchen, auch wenn es nicht mehr ganz für die aktuelle Rangliste reicht.

Schon das Design des HTC Sensation macht deutlich, wie rasant die Entwicklung im Smartphone Bereich vorangeht. Damals galt der breite Plastikrahmen noch als Standard, verglichen mit modernen Designs wirkt das Gehäuse jedoch eher klobig und langweilig. Immerhin geht HTC wenigstens bei den Farben innovative Wege und vertreibt das HTC Sensation statt im üblichen Schwarz in einem dunklen Braunton. Bereits damals setzte HTC bei der Software auf seinen eigenen Android Skin namens Sense. Im Vergleich zu den heute aktuellen Sense Versionen präsentiert sich das Sense im HTC Sensation jedoch sehr auffällig und sorgt für deutliche Modifikationen der Android Benutzeroberfläche.

Mittlerweile überzeugen die Geräte von HTC unter anderem durch ihre exzellente Klangqualität, hier merkt man dem HTC Sensation sein Alter jedoch durchaus an. So wurden im Test vor allem die blecherne Sprachwiedergabe und der zu kleine Spielraum bei der Lautstärkeregelung kritisiert. Wer also ein Smartphone sucht, welches sich vor allem als Musikplayer eignet, sollte lieber zu aktuelleren Modellen greifen. Für alltägliche Aufgaben wie Surfen im Internet oder Chatten eignet sich das HTC Sense jedoch nach wie vor sehr gut und spricht damit vor allem Einsteiger an, da es mittlerweile sehr billig angeboten wird.

Samsung Galaxy Ace 2

Mit dem Galaxy Ace brachte Samsung vor einigen Jahren einen echten Verkaufsschlager heraus, der sich weit oben in den Charts und auf der Rangliste der beliebtesten Smartphones etablieren konnte. Die Ace Serie verzichtet zwar auf neueste Technik, spricht mit seinen kompakten Abmessungen und durchschnittlicher Hardware aber dennoch vor allem Einsteiger an. Das Samsung Galaxy Ace 2 soll den Erfolg des Vorgängers mit kleinen Verbesserungen nun wiederholen.

Gerade Einsteiger haben oft Probleme mit den extrem großen Displays und Abmessungen der aktuellen Smartphones. Vor allem mit kleinen Händen ist es oft nicht möglich, die Tastatur einhändig zu bedienen. Deshalb wurde im Samsung Galaxy Ace 2 ein eher kompaktes Display eingebaut, das zwar keine Full-HD-Auflösung bietet, Bilder und Text aber dennoch sehr scharf und farbtreu darstellt. Auch das Gehäuse wirkt sehr handlich und schick, trotz des verwendeten Plastiks.

Abstriche müssen die Käufer dagegen bei der Kamera machen. Diese verfügt zwar über immerhin 5 Megapixel, liefert aber gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen weit unterdurchschnittliche Ergebnisse. Wer sich jedoch für ein Einsteiger Smartphone entscheidet, wird in dieser Preisklasse wohl ohnehin keinen Wert auf perfekte Bilder legen, sondern die Kamera eher für Schnappschüsse nutzen. Diese Aufgabe erfüllt die Kamera des Galaxy Ace 2 problemlos. Die durchschnittliche Hardware erlaubt zudem eine besonders lange Akkulaufzeit. Bei voller Displayhelligkeit kann das Gerät volle acht Stunden zum Surfen im Internet genutzt werden.

ZTE Grand X IN

Wer lediglich die Smartphone Charts und die aktuelle Rangliste verfolgt, wird mit dem Hersteller ZTE wohl noch nicht in Kontakt gekommen sein. Das chinesische Unternehmen ist ein Neuling auf dem Markt, sammelte zuvor allerdings schon durch die Herstellung von Surfsticks Erfahrungen im Smartphone Markt. Da der Konkurrenzkampf im Bereich der Oberklasse Modelle im Moment besonders groß ist, konzentriert sich ZTE mit dem Grand X IN zunächst lieber auf den Einsteiger Bereich.

Wie üblich in dieser Preisklasse kommt beim Gehäuse der Kunststoff Polycarbonat zum Einsatz, der jedoch nicht billig wirkt. Stattdessen vermittelt das Gehäuse ein robustes Gefühl, die Materialien wirken stabil und geben auf Druck nicht nach. Auf der Rückseite befindet sich eine Gummierung, die die Griffigkeit des Geräts erhöhen soll. Das ZTE Grand X IN verfügt über eine für Einsteiger Smartphones sehr gute Kamera mit 8 Megapixeln, die bei ausreichend Licht überdurchschnittliche Ergebnisse erreicht.

Das ZTE Grand X IN gibt es bereits für einen Preis von knapp 200 Euro zu kaufen. Die Einsparungen, die das möglich machen, betreffen vor allem den internen Speicher, der mit gerade einmal 2 GB quasi nicht existent ist. Allerdings kann der Käufer den Speicher mit einer micro-SD-Karte erweitern. Weiterhin wird ein standardmäßiger Akku verbaut, der aufgrund der eher durchschnittlichen Hardware allerdings mit einer durchaus guten Leistung überzeugen kann.

HTC One V

Das kleine Modell der One Serie von HTC führt die Charts und Rangliste als bestes Modell für Einsteiger an. Trotz den fast schon als billig zu bezeichnenden Preises von knapp unter 300 Euro verbaut HTC im One V kein billiges Plastik, sondern setzt auf einen Body aus hochwertigem Aluminium. Dieses Design verleiht dem Gerät ein in dieser Preisklasse ungewöhnlich robustes Gefühl. Auch bei der Software muss der Nutzer keine Abstriche zu teureren Modellen machen. Das HTC One V ist eines der wenigen Einsteiger Smartphones mit Android 4, das allerdings durch den HTC Skin Sense verfeinert wird.

Gespart wurde dagegen beim Display. Statt einem großen Touchscreen im Bereich von fünf Zoll, wie er mittlerweile bei fast allen Smartphones in den Charts üblich ist, misst die Diagonale des Touchscreens im HTC One V gerade einmal 3,7 Zoll. Das muss allerdings nicht von Nachteil sein, gerade kleine Hände werden mit dem Gerät dadurch wesentlich besser klar kommen. Der Akku ist fest verbaut, allerdings kann der Speicher mit einer micro-SD-Karte erweitert werden. Das ist auch bitter nötig, denn HTC spendiert dem One V gerade einmal 4 GB internen Speicher, was selbst für kleine Multimediasammlungen viel zu wenig ist. Ansonsten bietet das HTC One V mit seiner Ausstattung in dieser Preisklasse jedoch bestes Preisleistungsverhältnis. Wer nicht unbedingt die neueste Hardware braucht, aber dennoch nicht auf wichtige Funktionen verzichten will, ist mit dem HTC One V also gut beraten.

Sony Xperia Arc S

Mit dem Sony Xperia Arc S will der japanische Technologiekonzern vor allem Einsteiger als Kunden gewinnen, die nicht unbedingt die neueste Hardware brauchen, sondern eher Wert auf ausgefallenes Design und Funktionalität legen. Bereits das Design des Xperia Arc S sticht deutlich aus der Masse der anderen auf der Rangliste für Einsteiger Geräte vertretenen Smartphones hervor. Getreu der Modellbezeichnung Arc setzt Sony auf geschwungene Linien, die einen Bogen im silbernen Gehäuse zeichnen.

Als Material kommt allerdings wie bei dieser Preisklasse üblich vor allem Kunststoff zum Einsatz, was sich vor allem beim klapprigen Akkudeckel bemerkbar macht. Dafür lässt sich dieser austauschen, was für allem für Nutzer wichtig sein dürfte, die mit dem Gerät viel unterwegs sind. Für den Preis von unter 300 Euro muss der Käufer auch einige Abstriche bei der Ausstattung machen. So läuft auf dem Gerät Android in der Version 2.0.2., die heute zwar längst überholt, aber immer noch zu gebrauchen ist. Auch der interne Speicher ist sehr knapp bemessen, immerhin legt Sony eine 8 GB micro-SD-Karte bei. Wer mehr Speicher braucht, kann diesen durch eine eigene Karte auf bis zu 32 GB erweitern. Den direkten Vergleich gegen neue Topmodelle kann das Sony Xperia Arc S natürlich nicht für sich entscheiden, dennoch bietet das Smartphone gerade für den Einsteiger Bereich genug Leistung und vor allem Geschwindigkeit.

Sony Xperia P

Sony ist mit seinen Smartphones der Xperia Klasse in allen Preisbereichen vertreten. Das Sony Xperia P richtet sich dabei eher an Einsteiger, überzeugt in dieser Preisklasse jedoch durch eine exzellente Verarbeitung und einen extrem hellen Display, das von mehreren Experten als bestes Display ausgezeichnet wurde. Wie bei allen Sony Geräten üblich, sticht auch das Design des Xperia P deutlich aus der Masse hervor. Statt einer einheitlichen Gehäusefarbe setzt Sony auf die Kombination Schwarz und Silber, die dem Gerät einen edlen Metalllook verleiht.

Bereits beim ersten Einschalten wird der größte Vorteil des Xperia P deutlich: Das Display gehört zu den hellsten und schärfsten auf dem Markt, und sorgt selbst an sehr hellen Sonnentagen noch für eine gute Darstellung der Inhalte. Die Leuchtkraft des Displays hat allerdings auch ihren Preis. Bei intensiver Nutzung hält der Akku gerade einmal zwei Stunden durch, zu allem Überfluss ist der Akku auch nicht einmal auswechselbar. Poweruser, die das Smartphone intensiv nutzen, dürften mit dem Sony Xperia P deshalb nicht glücklich werden. Für Einsteiger, die lediglich hin und wieder surfen oder neue E-Mails abrufen wollen, reicht die Akkuleistung aber aus.

Motorola Atrix

Mit dem Motorola Atrix will der amerikanische Mobilfunkkonzern für neue Bewegung im Smartphone Markt sorgen. Dazu dachte man sich ein sehr interessantes Konzept aus: Das Motorola Atrix kann mit einem optional erhältlichen Dock, das sowohl über eine Tatstatur als auch ein 11,6 Zoll Display verfügt, in ein vollwertiges Android Netbook verwandelt werden. Gerade die Möglichkeit, die Funktionen des Geräts mit einer Tastatur zu bedienen, dürfte dieses Konzept gerade für Einsteiger sehr interessant machen.

Selbstverständlich lässt sich das Motorola Atrix jedoch auch ganz normal als Smartphone nutzen. Hier will Motorola vor allem Geschäftskunden ansprechen und liefert ein umfangreiches Softwarepaket mit, das etwa das Erstellen und bearbeiten von Office Dokumenten ermöglicht. Auch der Akku ist ausreichend groß dimensioniert und bringt den Nutzer mühelos selbst durch anstrengende Arbeitstage. Mit diesen Eigenschaften und dem interessanten Konzept als Kompromiss zwischen Smartphone und Netbook konnte sich das Motorola Atrix selbst gegen wesentlich teurere Konkurrenten behaupten und einen Platz in den Charts sowie der Rangliste der beliebtesten Smartphones erobern.

Lediglich die Kamera hinkt der Konkurrenz weit hinterher. Bei Fotos wirken die Farben sehr blass und unecht, mit schwierigen Lichtverhältnissen kommt die Fotokamera ebenfalls nicht zurecht. Bei Videoaufnahmen werden dagegen schon bessere Ergebnisse erzielt. Allerdings sollte die Kamera gerade bei Geräten in der Einsteiger Klasse ohnehin kein Kaufkriterium sein.

Nokia Lumia 800

Mit der Lumia Serie will der einstige Weltmarktführer Nokia wieder an den Erfolg alter Tage anschließen. Das Lumia 800 war bei seiner Einführung das Topmodell mit dem Microsoft Betriebssystem Windows Phone 7.5, ist mittlerweile jedoch deutlich im Preis gefallen. Spätestens seit der Veröffentlichung von Windows Phone 8 wird das Gerät nun so günstig angeboten, dass es vor allem für Einsteiger attraktiv ist.

Diese werden sich im Betriebssystem Windows Phone 7.5 vor allem dann schnell zurecht finden, wenn sie auf dem PC bereits Windows 8 nutzen. Denn auch bei seinem Betriebssystem für Smartphones setzt Microsoft auf die vom PC bekannte Kachel-Optik. Beim Design des Lumia 800 ging Nokia dagegen neue Wege: Während die meisten Smartphones lediglich in Weiß oder Schwarz erhältlich waren, lieferte der finnische Konzern seine Lumia Geräte in verschiedenen Pastellfarben aus, unter denen wohl jeder Nutzer seinen Geschmack wiedergefunden hat.

Obwohl das Lumia 800 heute nicht mehr das aktuellste Gerät mit Windows Phone ist, macht das Smartphone nach wie vor eine gute Figur im Test. Lediglich die Akkuleistung ist für heutige Smartphones nicht mehr angemessen. Wer sich jedoch für Windows Phone begeistern kann und nicht unbedingt die neueste Hardware benötigt, wird mit dem Nokia Lumia 800 gut bedient sein.

Billig Smartphones

Wer vor der Entscheidung steht, welches Smartphone er sich kaufen soll, wird sich nicht zwangsläufig für das neueste oder beste Gerät entscheiden müssen, um glücklich zu sein. Allerdings versuchen die Hersteller mit ihrer Werbung dem Käufer genau den gegenteiligen Eindruck zu vermitteln. Hier gilt es, sich davon nicht beirren zu lassen. Selbst Billig Smartphones bieten oft gute Voraussetzungen und genug Leistung, um alltägliche Aufgaben zu erledigen.

Auch auf diesen Geräten kommen mittlerweile hochwertige Touchscreens zum Einsatz, die billige Tastatur der alten Handys wird durch eine intuitive Bedienung über bequeme Fingergesten ersetzt. Abstriche muss man in dieser Preisklasse jedoch oft bei der Leistung des Prozessors machen. Für das Surfen im Internet ist dieser zwar meist gut genug, neue Spiele oder komplizierte Anwendungen überfordern die Hardware jedoch.

Bei der Kaufberatung sollte man deshalb vor allem auf andere Dinge Wert legen, wie etwa die Abmessungen des Gerätes. Bei einem Gebrauchsgegenstand wie einem Smartphone kommt es vor allem darauf an, dass das Gerät bequem in der Hand liegt und auch kleine Hände gut mit der Bedienung klar kommen. Die Rangliste, auf der sich aktuelle Testsieger finden, sollte bei der Kaufberatung daher eher eine untergeordnete Rolle spielen.

Sony Xperia U

Mit dem Sony Xperia U stellen die Japaner ihren Vertreter für das Billig Segment des Smartphonemarkts vor. Dabei wirkt das Gerät trotz seines geringen Verkaufspreises von deutlich unter 200 Euro alles andere als billig. Stattdessen vermittelt das Gehäuse einen wertigen Eindruck und hebt sich deutlich von den bei anderen Herstellern so geliebten schwarzen Boliden ab. Wer es noch etwas individueller mag, kann die untere Leiste des Gehäuses austauschen und durch eine Leiste in einer beliebigen Farbe ersetzen. Von grellem Pink bis zu strahlendem Silber sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt.

Irgendwo muss sich die Kostenersparnis bei der Herstellung des Sony Xperia U jedoch bemerkbar machen, und so verfügt das Gerät dann auch über eine äußerst billige Kamera, die mit dem aktuellen Standard keinesfalls mehr mithalten kann. Beim Arbeitstempo erreicht das Gerät im Test jedoch durchaus passable Werte. Auch die Abmessungen wirken kompakt und eignen sich vor allem für kleine Hände. Die verbaute billige Hardware reicht zwar für alltägliche Aufgaben wie das Surfen im Netz oder Abrufen von Mails, ist jedoch nicht für aktuelle Spiele ausgelegt. Dies kommt dem Nutzer jedoch wieder in Form einer gesteigerten Akkulaufzeit zu Gute. Insgesamt ist das Sony Xperia U eine billige Alternative für Einsteiger oder Geschäftskunden, die auf der Suche nach einem Zweitgerät sind.

HTC Desire C

Obwohl sich HTC in der Vergangenheit vor allem mit High End Smartphones einen Namen gemacht hat, greift der asiatische Hersteller nun auch im Billig Segment an. Mit dem HTC Desire C will der Konzern vor allem Einsteiger und Gelegenheitsnutzer ansprechen, die von einem Smartphone nicht viel mehr erwarten, als im Internet zu surfen und einen Touchscreen zu bedienen. Den Kampfpreis von weit unter 200 Euro ermöglichen dabei vor allem die Sparmaßnahmen im Bereich des Gehäuses und Prozessors.

Das billige Plastik, das für das Gehäuse genutzt wurde, verleiht dem HTC Desire C nicht unbedingt einen wertigen Eindruck. Auch beim Design hat man sich nicht unbedingt viel Mühe gegeben, aber es handelt sich eben auch nicht um ein High End Smartphone. Stattdessen verfügt das billige Gerät immerhin über einen ausreichend großen Akku, um mehrere Tage durchzuhalten. Außerdem kommt das HTC Desire C auf sehr kompakte Maße, die Software Tastatur eignet sich daher auch für kleine Hände.

Huawei Vision

Trotz der Herkunft seines Herstellers erinnert das Billig Smartphone Huawei Vision auf den ersten Blick nicht unbedingt an billige China Ware. Das silberne Kunststoff-Gehäuse besteht zwar spürbar aus Plastik, sieht aber sehr edel aus. Das günstige Gerät verfügt zudem über genug Power, um das vorinstallierte Android 2.0.2. flüssig darzustellen.

Auch die Software macht einen guten Eindruck. Insbesondere der Huawei Skin für Android, der auf aufwendige 3D-Animationen setzt, sticht aus der Masse hervor. Dass es sich um ein Billig Smartphone handelt, wird dann jedoch spätestens nach den ersten Testaufnahmen mit der eingebauten Kamera klar. Diese eignet sich bestenfalls für Schnappschüsse und selbst hierfür bietet die Konkurrenz meist bessere Lösungen. Auch der billige Akku kann nicht überzeugen. Selbst bei gedimmtem Display ist bereits nach wenigen Stunden Nutzung eine neue Ladung fällig.

Das Huawei Vision eignet sich daher eher als billige Lösung für Einsteiger, die vor allem zuhause auf einem mobilen Gerät im Internet surfen wollen. Wer auf Mobilität und lange Akkulaufzeiten angewiesen ist, dürfte mit dem Gerät dagegen eher weniger glücklich werden. Vor allem für den Einstieg in die Welt der Smartphones ist das Huawei Vision jedoch gut geeignet. Und immerhin verdient es sich einen Platz auf der Rangliste der am schönsten designten Billig Smartphones.

Motorola Defy +

Das Motorola Defy + verdient die Bezeichnung Billig Smartphone eigentlich nur wegen seines mittlerweile sehr geringen Preises. Noch vor zwei Jahren wurde das Smartphone von Motorola in der gehobenen Mittelklasse positioniert. Der Käufer profitiert heute von der schnellen Entwicklung des Markts und kann das ehemals moderne Gerät nun besonders günstig erwerben. Für das Motorola Defy + spricht vor allem das robuste Gehäuse aus schwarzem Kunststoff. Auch im Display wurde wertiges Gorilla Glas verbaut, das besonders wenig anfällig für Kratzer und Schmutz ist.

Als Betriebssystem kommt Android zum Einsatz, allerdings verfeinert durch den Motorola Skin MotoBlur. Dieser bringt nicht nur eigene Animationen und Menüs mit sich, sondern wird auch mit exklusiven Widgets ausgeliefert, die auf einem der Homescreens abgelegt werden können. So liefert Motorola etwa ein Widget für soziale Medien gleich mit, das direkt auf dem Homescreen Statusupdates von Facebook anzeigt.

Sein Alter merkt man dem Motorola Defy + vor allem bei der Kamera an, die sich lediglich für Schnappschüsse bei ausreichendem Licht eignet. Auch der billige Prozessor datiert das Gerät deutlich. Dieser genügt zwar für gelegentliches Spielen und Surfen im Internet, ist jedoch weit von der Leistung entfernt, zu der heutige Smartphone Modelle in der Lage sind. Ausgeglichen wird die schwache Ausstattung jedoch durch einen ausdauernden Akku, der sich bei Bedarf auch auswechseln lässt. Das Motorola Defy + wird damit zum idealen Begleiter für unterwegs und ist heute günstig genug, um kein großes Loch in die Haushaltskasse zu reißen.

Sony Xperia Mini

Während der Trend vor allem im High End Bereich dahin geht, dass das beste Smartphone auch automatisch das größte Display gehen muss, geht Sony mit dem Xperia Mini einen anderen Weg: Das Display misst gerade einmal drei Zoll und gehört damit zu den kleinsten Touchscreens auf dem Smartphone Markt. Auch das Design macht klar, dass Sony das Xperia Mini eher als Mode Accessoire bewerben will, denn als Gebrauchsgegenstand.

Das Xperia Mini wirkt alles andere als billig, sondern eher edel. Das Gehäuse ist in einem schlichten Weiß mit silbernen Akzenten gehalten. Wer es gerne etwas bunter hätte, wird von Sony durch drei mitgelieferte bunte Schalen unterstützt, mit denen die Rückseite des Geräts verschönert werden kann. Vorinstalliert ist das Betriebssystem Android, das durch einen Skin von Sony modifiziert wird. Um die Benutzbarkeit trotz des kleinen Displays zu erhöhen, hat sich Sony einen Trick einfallen lassen: Hält man das Xperia Mini im Querformat, verwandelt sich die QUERTZ-Tastatur in eine klassische Handy Tastatur, bei der jeder Zahl drei Buchstaben zugewiesen sind.

Das Sony Xperia X richtet sich vor allem an modebewusste Nutzer, die nicht unbedingt ein riesiges Display brauchen. Die kompakte Abmessung und billige Ausstattung ermöglicht es Sony, das Gerät sehr günstig zu verkaufen, was dem Xperia Mini einen großen Vorteil in den Verkaufs Charts sichert.

HTC Wildfire S

Neben dem Desire C ist das Wildfire S das zweite Billig Smartphone, mit dem HTC vor allem um die Gunst von Einsteigern wirbt. Diese haben die Wahl zwischen einem Gehäuse in klassischem Schwarz, Weiß-Silber oder einem gewöhnungsbedürftigen Rosa. HTC bietet das Wildfire S sehr günstig an, was vor allem durch das kleine Display und die eher mittelmäßige Hardware ermöglicht wird. Vor allem von der eingebauten kamera sollte man natürlich keine Wunder erwarten, auch der Prozessor eignet sich nicht dazu, grafisch aufwendige Spiele zu meistern.

Alltägliche Aufgaben lassen sich mit dem Wildfire S jedoch problemlos erledigen. Die Laufzeit des Akkus bewegt sich im Mittelfeld, recht jedoch bei normaler Nutzung für mehrere Tage aus. Selbstverständlich findet sich das HTC Wildfire S auf keiner aktuellen Rangliste und bietet nicht unbedingt die neueste Hardware oder das beste Display, dennoch ist es vor allem für Menschen einen Blick wert, die sich dem Smartphone-Wahn bisher verweigert haben und nun doch den Schritt in die neue Welt des Mobilfunks wagen wollen.

Samsung Galaxy mini S5570

Während Samsung mit dem Galaxy S3 im High End Bereich um Marktanteile kämpft, will der koreanische Konzern auch im Billig Bereich ein Stück vom Kuchen abhaben. Samsung ist deshalb mit gleich mehreren Geräten in diesem Preissegment vertreten, von denen das Samsung Galaxy mini S5570 vor allem für Einsteiger die interessanteste Variante darstellen dürfte und besonders günstig angeboten wird.

Beim Design ging es Samsung wohl vor allem darum, aufzufallen und sich von der Masse der Billig Anbieter abzuheben. So ziert eine giftgrüne Leiste die Seite des Gehäuses, dessen Form sich nach unten verjüngt und dadurch sehr futuristisch wirkt. Anders als bei seinen Tpmodellen verzichtet Samsung hier auf ein großes Display und verbaut stattdessen ein gerade einmal 3,2 Zoll messendes Minidisplay. Damit ist das Gerät vor allem auf kleine Hände zugeschnitten. Größere Hände könnten allerdings Probleme bei der Bedienung bekommen, da die Tasten der Software Tastatur vor allem im Hochformat sehr klein dargestellt werden.

Die Kamera ist lediglich für gelegentliche Schnappschüsse gedacht, für gute Fotos fehlen ihr sowohl der Blitz als auch der Autofokus. Dafür überzeugt der Akku im Test durch eine lange Laufzeit. Auch die Sprachqualität bei Telefongesprächen konnte Experten überzeugen. Damit eignet sich das Samsung Galaxy Mini S5570 vor allem für Einsteiger, die von einem Smartphone vor allem klassische Telefonfunktionen und Zugang zum Internet erwarten.

Sony Ericsson Yendo

Mit dem Sony Ericsson Yendo präsentiert sich das erste Walkman Handy, das einen Kompromiss zwischen MP3-Player und Smartphone darstellen soll. Bereits vor der Erfolgswelle der Smartphones waren die Handys von Sony Ericsson vor allem für ihre außergewöhnlich gute Klangqualität und Musikwiedergabe bekannt. Diese Werte sollen auch das Yendo ausmachen.

Besonders interessant für Einsteiger ist dabei der extrem niedrige Preis von unter 100 Euro. Günstig ist da noch untertrieben, für weniger Geld bietet derzeit kein Markenhersteller ein Smartphone mit Touchscreen an. Seine geringe Größe macht das Yendo zwar sehr kompakt, es müssen allerdings deutliche Abstriche bei der Bedienung gemacht werden. Telefonieren ist problemlos möglich, zum bequemen Schreiben von Nachrichten sind die Software Tasten jedoch viel zu klein. Wer jedoch in erster Linie einen Musikplayer sucht, mit dem man ab und zu auch telefonieren kann, darf beruhigt zum Sony Ericsson Yendo greifen.

Fazit: Es muss kein Testsieger sein

Bevor Sie die Frage beantworten können, welches Smartphone am besten zu Ihnen passt, sollten Sie sich zunächst mit den verschiedenen Betriebssystemen auseinandersetzen. Zwischen den verschiedenen Systemen gibt es teilweise erhebliche Unterschiede und nicht jede Software wird zu Ihren Anforderungen passen. Nach der Entscheidung für ein Betriebssystem kommt dann die viel schwierigere Frage, welches Gerät am besten die eigenen Vorstellungen von einem Smartphone erfüllt. Gerade, wenn Sie ein Smartphone mit Android kaufen wollen, haben Sie eine enorm große Auswahl an Geräten verschiedener Hersteller. Für Android werden sowohl teure High End Geräte als auch billige Smartphones für Einsteiger angeboten.

Billige Geräte müssen dabei nicht unbedingt schlecht sein. Insbesondere werden heute viele billige Smartphones angeboten, die vor einigen Jahren noch auf der Bestenliste standen und teuer verkauft wurden. Diese nicht mehr ganz aktuellen Geräte sind in den meisten Fällen auch heute noch völlig ausreichend für durchschnittliche Anforderungen.

Wenn es dagegen unbedingt die neueste Technik sein soll, empfiehlt sich ein Blick auf die Rangliste der besten Smartphones. Auch hier sollten Sie jedoch vorher eine Kaufberatung in Anspruch nehmen. Vor allem sollten sie bedenken, dass fast alle aktuellen Smartphones auf sehr große Displays setzen, die Geräte werden dadurch auch weniger handlich. Im Rahmen einer Kaufberatung können Sie sich davon überzeugen, dass Sie mit diesen Dimensionen auch gut klar kommen.

Bei der großen Auswahl an Smartphones lässt sich vor allem sagen, dass es das beste Smartphone als solches überhaupt nicht gibt. Jeder Nutzer hat andere Vorlieben und Vorstellungen, der Spitzenreiter einer Rangliste muss nicht zwangsläufig auch das beste Smartphone für Sie sein. Informieren Sie sich daher rechtzeitig vor dem Kauf durch eine kompetente Kaufberatung und machen Sie Ihre Entscheidung nicht nur von den Charts abhängig.